PD Dr. Birgit Heise

PD Dr. Birgit Heise

Wiss. Mitarbeiterin

Musikwissenschaft (Musikgeschichte 19. - 21. Jahrhundert)
Städt. Kaufhaus
Neumarkt 9, Raum 315
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-30457
Telefax: +49 341 97-30459

Kurzprofil

Am musikwissenschaftlichen Intitut bin ich mit Forschung und Lehre sowie als Studienfachberaterin und Master-Beauftragte fest integriert. Von 1992 bis 2018 war ich als Kustodin am Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig tätig. Sammlungskataloge ("Idiophone und Membranophone" 2002) sowie Sonderausstellungen mit Katalogen (zur Deutschen Posaune 2010, zum Instrumentarium R. Wagners 2013, zu Musikautomaten 2017) prägten jene Jahre ebenso wie regelmäßige Lehre. Aus dieser Zeit resultieren meine Schwerpunktthemen: Instrumentenkunde und Akustik sowie Leipziger Musikgeschichte, Aufführungspraxis, Musik früher Kulturen, außereuropäische Musikinstrumente und Museumswesen. Nach meiner Habilitation zu "Leipzig als Zentrum der Musikautomatenproduktion 1880 bis 1930" bin ich an dieses Institut gewechselt.

Seit 2016 bin ich Mitglied der Strukturkommission für Germanistik, Kunst- und Musikwissenschaft der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.


Berufliche Laufbahn

  • 02/1993 - 04/2018
    Anstellung als Kustodin am Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig; Lehrtätigkeit zu Instrumentenkunde und Akustik.
  • seit 04/2018
    wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig

Ausbildung

  • 08/1983 - 07/1988
    Studium Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Diplom
  • 08/1988 - 07/1992
    Forschungsstipendium in Halle für Promotion; Dissertation über „Darstellungen von Musikinstrumenten und musizierenden Personen in und an sächsischen Kirchen von 1230-1600“

Die Beschäftigung mit Musikinstrumenten prägt meinen wissenschaftliches Profil seit Anbeginn. In der umfangreichen Leipziger Musikinstrumentensammlung konnte ich mehrere Teilbestände erschließen und katalogisieren (Idiophone, Membranophone, außereuropäische Instrumente, Posaunen, mechanische Instrumente). Darüber hinaus interessieren mich gleichermaßen die Aufführungspraxis und Instrumentation, insbesondere zu erkennen an meiner 2013 erfolgten Ausstellung mit Katalog zu Richard Wagners Klangfarben und Sonderwünschen ("Goldene Klänge im mystischen Grund"). Im Zusammenhang mit der Akustik habe ich mich mit E.F.Chladni und dessen Friktionsinstrumenten näher befasst (siehe Publikationsliste).

Seit 10 Jahren stehen selbstspielende Instrumente und deren historische Tonträger im Fokus meiner Forschungsaktivität. Sie stellte auch das Thema meiner Habilitationsschrift dar. Derzeit erfolgt die Aufarbeitung des riesigen Archivbestandes zur Firma Ludwig Hupfeld mit hunderten Dokumenten namhafter Pianisten.

Zudem befasse ich mich auf dem Gebiet der Musikikonographie mit Zeugnissen der Musikausübung an historischen Gebäuden sowie mit ur- und frühgeschichtlichen Instrumentenfunden in Mitteldeutschland.

In den Lehrveranstaltungen ist mir das Zusammenspiel von Theorie und Praxis wichtig. Zu den ständigen Angeboten zählen daher "Akustische Experimente im Soundstudio"; hier werden in Kleingruppen Klänge aufgenommen und analysiert sowie der Synthesizer u.a. Instrumente kennen gelernt. In Archivseminaren sowie bei Museumsbesuchen können Fertigkeiten im Umgang mit jenen Institutionen geübt werden. Studierende befassen sich ganz praktisch z.B. mit Besucherbefragungen an der Notenspur oder wie eine Führung funktioniert.

Zu meinen ständig angebotenen Themen gehören außerdem Seminare zur Musikpsychologie. In Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut Leipzig werden Fragen über die Wirkung von Musik auf den Hörer oder z.B. psychoakustische Phänomene genauer untersucht.

An der Martin-Luther-Universität Halle biete ich Lehrveranstaltungen im Händelhaus zu den Themen Instrumentenkunde und Akustik.