Unser Studienangebot umfasst vier Schwerpunkte: Klassische Indologie, Neuzeitliches Südasien, Tibetologie und Mongolistik, die sich mit dem geografisch und historisch zusammenhängenen Räumen Südasien und Zentralasien beschäftigen. Es liegt deshalb nahe, Themen aus den verschiedenen Bereichen nicht getrennt voneinander zu betrachten. Womit sich die einzelnen Schwerpunkte beschäftigen, wie Sie diese in Ihrem Studium verbinden können und wer Sie dazu beraten kann, erfahren Sie hier.

Silhouette des Bootsführers mit einer Stange auf der Spitze des Bootes stehend, dahinter der Fluss und die Stadt am Ufer im Gegenlicht, Bootsfahrt auf dem Fluss Ganges, Varanasi, Indien, 2013, Foto: Johanna Buß
Bootsfahrt auf dem Ganges, Varanasi, Indien, 2013, Foto: Johanna Buß
großes, reich verziertes, steinernes Rad an der Fassade des Sonnentempels von Konark, Orissa, Indien, 2013, Foto: Ira Sarma
Rad an der Fassade des Sonnentempels von Konark, Orissa, Indien, 2013, Foto: Ira Sarma

Die Klassische Indologie beschäftigt sich mit der Erforschung der Geistes- und Kulturgeschichte Südasiens. Dieser geografische Raum ersteckt sich vom Himalaya-Massiv im Norden bis nach Sri Lanka im Süden. Seine Kultur wirkte in westlicher Richtung bis in den Iran und östlich bis nach Südostasien. Der Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der älteren Periode, die durch die Sanskrit-Sprache und die damit verbundene Kultur geprägt ist.

Das Studium der Klassischen Indologie ist ein aufbauendes sprach-, kultur- und geisteswissenschaftliches Studium. Es beschäftigt sich mit den kulturellen und sozialen Entwicklungen in Südasien. Schwerpunkt ist das Erlernen der Sanskrit-Sprache und das Studium der Religionen Hinduismus und Buddhismus.

Unsere zwei Schwerpunkte, Philosophie und gesprochenes Sanskrit, sind in dieser Verbindung an anderen Hochschulen in Deutschland kaum noch vertreten. Das aktive und natürliche Umgehen mit dem gesprochenen Sprache erleichtert den Umgang mit den literarischen Quellen. Das Studium der Philosophie ermöglicht es, die abstrakten Ideen der Philosophie in der konkreten historischen Wirklichkeit zu verankern.

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Prof. Dr. Eliahu Franco

Prof. Dr. Eliahu Franco

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Ph. D. Sadananda Das

Ph. D. Sadananda Das

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Blick auf eine belebte Straße mit vielen Taxis, im Hintergrund die Howrah Bridge in Calcutta, Indien, 2013, Foto: Ira Sarma
Howrah Bridge, Calcutta, Indien, 2013, Foto: Ira Sarma

Indien hat sich in den letzten Jahren zu einer aufstrebenden Weltmacht entwickelt, die die Zukunft des Planeten in wesentlichen Punkten mitbestimmen wird. Während viele religiöse Bräuche und traditionelle Konventionen im modernen Indien fortbestehen, gewinnen Aspekte wie Urbanität, familiärer Wandel und neue Arbeitsbedingen wie beispielsweise in der IT-Branche stark an Bedeutung. Wir beschäftigen uns mit zeitgenössischer Literatur und modernen Medien wie Film, Fernsehen und virtuellen Räumen. Das bietet spannende Ansatzpunkte, um sich den Fragen des soziokulturellen Wandels anzunähern.

Die Basis des Studiums bildet das Erlernen des Hindi: Die Sprache öffnet uns die Tür in eine andere Welt. Hindi wird in Indien von circa 40 Prozent der Bevölkerung gesprochen und insgesamt von mehr als 70 Prozent verstanden. Es ist offizielle Amtssprache (neben Englisch) und in seiner heutigen Form eine der wichtigen Literatursprachen Indiens. So liegt auch der Schwerpunkt der Sprachausbildung an unserem Institut auf dem Studium von Literatur und Texten. Neben zeitgenössischer Belletristik kommen auch Comics, Filme oder Materialien aus aktuellen Zeitungen und Zeitschriften zum Einsatz. Auch Konversationsstunden gehören zu unserem Sprachstudium; und bereits ab dem dritten Semester werden eigenständig Essays auf Hindi geschrieben. Zusätzlich organisieren wir jedes Jahr für unsere Studierenden Hindi-Sprachkurse in Benares oder Allahabad, die in den Semesterferien stattfinden und als Praktika angerechnet werden können.

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Blick über den Lukhang-Teich auf den Berg mit dem Potala Palast in der tibetischen Hauptstadt Lhasa, 2008, Fotograf: Franz Xaver Erhard
Blick von Norden über den Lukhang-Teich auf den Potala Palast in Lhasa, 2008 Fotograf: FX Erhard

Im Bachelor-Studium wird sowohl die klassische tibetische Schriftsprache als auch die moderne Umgangssprache unterrichtet. Das Moderne Tibetisch beginnt mit den Grundlagen von Grammatik und Sprachpraxis und geht dann über zu Textlektüre moderner tibetischer Autoren. Im klassischen Tibetisch werden unter anderem buddhistische Märchen und historische Quellen übersetzt. Im Masterstudium besteht die Möglichkeit zur Spezialisierung. Dort bestimmen die Studierenden selbst mit, welche Texte gelesen werden sollen. Angeboten werden unter anderem historiographische Texte, Volksliteratur, wie zum Beispiel Sagen und Märchen, sowie Texte aus dem buddhistischen Kanon.

Neben dem gegenwärtigen Forschungsschwerpunkt der tibetischen Geschichtsschreibung entwickelt sich im Moment mit moderner tibetischer Literatur ein weiterer Themenschwerpunkt. Auch auf dem Feld der Buddhologie ergibt sich aus der möglichen Kombination von Tibetisch mit Sanskrit eine hervorragende Grundlage für indo-tibetische Studien. Weitere sinnvolle Kombinationen ergeben sich beispielsweise mit der Religionswissenschaft oder der Ethnologie.

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Ph. D. Berthe Jansen

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 Benjamin Goldstein

Benjamin Goldstein

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Dienstag 13:00 - 14:00 Uhr im Büro
Auch Beratung über Videokonferenz ist möglich. Dafür bitte per E-Mail bei Herrn Goldstein anmelden.

Collage: links ein Foto: Wolkenkratzer und Jurte in Ulaanbaatar, Mongolei, rechts: zwei Schriften der Mongolen: Kyrill-Mongolisch und Vertikalschrift, Foto: Klaus Koppe, Collage: Laura Bachmann
Wolkenkratzer und Jurte in Ulaanbaatar, Mongolei, rechts zwei Schriften der Mongolen: Kyrill-Mongolisch und Vertikalschrift, Foto: Klaus Koppe, Collage: Laura Bachmann

Die Mongolistik war stets ein integraler Bestandteil des Fachverbundes von Indologie und Zentralasienwissenschaften an der Leipziger Universität. Die Ursprünge reichen ca. 150 Jahre zurück. Tradition ist das eine, doch was erwartet Sie heute in der Mongolistik? Sie lernen die moderne, in der Mongolischen Republik gesprochene Sprache kennen und werden entführt in die Sphären der Grammatik dieser altaischen und agglutinierenden Sprache. Und wenn Sie sich bemühen, werden Sie auch in der Lage sein, mit Mongolen in China und Russland zu kommunizieren. Sie können zwei mongolische Schriftsysteme erlernen, die bis heute von kulturpolitischer Bedeutung sind. Neben dieser philologischen Orientierung mögen aber auch alle zu uns kommen, die sich für die mongolische, speziell nomadische Kultur und Geschichte interessieren. Überblicksvorlesungen im Verbund mit der Tibetologie gewähren Ihnen einen Einblick in die spannende Geschichte, Religion und Literatur der Mongolen und Tibeter, deren Bindeglied der ursprünglich indische Buddhismus war.

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