Personenprofil
Kurzprofil
Bernadett Bigalke war von 2014 bis 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Religionswissenschaftlichen Institut. Seit 2021 hat sie eine Juniorprofessur inne.
Die Schwerpunkte ihrer Forschung sind die Verflechtung der Handlungsfelder Religion und Medizin, der Katholizismus in der Moderne, die Esoterikforschung sowie die Neuen religiösen Bewegungen im 19. und 20. Jahrhundert und die Geschlechter- und Körpergeschichte. Ihr Lehrangebot umfasst Themen der europäischen und nordamerikanischen Religionsgeschichte.
Berufliche Laufbahn
- 07/2017 - 06/2019
Uni-Bund Halle, Jena und Leipzig: Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen - seit 10/2021
Universität Leipzig: Juniorprofessorin am Religionswissenschaftlichen Institut - seit 10/2014
Universität Leipzig: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Religionswissenschaftlichen Institut - 09/2013 - 09/2014
Universität Potsdam: Akademische Mitarbeiterin am Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft / Lehrstuhl Christentum - 05/2009 - 10/2010
Deutsches Hygiene-Museum Dresden: Wissenschaftliche Assistentin für die Sonderausstellung „Kraftwerk Religion: Eine Ausstellung über Gott und die Menschen“
Ausbildung
- 10/2005 - 12/2013
Universität Erfurt: Kollegiatin am Max-Weber-Kolleg für sozial- und kulturwissenschaftliche Studien - 03/2015 - 07/2017
Hochschuldidaktisches Zentrum Sachsen: Zertifikatsprogramm Modul 1 und 2 - 10/1997 - 03/2003
Universität Leipzig: Magisterstudium der Religionswissenschaft und Ethnologie
Die Schwerpunkte liegen auf der Esoterikforschung und dem Katholizismus der Moderne seit dem 19. Jahrhundert. Von besonderem Interesse sind dabei die Art der Beziehungen zwischen dem religiösen und dem medizinischen Feld sowie die Rolle des menschlichen Körpers in der Religionsgeschichte der Moderne.
Das aktuelle Projekt untersucht in einem diachronen Vergleich marginalisierte und hoch umstrittene katholische Frömmigkeitspraktiken, wie etwa radikale Nahrungsabstinenz. Aus wissensgeschichtlicher Perspektive werden die Aushandlungsprozesse der verschiedenen Interpretationsgemeinschaften sowie die Frömmigkeitspraxis aus der Perspektive der „lived religion” untersucht.
- Details ansehenBigalke, B.„Mir langt der Heiland“: Vorstudie zu religiös begründeter Nahrungsabstinenz im modernen KatholizismusZeitschrift für Religionswissenschaft. 2022. 30 (1). S. 22–59.
- Details ansehenBigalke, B.Krankheitslehren, Heilkonzepte und therapeutische Praktiken in Theosophie und Mazdaznan in der ersten Hälfte des 20. JahrhundertsIn: Tulaszekwski, M.; Hock, K. (Hrsg.)Was Heilung bringt : Krankheitsdeutung zwischen Religion, Medizin und Heilkunde. Bielefeld: transcript. 2020. S. 21–40.ISBN: 978-3-8376-5042-6
- Details ansehenBigalke, B.Religion and Medicine in Mazdaznan: Distinction without DifferentiationCompanion to the Study of Secularity. 2019.
- Details ansehenBigalke, B.Healthy, Happy, Holy: ‚Yoga‘ und Selbstverhältnisse um 1900 und um 1970In: Siegfried, D.; Templin, D. (Hrsg.)Lebensreform um 1900 und Alternativmilieu um 1980 : Kontinuitäten und Brüche in Milieus der gesellschaftlichen Selbstreflexion im frühen und späten 20. Jahrhundert. Göttingen: V&R unipress. 2019. S. 61–86.ISBN: 978-3-8471-1012-5
- Details ansehenBigalke, B.Lebensreform und Esoterik um 1900: Die Leipziger alternativ-religiöse Szene am Beispiel der Internationalen Theosophischen VerbrüderungWürzburg: Ergon Verlag. 2016.ISBN: 978-3-95650-143-2
In der Lehre bietet Bernadett Bigalke Themen aus dem Bereich der europäischen und nordamerikanischen Religionsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an. Neben Gesamtüberblicken zur Geschichte des Christentums werden vertiefenden Kurse angeboten, die religionskundliche und historisch-soziologische Fragestellungen miteinander verbinden. Das Themenspektrum umspannt religiöse Praktiken (Ernährung, Pilgern, Heilung), Institutionengeschichte bis hin zu kosmologischen und anthropologischen Fragestellungen (esoterische Körperbilder, Erlösungsvorstellungen). Ein zweiter Schwerpunkt in der Lehre sind die Einführungsveranstaltungen für Bachelor und Master sowie Kolloquien in Vorbereitung auf die Abschlussarbeiten.