Der Studiengang vereint die Fächer Alte Geschichte, Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte. Er vermittelt Ihnen Grundkenntnisse zu den urgeschichtlichen und antiken Kulturen im erweiterten europäischen Raum (inklusive der südlichen Mittelmeeranrainer). Zugleich erhalten Sie eine Einführung in die zahlreichen Quellengattungen der Altertumswissenschaften sowie in die vielfältigen geschichts-, kultur- und naturwissenschaftlichen Methoden zu deren Erforschung.

Geänderte Bewerbungsfristen für Erstsemester

Aufgrund der Corona-Pandemie gelten für Erstsemester-Bewerbungen zum Wintersemester 2021/2022 veränderte Fristen.
Bitte informieren Sie sich auf unserer Seite „Bewerbungsfristen“ über die aktuellen Daten.

Die unten stehenden Bewerbungsfristen für Erstsemester sind derzeit nicht gültig.

Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften
  • Studientyp

    grundständig
  • Abschluss

    Bachelor of Arts
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Vollzeit, Teilzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    zulassungsfrei
  • Regelstudienzeit

    6 Semester

  • Leistungspunkte

    180

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Video "Das sagen die Studierenden"

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife, Fachgebundene Hochschulreife

  • Kenntnisse in einer modernen europäischen Fremdsprache auf Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens

Je nach Spezialisierung müssen Kenntnisse in einer weiteren modernen oder alten europäischen Fremdsprache (Altgriechisch, Latein) auf Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens spätestens bis zur Anmeldung der Bachelorarbeit nachgewiesen werden.

Inhalte

Zu Studienbeginn erwerben Sie in einer einjährigen Orientierungsphase zunächst Grundkenntnisse in allen drei Fächern, die der Studiengang umfasst. Danach wählen Sie nach einer verpflichtenden Studienberatung am Ende des zweiten Fachsemesters ein Fach als Schwerpunkt aus:

  • Alte Geschichte (Fokus auf schriftlichen Überlieferungen der griechisch-römischen Antike, ca. 8. Jh. v. Chr. – 5. Jh. n. Chr.),
  • Klassische Archäologie (Fokus auf materiellen Hinterlassenschaften der griechisch-römischen Antike, ca. 1500 v. Chr. – 500 n. Chr.),
  • Ur- und Frühgeschichte (Fokus auf materiellen Hinterlassenschaften schriftloser Kulturen, ca. 5 Millionen Jahre – 1000 n. Chr.).

In der Schwerpunktphase im zweiten und dritten Studienjahr müssen Sie je nach Spezialisierung bestimmte Sprachkenntnisse erwerben. Für die Schwerpunkte Klassische Archäologie und Alte Geschichte ist dies das Latinum oder Graecum und für den Schwerpunkt Ur- und Frühgeschichte eine weitere moderne europäische Fremdsprache auf Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens.

Zudem sind bestimmte Praktika (Sammlung, Museum oder Lehrgrabung) zu absolvieren.

In der Schwerpunktphase ermöglichen Ihnen interdisziplinäre Module trotz der Spezialisierung aber weiterhin Einblicke in alle am Studiengang beteiligten Fächer und behandeln fachübergreifend bestimmte Fragestellungen. Im Studium üben Sie den Umgang mit materiellen und schriftlichen Hinterlassenschaften vergangener Epochen Alteuropas und deren Erschließung als umwelt-, sozial-, wirtschafts-, kunst- und kulturhistorische Quellen ein. Sie erlernen die Analyse, Beurteilung und Interpretation von Fundplätzen, Fundregionen, Fundkomplexen, Grabungsdokumentationen, visuellen und textuellen Kommunikationsformen und künstlerischen Phänomenen.

Über die Pflichtmodule hinaus können Sie im Wahlbereich Kurse aus anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern belegen, um ein interdisziplinäres Studienprofil zu entwickeln.

Der Studienaufbau ist zweigliedrig. Nach einer einjährigen Orientierungsphase ist eine Schwerpunktsetzung in einem der beteiligten drei Fächer (Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie, Alte Geschichte) vorgesehen. Im Zusammenhang mit der Schwerpunktwahl ist am Ende des 2. Fachsemesters eine obligatorische Studienfachberatung zur Schwerpunktwahl vorgesehen. Durch die Spezialisierungsmöglichkeit wird die Anschlussfähigkeit an die entsprechenden forschungsorientierten Masterstudiengänge (Archäologie der Alten Welt bzw. Klassische Antike) gewährleistet. Je nach Spezialisierung sind im Verlauf des Studiums Kenntnisse einer weiteren Sprache nachzuweisen: Latinum, Graecum oder eine moderne europäische Fremdsprache B1.

Das Bachelorstudium ist ein Vollzeitstudium (180 LP), das auf Antrag aber auch in Teilzeit absolviert werden kann, und setzt sich aus einem Kernfach (140 LP) und einem Wahlbereich (40 LP) zusammen. Im Kernfachbereich ist ein Bereich fachnaher Schlüsselqualifikationen im Umfang von insgesamt 20 LP enthalten, der sich auf den Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen bezieht sowie ein Bereich fakultätsübergreifender Schlüsselqualifikationen nach Wahl der Studierenden (10 LP).

Die Studieninhalte werden in Modulen vermittelt. Module bezeichnen einen Verbund zeitlich begrenzter, in sich geschlossener, methodisch oder inhaltlich ausgerichteter Lehrveranstaltungen. Module werden entsprechend ihrem Arbeitsaufwand (Workload) mit Leistungspunkten (LP) versehen. Sie werden mit einer Modulprüfung abgeschlossen, die aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen besteht und auf deren Grundlage Leistungspunkte vergeben werden. Bei den Modulen wird zwischen Pflicht- und Wahlpflichtmodulen unterschieden. Erstere müssen von allen Studierenden belegt werden. Letztere können die Studierenden innerhalb eines bestimmten Angebots frei auswählen.

Es werden insgesamt folgende Module angeboten: drei Basismodule, sechs fachspezifische Schwerpunktmodule, drei berufsfeldspezifische Praxismodule, drei fachspezifische Vertiefungsmodule und zwei interdisziplinäre Module. Die Lehrveranstaltungen der Basismodule dienen der Vermittlung von methodischen Grundkenntnissen und von Grundlagenwissen der archäologischen und altertumswissenschaftlichen Disziplinen.

Im ersten Studienjahr werden die Studierenden durch die Basismodule in Methoden und Grundwissen der am Studiengang beteiligen Fächer eingeführt. Parallel dazu soll der Einstieg in die fachnahen Schlüsselqualifikationsmodule erfolgen.

In den Schwerpunktmodulen (ab dem 2. Studienjahr) werden stärker fachspezifisch definierte Inhalte und Methoden der beteiligten Fächer thematisiert.

Die Praxismodule dienen dazu, praktische Fertigkeiten im Umgang mit archäologischen Befunden und Fundobjekten sowie die öffentlichkeitswirksame Vermittlung fachwissenschaftlicher Erkenntnisse einzuüben.

In den interdisziplinären Modulen werden fachübergreifende relevante Methodenfragen erörtert.

Das Vertiefungsmodul (im 3. Studienjahr) begleitet Themenwahl und Ausarbeitung der Bachelorarbeit, die zu einem Thema aus dem Spezialisierungsbereich studienbegleitend angefertigt wird. Hier verschaffen sich die Studierenden einen vertieften Einblick in die methodischen Voraussetzungen der archäologischen bzw. altertumskundlichen Arbeit und in die Grundlagen wissenschaftlicher Modell- und Theoriebildung.

  • interdisziplinärer Studiengang mit enger Verknüpfung unterschiedlicher archäologischer und historischer Fächer
  • praxisorientierte Lernformen, z.B. Praktikum in Museen, Denkmalpflege oder Wissenschaftsverlagen, Teilnahme an Lehr- und Forschungsgrabungen, Praktika in universitären Sammlungen (Antikenmuseum mit Sammlung der Gipsabgüsse, Sammlung Ur- und Frühgeschichte, Papyrussammlung)
  • Erwerb weiterer Sprachkenntnisse: je nach Schwerpunkt Latinum, Graecum oder eine moderne europäische Fremdsprache (Niveau B1)
  • ein Auslandsaufenthalt ist möglich

Sie können in fachnahen Berufsfeldern arbeiten, z. B.:

  • im Ausstellungs- und Kulturmanagement im weiteren Sinne,
  • im Verlagswesen,
  • im Bereich der Print- und digitalen Medien,
  • in der Erwachsenenbildung,
  • in der Touristik.

Im Studium erwerben Sie Sprachkompetenzen, Fähigkeiten zur eigenständigen Problemlösung, zur methodisch reflektierten Argumentation, zur transparenten und intelligenten Präsentation und zur Analyse komplexer Zusammenhänge, die Sie auf verschiedene Tätigkeiten in diesen Bereichen vorbereiten.

Der Bachelorabschluss ermöglicht es Ihnen - entsprechend Ihrer Schwerpunktsetzung - ein forschungsorientiertes Masterstudium entweder in der Alten Geschichte, der Klassischen Archäologie oder in der Ur- und Frühgeschichte aufzunehmen. Der Berufseinstieg in eines der traditionellen Arbeitsgebiete der Archäologie (z. B. Museum, Bodendenkmal- und Denkmalpflege, nationale und internationale Forschungsinstitutionen) ist mit dem Masterabschluss zwar möglich, meistens wird jedoch eine höhere fachliche Qualifikation gefordert. Gleiches gilt für eine wissenschaftliche Karriere.

Der Studiengang beinhaltet je nach gewähltem Schwerpunkt ein verpflichtendes Praktikum im Umfang von 10 Leistungspunkten. Dieses Praktikum können Sie erbringen, indem Sie entsprechende praxisorientierte Wahlpflichtmodule belegen oder sich ein Praktikum im Umfang von vier Wochen selbst organisieren.

Schwerpunkt Klassische Archäologie:

  • Praktikum in einem Museum, in der Denkmalpflege oder in einem Wissenschaftsverlag

Schwerpunkt Ur- und Frühgeschichte:

  • Lehrgrabung/Grabungspraktikum aus dem Angebot der Ur- und Frühgeschichte oder von einem anderen fachlich ausgewiesenen Anbieter, z. B. Deutsches Archäologisches Institut, Denkmalpflegeämter, Grabungen anderer Universitäten

Schwerpunkt Alte Geschichte:

  • Praktikum in der Papyrussammlung der Universitätsbibliothek

Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums wird grundsätzlich empfohlen.

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): nein
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09.
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Beachten Sie unbedingt unsere weiteren Hinweise auf der Seite "Online-Bewerbung".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS und 5. FS - jeweils zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS, 4. FS und 6. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Studierende verschwommen im Hintergrund im Seminarraum, Foto: Christian Hüller
Eine Studentin im schwarzen Talar springt in die Luft vor Freude, Foto: Christian Hüller
Poträt von Oliver Bräckel, M.A., Foto: privat

Ausstellung „Zum Greifen nah“ im Antikenmuseum der Uni Leipzig

Studierende der Kunstpädagogik und Archäologie gestalten Teile der Ausstellung für blinde und sehschwache Menschen um.

Foto von Uwe Kraus draußen bei einer Messung, Foto: privat
Studentin vor Wand mit Glühbirne über dem Kopf, Foto: Christian Hüller
In der Mitte des Seminarraums stehen antike Vasen auf Tischen und Studierende sitzen darum und schauen sich mit Handschuhe Scherben an, Foto: Christian Hüller
Mehrere weiße Gipsabgüsse von Büsten stehen nebeneinander, Foto: Christian Hüller
Zwei Studenten halten gemeinsam eine Scherbe mit Handschuhen, Foto: Christian Hüller