Jun.-Prof. Dr. Bernadett Bigalke

Jun.-Prof. Dr. Bernadett Bigalke

Juniorprofessorin

Religionswissenschaft (JP)
Institutsgebäude
Schillerstraße 6, Raum 115
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 - 37163
Telefax: +49 341 97 - 37169

Kurzprofil

Bernadett Bigalke war von 2014 bis 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Religionswissenschaftlichen Institut. Seit 2021 hat sie eine Juniorprofessur inne. 

Die Schwerpunkte ihrer Forschung sind die Verflechtung der Handlungsfelder Religion und Medizin, der Katholizismus in der Moderne, die Esoterikforschung sowie die Neuen religiösen Bewegungen im 19. und 20. Jahrhundert und die Geschlechter- und Körpergeschichte. Ihr Lehrangebot umfasst Themen der europäischen und nordamerikanischen Religionsgeschichte.



Berufliche Laufbahn

  • 07/2017 - 06/2019
    Uni-Bund Halle, Jena und Leipzig: Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen
  • seit 10/2021
    Universität Leipzig: Juniorprofessorin am Religionswissenschaftlichen Institut
  • seit 10/2014
    Universität Leipzig: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Religionswissenschaftlichen Institut
  • 09/2013 - 09/2014
    Universität Potsdam: Akademische Mitarbeiterin am Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft / Lehrstuhl Christentum
  • 05/2009 - 10/2010
    Deutsches Hygiene-Museum Dresden: Wissenschaftliche Assistentin für die Sonderausstellung „Kraftwerk Religion: Eine Ausstellung über Gott und die Menschen“

Ausbildung

  • 10/2005 - 12/2013
    Universität Erfurt: Kollegiatin am Max-Weber-Kolleg für sozial- und kulturwissenschaftliche Studien
  • 03/2015 - 07/2017
    Hochschuldidaktisches Zentrum Sachsen: Zertifikatsprogramm Modul 1 und 2
  • 10/1997 - 03/2003
    Universität Leipzig: Magisterstudium der Religionswissenschaft und Ethnologie

Die Schwerpunkte liegen auf der Esoterikforschung und dem Katholizismus der Moderne seit dem 19. Jahrhundert. Von besonderem Interesse sind dabei die Art der Beziehungen zwischen dem religiösen und dem medizinischen Feld sowie die Rolle des menschlichen Körpers in der Religionsgeschichte der Moderne.

Das aktuelle Projekt untersucht in einem diachronen Vergleich marginalisierte und hoch umstrittene katholische Frömmigkeitspraktiken, wie etwa radikale Nahrungsabstinenz. Aus wissensgeschichtlicher Perspektive werden die Aushandlungsprozesse der verschiedenen Interpretationsgemeinschaften sowie die Frömmigkeitspraxis aus der Perspektive der „lived religion” untersucht.


  • Bigalke, B.
    „Mir langt der Heiland“: Vorstudie zu religiös begründeter Nahrungsabstinenz im modernen Katholizismus
    Zeitschrift für Religionswissenschaft. 2022. 30 (1). S. 22–59.
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  • Bigalke, B.
    Krankheitslehren, Heilkonzepte und therapeutische Praktiken in Theosophie und Mazdaznan in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
    In: Tulaszekwski, M.; Hock, K. (Hrsg.)
    Was Heilung bringt : Krankheitsdeutung zwischen Religion, Medizin und Heilkunde. Bielefeld: transcript. 2020. S. 21–40.
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  • Bigalke, B.
    Religion and Medicine in Mazdaznan: Distinction without Differentiation
    Companion to the Study of Secularity. 2019.
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  • Bigalke, B.
    Healthy, Happy, Holy: ‚Yoga‘ und Selbstverhältnisse um 1900 und um 1970
    In: Siegfried, D.; Templin, D. (Hrsg.)
    Lebensreform um 1900 und Alternativmilieu um 1980 : Kontinuitäten und Brüche in Milieus der gesellschaftlichen Selbstreflexion im frühen und späten 20. Jahrhundert. Göttingen: V&R unipress. 2019. S. 61–86.
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  • Bigalke, B.
    Lebensreform und Esoterik um 1900: Die Leipziger alternativ-religiöse Szene am Beispiel der Internationalen Theosophischen Verbrüderung
    Würzburg: Ergon Verlag. 2016.
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weitere Publikationen

In der Lehre bietet Bernadett Bigalke Themen aus dem Bereich der europäischen und nordamerikanischen Religionsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an. Neben Gesamtüberblicken zur Geschichte des Christentums werden vertiefenden Kurse angeboten, die religionskundliche und historisch-soziologische Fragestellungen miteinander verbinden. Das Themenspektrum umspannt religiöse Praktiken (Ernährung, Pilgern, Heilung), Institutionengeschichte bis hin zu kosmologischen und anthropologischen Fragestellungen (esoterische Körperbilder, Erlösungsvorstellungen). Ein zweiter Schwerpunkt in der Lehre sind die Einführungsveranstaltungen für Bachelor und Master sowie Kolloquien in Vorbereitung auf die Abschlussarbeiten.