Im antiken Griechenland wurden Tongefäße für den festlichen Gebrauch noch vor dem Brand mit Figuren verziert. Zu Bildern mit Herakles in unserem Museum erzählen wir Euch – mit einem Augenzwinkern – die Geschichten, die dahinter stecken. Aus Ton geschaffen, belebt sie der Leipziger Journalist Karsten Pietsch (in der Stadt auch als Hieronymus Lotter unterwegs) mit dem Ton seiner Worte.

Die Bilder auf den Gefäßen sind nicht mit Farben gemalt. Sie bestehen aus demselben Material wie das Gefäß selbst, aus Ton. Als Malmaterial diente ein besonders feiner Ton, der sich beim Brennen schwarz verfärbt. Er wurde auf die Oberfläche des Gefäßes aufgetragen, die im Brand ihren markanten roten Farbton erhielt.

Vielleicht habt Ihr die Bilder in einem Museum schon einmal gesehen, vielleicht kennt Ihr die eine oder andere Geschichte. Doch mal ehrlich: Wisst Ihr, was da tatsächlich passiert ist? Begebt Euch mit uns auf eine Zeitreise und hört, was sich hinter den Bildern des Herakles verbirgt. Wir versprechen Euch, Ihr werdet staunen! Vielleicht war die Geschichte doch nicht immer so, wie Ihr sie gehört habt?

Junge betrachtet eine griechische Schale in einer Vitrine.
Kleine Besucher im Antikenmuseum, Foto: feinesbild

Habt ihr nun Lust bekommen? Zu Bildern mit Herakles in unserem Museum erzählen wir euch - mit einem Augenzwinkern - die Geschichten, die dahinter stecken.

Viele haben vielleicht schon einmal gehört, dass eine besonders schwere Aufgabe als "Heraklestat" bezeichnet wird. Doch warum heißt es eigentlich so? Was hat es mit diesen besonderen Aufgaben auf sich? Was waren die Aufgaben? Und wie kam Herakles überhaupt dazu? In unserer kleinen Reihe wollen wir uns den Helden  genauer anschauen und seine Geschichte besser verstehen.

Heute erzählt euch ein Museumsführer wie Herakles zu seinen zwölf Aufgaben kam. Unsere kleine Halsamphora zeigt eine Szene aus genau dieser Geschichte.

Klickt dafür einfach auf Play und ihr werdet mehr erfahren.

Hört! Hört! Herakles raubt den Dreifuß des Apoll

Die Protagonisten

Amphora mit Darstellung des Herakles wie er den Dreifuß des Apoll stiehlt.
Herakles rechts im Bild versucht den Dreifuß des Apoll zu stehlen. Apoll steht links und hält ebenfalls den Dreifuß und will ihn festhalten.
Der Gott Apoll hält den Dreifuß fest.
Herakles versucht den Dreifuß zu stehlen.

Und wie geht es weiter?

Als erstes seiner Abenteuer musste Herakles den "unbesiegaren" Löwen von Nema besiegen. Wie ihm das gelang, erfahrt ihr als nächstes.

Nachdem Herakles zu seinem Orakelspruch kam, trat er den zwölfjährigen Dienst bei Eurystheus an. Als erste Aufgabe sollte er einen furchteinflößenden Löwen, der in den Wäldern von Nemea sein Unwesen trieb, besiegen.

Allerdings hört man ofmals vom Ausgang des Kampfes und selten, wie der Kampf wirklich verlief. Unsere Trinkschale zeigt einen Moment während genau dieses Kampfes.

Aber auch wir wussten nicht, dass er im Stadion von Nemea stattfand und dass ein Reporter von Radio Athen darüber berichtete.

Doch hört selbst: Klickt dafür einfach auf Play und ihr werdet mehr erfahren.

Herakles besiegt einen 'unbesiegbaren' Löwen
Herakles ringt den nemeischen Löwen zu Boden und hat die Arme um dessen Hals geschlungen.
Nahaufnahme wie Herakles mit dem nemeischen Löwen ringt.
Nahaufnahme wie Herakles die Arme um den Hals des nemeischen Löwen geschlungen hat.

Und wie geht es weiter?

Nachdem Herakles 11 Abenteuer bestanden hatte, machte er sich auf den Weg in die Unterwelt. Als letzte seiner Aufgaben sollte er Kerberos, der den Eingang zur Unterwelt bewachte, zu Eurystheus bringen. Wie er es schaffte, erfahrt ihr als nächstes.

Mit einem großen Satz springen wir nach vorn und kommen zum letzten und gefährlichsten Abenteuer des Herakles. Um ihn endlich loszuwerden, schickt ihn Eurystheus in die Unterwelt.

Dort hatte ein grässlicher und gefährlicher Hund die Aufgabe, den Eingang zu bewachen. Und genau diesen Hund sollte Herakles zu Eurystheus bringen.

Doch wie soll er eine Bestie mit drei Köpfen besiegen? Wie die Oberwelt verlassen und in die Unterwelt gelangen? Um genau dies zu erfahren, steigen wir hinab, um den Höllenhund zu treffen und ihn berichten zu lassen.

Doch hört selbst: Klickt einfach auf Play und ihr werdet mehr erfahren.

Hört! Hört! Herakles bändigt den dreiköpfigen Hund Kerberos
Rotfigurige Tonscherbe mit Herakles links und Kerberos rechts im Bild
Herakles steht mit einem Löwenfell um die Schulter und hält in der rechten Hand eine Keule.
Tonscherbe mit dem sitzenden dreiköpfigen Hund Kerberos.

Und wie geht es weiter?

Nachdem Herakles diese letzte Aufgabe bestanden hatte, wurde er von Eurystheus entlassen. Er kehrte in seine Geburtsstadt Theben zurück und heiratate seine zweite Frau Deianeira. Was beide erlebten, als als sie einen reißenden Fluss überqueren wollten, erfahrt ihr als nächstes.

Nachdem Herakles die 12 Aufgaben des Eurystheus bestanden hat, begibt er sich auf eine Reise mit seiner neuen Frau Deianeira. Auf ihrem Weg kommen sie an einen Fluss, an dem der Kentaur Nessos, ein Pferdemensch, wacht. Doch die Überfahrt gestaltet sich schwieriger als erwartet. Denn Nessos versucht Deianeira zu entführen und Herakles muss den Kentauren schließlich töten.

Aber hören wir uns einmal an, was Nessos zu berichten hat. Glaubt ihm jedoch kein einziges Wort! Kentauren verdrehen gern die Wahrheit und erzählen nichts als Lügen!

Doch hört selbst: Klickt dafür einfach auf Play und ihr werdet mehr erfahren!

Hört! Hört! Herakles tötet den Pferdemenschen Nessos, der seine Frau entführen will
Amphora mit Tierfriesbändern und in der zweiten Reihe von oben die Szene mit Herakles, Deianeira und Nessos.
Herakles mit erhobenem Schwert (links) versucht seine Frau Deianeira aus den Armen des Pferdemenschen Nessos (rechts) zu retten. Dieser versucht zu fliehen.
Herakles steht mit erhobenem Schwert und will angreifen.
Der Pferdemensch Nessos trägt Deianeira in seinen Armen und will fliehen.

Und wie geht es weiter?

Damit enden unsere Geschichten des antiken Superhelden Herakles. Wenn sie euch gefallen haben und ihr noch mehr abenteuerliche Begebenheiten aus der Welt der antiken Götter und Helden erfahren möchtet, schreibt uns (paedagogik.am[at]uni-leipzig.de)! In unserem Museum befinden sich viele Tongefäße mit tollen Bildern und Geschichten!

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