Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Instituts haben zahlreiche durch Drittmittel geförderte Forschungsprojekte eingeworben. Informieren Sie sich hier über aktuelle Projekte und die Mitwirkenden.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Malerei mit Darstellung zweier Mönche aus Höhle 92 der buddhistischen Felshöhlen von Kizil, China, 2001, Foto: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Jürgen Liepe
Malerei aus Höhle 92 der buddhistischen Felshöhlen von Kizil, China, 2010, Foto: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Jürgen Liepe

Aktuelle Forschungsprojekte

Korea-Germany Research Network for Indian and Tibetan Classics (Workshop)

Kooperatives internationales Forschungsprojekt
Deutscher Teil: finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Dauer: 1 Jahr
Beginn: 1.1.2024
Projektleiter: Prof. Dr. Jowita Kramer

Dieses Projekt zielt darauf ab, die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen jungen koreanischen und deutschen Buddhismusforschern zu fördern, indem ein gemeinsamer Workshop veranstaltet wird, auf dem die aktuellen Forschungsthemen der Nachwuchswissenschaftler geteilt werden und gemeinsam mit zwei etablierten Wissenschaftlern aus Deutschland (Prof. Dr. Dorji Wangchuk und PD Dr. Philipp Maas) Sanskrit- und Tibetischtexte gelesen werden. Der Workshop besteht aus zwei Teilen:

(1) Präsentation von Forschungsarbeiten: Doktoranden und Postdoktoranden aus beiden Ländern werden ihre aktuellen Forschungsergebnisse präsentieren und diskutieren. Diese Präsentationen sollen jungen Wissenschaftlern helfen, die neuesten Forschungstrends zu teilen und ihr Netzwerk für gemeinsame Forschung zu stärken.

(2) Intensives Lese-Programm: Die Teilnehmer werden klassische Sanskritwerke und tibetische Texte unter Anleitung von zwei etablierten und renommierten Lehrern lesen. Mit diesem Programm erwarten wir, eine Grundlage für interdisziplinäre Forschung zu legen.

Künftige Kooperationen in Planung

Das Projekt soll ein Forum für deutsche und koreanische Forscher bieten, um die Forschungsbereiche und akademischen Stärken des jeweils anderen zu verstehen und zu diskutieren. Mit dieser Austauscherfahrung können beide Forschungsteams zukünftige Zusammenarbeit in verschiedenen Formen planen.

Projektleiter

Prof. Dr. Jowita Kramer

Prof. Dr. Jowita Kramer

Universitätsprofessorin

Indologie
Institutsgebäude
Schillerstraße 6, Raum S 106
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 - 37121
Telefax: +49 341 97 - 37148

Divergierende Diskurse: Prozesse narrativer Konstruktion in Tibet, 1955-62

Kooperatives internationales Forschungsprojekt
Deutscher Teil: finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Dauer 3 Jahre
Beginn: 1.4.2023
Projektleiter: Dr. Franz Xaver Erhard

Das internationale Kooperationsprojekt "Divergierende Diskurse" wird von der DFG und dem AHRC gefördert und von einem Projektteam an der SOAS, London, und an der Universität Leipzig durchgeführt. "Divergierende Diskurse" erforscht einen Konflikt, der in den 1950er Jahren im hohen Himalaya begann und zu fast zwei Jahrzehnten bewaffneter Auseinandersetzungen führte. Dieser Konflikt dauert bis heute in Form von Auseinandersetzungen über Ideen und Narrative zwischen der chinesischen Regierung und der tibetischen Exilgemeinschaft an.

Nicht lange nachdem der Vorsitzende Mao 1950 chinesische Truppen zur Annektierung Tibets entsandt hatte, floh der Dalai Lama, der traditionelle Herrscher Tibets, mit etwa 80 000 Tibetern nach Indien. Daraufhin produzierten chinesische Beamte Millionen von Wörtern in Zeitungen, historischen Traktaten, Propagandaflugblättern und Büchern, um ihren Anspruch auf Tibet zu rechtfertigen und das alte Regime zu verurteilen. Von Indien aus produzierten Exiltibeter Flüchtlingsberichte, Zeugenaussagen, Memoiren und Geschichten über Tibet, um Chinas Ansprüche zu widerlegen.

Materialien dieser Art, die in erster Linie polemisch sind, werden von Historikern oft nicht als wichtige Quellen betrachtet. Mit der Entwicklung digitaler Geisteswissenschaften und computergestützter Forschungstechniken können sie nun jedoch auf vielfältige Weise ausgewertet werden, um Details über Ereignisse, Personen und Ideen zu extrahieren, die sonst in den Texten, in denen sie vergraben sind, wenig Beachtung finden würden. Mit diesen neuen Forschungsinstrumenten können zahlreiche Daten und Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden, wodurch neue Informationen und Einblicke in die Geschichte der jeweiligen Zeit gewonnen werden können.

Diese innovativen Instrumente ermöglichen eine eingehende Untersuchung der beiden konkurrierenden Diskurse, die in den 1950er Jahren entstanden, wobei jeder seine eigene Darstellung der tibetischen Geschichte, Identität und Traditionen hat. Die Divergenz zwischen diesen Darstellungen hat seither Chinas Politik in Tibet, seine angespannten Beziehungen zu Indien, seine angespannten Beziehungen zu den USA und dem Westen, seine Reaktion auf die wiederholten Proteste der Tibeter innerhalb Tibets und das sechs Jahrzehnte währende Scheitern der Exil- und der chinesischen Führung, eine Einigung zu erzielen, geprägt.

Im Rahmen des Projekts werden computergestützte Werkzeuge entwickelt und bestehende Software angepasst, damit moderne tibetische Texte erstmals in einem historischen digitalen Korpus zusammengestellt werden können, wo sie mit Anmerkungen und Querverweisen versehen werden können, um eine anspruchsvolle Suche und Untersuchung zu ermöglichen.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird zu Veröffentlichungen führen, die neue Erkenntnisse über die Ereignisse liefern, die zur Spaltung zwischen der chinesischen und der tibetischen Regierung in den 1950er Jahren führten, über die Argumente und Erzählungen, die sie hervorbrachten, und über die Art und Weise, in der diese Spaltung die nachfolgenden Ereignisse veränderte. Das Projekt wird auch eine Website mit Beispielen typischer Dokumente aus dieser Zeit mit englischen Übersetzungen, eine Datenbank mit Ereignissen und Namen aus den Dokumenten sowie einen Online-Zugang zu den im Rahmen des Projekts gesammelten Texten und Daten einrichten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite.

Projektleiter

Dr. Franz Xaver Erhard

Dr. Franz Xaver Erhard

Wiss. Mitarbeiter

Zentralasienwissenschaft (Tibetologie/Mongolistik)
Strohsackpassage
Nikolaistraße 10, Raum 2.12
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 - 37147
Telefax: +49 341 97 - 37148

Digitale kritische Edition des Nyāyabhāṣya

Der Nyaya („Logik“) ist eine der wichtigsten Traditionen der klassischen indischen Philosophie. Seine grundlegende Schrift, das Nyayasutra, besteht aus fünf Kapiteln und wird dem Weisen Aksapada zugeschrieben. In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts wurde der Text von anonymen Bearbeitern weitgehend festgelegt und kurz danach von Paksilasvamin Vatsyayana kommentiert. Vatsyayanas Kommentar, das Nyayabhasya, ist für unser Verständnis der frühen Phase der Nyaya-Philosophie und die Rekonstruktion der frühesten Form des Nyayasutra außerordentlich wichtig. Ferner erweitert er unsere Kenntnis der anderen philosophischen Traditionen der klassischen Periode, deren Literatur nur teilweise erhalten ist. Trotz dieser großen Bedeutung für die Erforschung der indischen Philosophiegeschichte ist das Nyayabhasya bisher nicht kritisch ediert worden. Die Notwendigkeit einer kritischen Ausgabe wurde durch DFG- und FWF-finanzierte Projekte zu den Kapiteln 1–2 und 5 hinreichend dokumentiert. Das neunjährige DFG-Langzeitprojekt bezweckt die kritische Ausgabe der Kapitel 3–4, die in dialektischer Form zentrale metaphysische, epistemologische, theologische und soteriologische Fragen behandeln. Aus 41 für das 3. Kapitel verfügbaren Handschriften wurden 15 aus stemmatischer Sicht ausgewählte „Kernhandschriften“ für die Erstellung des kritischen Textes in den ersten beiden Projektphasen verwendet. In der Abschlussphase wird die kritische Ausgabe des 4. Kapitels aufgrund des bereits dokumentierten Textes von 21 der 39 hierfür verfügbaren Handschriften abgeschlossen werden. Die textkritische und –historische Arbeit zu den 2 Kapiteln wird durch phylogenetische Analysen der Texte der primären Zeugen und die Berücksichtigung der Evidenz sekundärer Zeugen sowie ausgewählter gedruckter Ausgaben des Nyayabhasya bereichert. Neben der gedruckten kritischen Ausgabe der beiden Kapitel ist ein Hauptziel des Projekts die neuesten Standards entsprechende digitale Veröffentlichung und damit weitreichende Verbreitung einer neuartigen kritischen Ausgabe ihres Textes, begleitet von einer Dokumentation der Textversionen aller primärer und sekundärer Zeugen und der ausgewählten gedruckten Ausgaben, unter Beigabe ausführlicher Handschriftenbeschreibungen. Die Veröffentlichung wird auf der innovativen Web-Plattform Brucheion erfolgen, die für das Projekt entwickelt wird und freien Zugang zu den Texten sowie die Möglichkeit der Untersuchung der Vielfalt der Textüberlieferung bieten wird. Brucheion wird zudem auch als eine frei zugängliche webbasierte virtuelle Forschungsumgebung für mehrere Anwender fungieren. Der kritische Text wird eine gut begründete umfassende Quelle für zukünftige Studien zur klassischen Nyaya-Philosophie darstellen und Grundlage für eine neue philologisch sachkundige Übersetzung des Textes bilden. Das Projekt wird ferner einen substantiellen Beitrag zur Einführung der Digital Humanities und der digitalen Philologie in das Fach leisten.

DFG-Verfahren Sachbeihilfen

Internationaler Bezug Indien, Österreich

Kooperationspartnerinnen / Kooperationspartner Dr. Martin Gluckman; Dr. Andrey Klebanov; Professorin Dr. Karin Preisendanz

Prof. Dr. Eliahu Franco

Prof. Dr. Eliahu Franco

Professor im Ruhestand, Universitätsangehöriger, Projektleiter

Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften

Dr. Philipp André Maas

Dr. Philipp André Maas

Wiss. Mitarbeiter

Indologie
Institutsgebäude
Schillerstraße 6, Raum S 119
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 - 37120
Telefax: +49 341 97 - 37148

Fortsetzende Studie über die zwei neu gefundene buddhistische Sanskrit-Manuskripte eines umfassenden philosophischen Werkes, das Jitāri zugeschrieben wird: Vollendung der ausständigen editorischen Arbeiten und Durchführung weiterer historisch-philosophischer Studien ausgewählter Kapitel

Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Dauer 3 Jahre
Beginn: 1.6.2021
Projektleiter: Dr. Junjie Chu

Es ist seit  langem bekannt, dass in Lhasa eine große Anzahl seltener Sanskrit-Manuskripte erhalten geblieben ist. Jene, die die wichtigsten buddhistischen philosophischen Werke enthalten, wurden 1987 fotografiert. Diese Fotokopien werden zur Zeit im China Tibetology Research Center, Peking, aufbewahrt. Der Zugang zu diesen Dokumenten bleibt jedoch stark eingeschränkt. Der Antragsteller hat das Glück, Zugang zu zwei Manuskripten (112+55 Blätter) erhalten zu haben, die ein sehr wichtiges Werk des Philosophen Jitāri (ca. 940-980 n. Chr.) mit dem Titel "[Eine Sammlung von] Themen der Debatte" (vādasthānāni) enthalten. Dieses Werk besteht aus 22 systematischen Expositionen, die größtenteils bisher völlig unbekannt sind. Das beantragte Projekt wird auf der Grundlage dieser beiden Manuskripte durchgeführt werden.

Jitāri ist ein bekannter buddhistischer Philosoph, der einen starken Einfluss auf die spätere Periode der Geschichte der indischen buddhistischen Philosophie ausübte. In den diversen Kapiteln seiner Vādasthānāni werden verschiedenste Themen diskutiert, wie z.B. die Negation der Existenz des Universalen, die Negation der Existenz Gottes, der Beweis der Vergänglichkeit, der Beweis der Nicht-Existenz des Selbst, der Beweis der Allwissenheit des Buddhas etc. All diese Themen sind Gegenstand langdauernder Debatten zwischen buddhistischen, brahmanischen und Jaina-Philosophen. Bis vor kurzem war unser Wissen über Jitāri jedoch sehr dürftig. Daher kann der Wert dieser neu verfügbaren Materialien kaum überbewertet werden; sie werden nicht nur unsere Einsicht in Jitāris Gedanken erweitern, sondern auch unser Wissen über seine historischen und philosophischen Beziehungen zu anderen Autoren wesentlich bereichern und somit ein besseres Verständnis der späteren Periode der indischen buddhistischen Philosophie in Südasien ermöglichen.

In der vorherigen Phase des von Prof. Eli Franco durchgeführten Projekts (1. Juni 2011 - 31. Mai 2013, DFG-Nummer: FR 2531) wurden vom vorliegenden Antragsteller ein Entwurf einer diplomatischen Ausgabe des gesamten Textes und eine kritische Ausgabe von zwei Kapiteln erstellt. Ziel der beantragten Fortsetzung des Projekts ist es, die ausständigen editorischen Arbeiten zu vollenden d.h., den Entwurf der diplomatischen Ausgabe zu überarbeiten und fertigzustellen, sowie die weiteren Kapitel kritisch zu bearbeiten, um die kritische Ausgabe des gesamten Textes abzuschließen. Auf der Grundlage der kritischen Ausgabe wird eine historisch-philosophische Studie zu einigen ausgewählten Kapiteln durchgeführt. Das Ergebnis wird voraussichtlich in der Reihe „Sanskrit-Texte aus der Autonomen Region Tibet“ des China Tibetology Research Center und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Peking-Wien, veröffentlicht.

Dr. Junjie Chu

Dr. Junjie Chu

Wiss. Mitarbeiter

Indologie
Institutsgebäude
Schillerstraße 6
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 - 37120

Digitale kritische Edition des Nyāyabhāṣya

  • Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    Dauer: (9) 3 Jahre
    2. Projektphase
    Beginn: 01.07.2019
    Projektleiter: Prof. Dr. Eli Franco
    Es werden abschließende Arbeiten mittels Werkvertrag ausgeführt.

Der Nyaya („Logik“) ist eine der wichtigsten Traditionen der klassischen indischen Philosophie. Seine grundlegende Schrift, das Nyayasutra, besteht aus fünf Kapiteln und wird dem Weisen Aksapada zugeschrieben. In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts wurde der Text von anonymen Bearbeitern weitgehend festgelegt und kurz danach von Paksilasvamin Vatsyayana kommentiert. Vatsyayanas Kommentar, das Nyayabhasya, ist für unser Verständnis der frühen Phase der Nyaya-Philosophie und die Rekonstruktion der frühesten Form des Nyayasutra außerordentlich wichtig. Ferner erweitert er unsere Kenntnis der anderen philosophischen Traditionen der klassischen Periode, deren Literatur nur teilweise erhalten ist.

Trotz dieser großen Bedeutung für die Erforschung der indischen Philosophiegeschichte ist das Nyayabhasya bisher nicht kritisch ediert worden. Die Notwendigkeit einer kritischen Ausgabe wurde durch ein von der DFG finanziertes Pilotprojekt zum 5. Kapitel und drei vom FWF geförderte Projekte zu den Kapiteln 1–2 an der Universität Wien hinreichend dokumentiert. Das DFG-Langzeitprojekt bezweckt die kritische Ausgabe von Kapitel 3–4, die in dialektischer Form zentrale metaphysische, epistemologische, theologische und soteriologische Fragen behandeln. Um den kritischen Text zu erstellen, werden 15 Handschriften verwendet, die aus stemmatischer Sicht aus 41 verfügbaren ausgewählt wurden. Sie sollen durch eine Anzahl weiterer Handschriften, nach philologischer Bewertung ihrer Lesarten und der Durchführung verschiedener phylogenetischer Analysen ihrer Texte, ergänzt werden. Surrogate der relevanten Handschriften, vor allem aus Indien, sind bereits verfügbar. Neben der gedruckten kritischen Ausgabe der beiden Kapitel ist ein Hauptziel des Projekts die neuesten Standards entsprechende digitale Veröffentlichung und damit weite Verbreitung einer neuartigen kritischen Ausgabe ihres Textes, begleitet von einer Dokumentation der Textversionen aller primärer und sekundärer Zeugen und ausgewählter gedruckter Ausgaben und unter Zugabe ausführlicher Handschriftenbeschreibungen. Die Veröffentlichung erfolgt auf der innovativen Web-Plattform Brucheion, die für das Projekt entwickelt wurde und freien Zugang zu den Texten sowie die Möglichkeit der Untersuchung der Vielfalt der Textüberlieferung bieten wird. Der kritische Text wird eine verlässliche, gut begründete umfassende Quelle für zukünftige Studien zur klassischen Nyaya-Philosophie sein und Grundlage für eine neue philologisch sachkundige Übersetzung des Textes darstellen. Das Projekt wird einen substantiellen Beitrag zur Einführung der Digital Humanities und der digitalen Philologie in das Fach leisten, mit der Etablierung neuer Vorgehensweisen und Methoden im Bereich der Stemmatik und Darstellung von Daten, die auch in jedem anderen geisteswissenschaftlichen Fach, wie z.B. der klassischen Philologie, angewandt werden können, in dem kritische Ausgaben auf Basis einer großen Anzahl von Handschriften unternommen werden.

Mitarbeitende

Prof. Dr. Eliahu Franco

Prof. Dr. Eliahu Franco

Professor im Ruhestand, Universitätsangehöriger, Projektleiter

Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften

Dr. Philipp André Maas

Dr. Philipp André Maas

Wiss. Mitarbeiter

Indologie
Institutsgebäude
Schillerstraße 6, Raum S 119
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 - 37120

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Malerei mit Darstellung von Höllenszenen aus Höhle 199 der buddhistischen Felshöhlen von Kizil, China, 2010, Foto: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Jürgen Liepe
Malerei aus Höhle 199 der buddhistischen Felshöhlen von Kizil, China, 2010, Foto: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Jürgen Liepe

Wissenschaftliche Bearbeitung der buddhistischen Höhlenmalereien in der Kuča-Region der nördlichen Seidenstraße

In den buddhistischen Höhlenanlagen der an der Nördlichen Seidenstraße gelegenen Kuča-Region (Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang, VR China) finden sich beeindruckende Wandmalereien aus dem ca. 5. bis 10. Jahrhundert. Diese werden nun erstmalig komplett erschlossen, dokumentiert und wissenschaftlich ausgewertet. Mitarbeiter des Forschungsvorhabens der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig erfassen sämtliche Malereien dieser Region wissenschaftlich kommentiert in einem datenbankgestützten Informationssystem. Hinzugezogen werden dafür auch Fragmente, die in Museen und Sammlungen weltweit aufbewahrt werden, sowie Malereien, die nur noch fotografisch, zeichnerisch oder in Beschreibungen erhalten sind. Ziel ist es, die Bildprogramme sowie die Darstellungsinhalte der Malereien, ihre literarische Basis und ggf. die Zugehörigkeit zu buddhistischen Schulen zu dokumentieren und kulturgeschichtlich auszuwerten. Dabei werden auch die Einflüsse von bildlichen Traditionen aus Indien, Iran, der klassischen Antike und China untersucht.
Mit diesem Projekt wird an der Akademie in Leipzig – in Kooperation mit Wissenschaftlern in verschiedenen europäischen Ländern, China, Japan und den USA – das weltweit größte Zentrum für die Erforschung der Kuča-Malereien aufgebaut. Erstmalig können buddhistische Höhlenmalereien in ihrer Gesamtheit für die religions-, kunst- und kulturwissenschaftliche Erforschung des Buddhismus und dessen Verbreitung nach Ostasien zugänglich gemacht werden.

Dieses Forschungsvorhaben ist Teil im Akademienprogramm, das als derzeit größtes geistes- und kulturwissenschaftliches Langfrist-Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland von Bund und Ländern getragen wird. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Website der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

Leitung des Projekts

Prof. Dr. Monika Zin

Prof. Dr. Monika Zin

Arbeitsgruppenleiterin Kuča-Projekt

Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Straße des 17. Juni 2
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 9737-820

Sprechzeiten
Beratungstermine bitte per E-Mail vereinbaren.


Prof. Dr. Eliahu Franco

Prof. Dr. Eliahu Franco

Professor im Ruhestand, Universitätsangehöriger, Projektleiter

Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften

Mañjughoṣa Translation Project

Unter dem Titel “Mañjughoṣa Translation Project Leipzig” ist es Mitarbeitern des Instituts gelungen, ein erstes Übersetzungsstipendium der 84000: Translating the Words of the Buddha-Initiative zum Āryākṣayamatiparipṛcchānāmamahāyānasūtra (’Phags pa Blo gros mi zad pas zhus pa zhes bya ba theg pa chen po’i mdo, Tôh. no. 89) einzuwerben. 84000: Translating the Words of the Buddha ist eine international tätige gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, den tibetisch-buddhistischen Kanon in seiner Gesamtheit in westliche Sprachen zu übersetzen. Am Projekt beteiligte Mitarbeiter sind unter anderem Dr. Rolf Scheuermann , Prof. Dr. Per Kjeld Sørensen (Prof. em. Universität Leipzig) und Stefan Schley, M. A.. . Weitere beteiligte Personen: Prof. Dr. Lewis Doney  und Tashi Bhutia (Karmapa International Buddhist Institute, New Delhi).

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