Wir nehmen Sie mit auf einen Streifzug durch die Antike Welt vom bronzezeitlichen Troja bis in die Spätantike. Von Vasenfunden aus den bronzezeitlichen Schichten der Schliemann-Grabung in Troja über griechische Vasen und Terrakottafigurinen der geometrischen bis klassischen Zeit bis hin zu römischen und spätantiken Marmorporträts präsentieren wir Kunst- und Alltagsgegenstände aus drei Jahrtausenden mediterraner Geschichte. Das Modell eines pompejanischen Hauses bietet detaillierte Einblicke in die private Lebenswelt wohlhabender römischer Bürger.

Rundgang durch die Dauerausstellung

Torso einer Artemis

Das im Zuge der Restaurierung 1994 im Kontrast zur historischen Bausubstanz errichtete Treppenhaus der Alten Nikolaischule bildet gleichsam den Eingangsbereich des Museums. Bereits hier erwartet den Besucher mit dem Torso einer Statue der Artemis im Typus "Versailles" das erste Ausstellungsstück.
Der nach einer unter Ludwig XIV. im Palast von Versailles aufgestellten Wiederholung benannte Bildtypus zeigt Artemis gekleidet in einen kurzen Chiton mit ihren typischen Attributen Köcher und Bogen bereit zur Jagd.

Ägäische Bronzezeit. Geometrische und archaische Kunst. Altkypros

Der Rundgang durch das Antikenmuseum beginnt mit den im Jahr 2014 restaurierten Sarkophagen aus Klazomenai an der kleinasiatischen Westküste.  Danach folgen Fundstücke aus verschiedenen Zentren der bronzezeitlichen Kulturen der Altägäis. Neben den Erzeugnissen der Kykladenkultur können hier auch Keramikfunde und Gebrauchsgegenstände aus den berühmten Grabungen Heinrich Schliemanns in Troia sowie der ebenfalls von ihm wiederentdeckten mykenischen Kultur bewundert werden. Der ersten Blüte der griechischen Kunst in geometrischer Zeit (9./8. Jh. v. Chr.) sind zwei Vitrinen mit Keramik und Kleinplastik aus Bronze gewidmet. Weitere Vitrinen zeigen die Entwicklung der griechischen Kleinkunst im 7. und 6. Jh. v. Chr. mit typischen Eigenarten verschiedener Landschaften wie der Korinthia, Böotien und der Insel Zypern.

Der kleine kabinettartige Raum II hat im Sommer 2019 im Zuge einer Lehrveranstaltung von Studierenden der Kunstpädagogik und der Archäologie eine Umstrukturierung erfahren. Der Besucher hat nun die Möglichkeit in die Welt der Antiken Düfte einzutauchen und Formen und Bemalung antiker Trinkgefäße zu ertasten.

Eine der Wandvitrinen zeigt unterschiedliche Gefäßformen, die der Aufbewahrung von Duftölen dienten. Unterhalb der Wandvitrine befinden sich drei Behälter, die den Besucher einladen antike Gerüche wahrzunahmen. Eine Werkbank am Fenster erlaubt es in das griechische Symposion einzutauchen und Repliken antiken Trinkgeschirrs in die Hand zu nehmen. Daneben befinden sich Beispiele für die Bemalung solcher Gefäße.

Schwarz- und rotfigurige Vasenmalerei

Der Rundgang setzt sich in Raum III fort, der der attischen Keramik des 6. und 5. Jhs. v. Chr., dem Höhepunkt der griechischen Vasenmalerei, gewidmet ist. Zahlreiche bedeutende Töpfer und Vasenmaler ihrer Zeit sind darunter vertreten. Neben ihrer kunstgeschichtlichen Bedeutung vermitteln uns die griechischen Vasenbilder wie keine andere Gattung ein eindrucksvolles Bild von der Welt der griechischen Götter und Helden, aber auch vom öffentlichen und privaten Leben der Menschen. Sie lassen uns teilhaben an den Abenteuern des Herakles, an der Rüstung des Achill zum entscheidenden Kampf vor Troia, am Trinkgelage der griechischen Männer und am wilden Treiben des Weingottes Dionysos inmitten seines Gefolges. Sie zeigen uns sportliche Wettkämpfe und auch Bilder vom Leben der Frau in ihren Gemächern.

Rund- und Reliefplastik. Unteritalische und etruskische Kleinkunst. Römisches Wohnen. Bauornamentik

Raum IV ist der Marmorplastik griechischer und römischer Zeit gewidmet. Die griechische Kultur ist mit mehreren Fragmenten attischer Grabreliefs und römischer Kopien nach griechischen Meisterwerken vertreten. In der kleinen Porträtgalerie treten dem Besucher die Bildnisse griechischer Dichter und Denker, eines römischen Kaisers und unbekannter Privatpersonen gegenüber. Ergänzt wird der Bestand durch 3 Porträts in Gips, die mit den Händen gesehen – also ertastet – werden dürfen und sollen.

Den zweiten Schwerpunkt des Saals bilden die antiken Kulturen des italischen Raumes. In mehreren Vitrinen wird Keramik und Kleinkunst verschiedener Landschaften Unteritaliens, wie z.B. Apulien, Kampanien und Sizilien, aber auch der etruskischen Kultur präsentiert. Die Besonderheit dieser Regionen besteht in der Vermischung eigenständiger Produktionen mit den nachgeahmten Techniken griechischer Importkeramik.

Den abschließenden Schwerpunkt bilden die römische Wohnarchitektur und Bauplastik. Anhand zweier Modelle der „Casa del Poeta Tragico“ in Pompeji sowie der Kopie eines Wandgemäldes desselben Hauses werden die wichtigsten Bestandteile und Charakteristika römischer Wohnhäuser und ihrer Ausstattung vorgestellt. Erweiterung erfährt dieses Thema durch Tastmodelle von drei Kapitellen und einem Puzzle einer Tempelfront.

Um allen Gästen einen selbstbestimmten und informativen Besuch zu ermöglichen, wurden Teile der Dauerausstellung mit verschiedenen barrierefreien Elementen ausgestattet. Unter dem Titel "Zum Greifen nah" entstanden vielsinnliche Medien wie Tast- und Duftstationen und Audiostationen, die die Antike auf verschiedenen Ebenen "Zum Greifen nah" machen.

Alte Nikolaischule

Seit 1994 präsentiert sich das Antikenmuseum im ersten Obergeschoss der "Alten Nikolaischule". Dieses Baudenkmal wurde 1511/12 als erste städtische Bürgerschule Leipzigs errichtet. Unter Federführung der Kulturstiftung Leipzig wurde es von 1992–1994 denkmalgerecht saniert. In der Museumsetage weist der kleine Raum direkt über der Eingangshalle noch eine Holzbalkendecke aus dem späten 16. Jahrhundert auf.

Das Antikenmuseum in der Alten Nikolaischule fotografiert vom Nikolaikirchhof.
In Raum 1 der Dauerausstellung liegt der Schwerpunkt auf frühgriechischen Funden. Der Rundgang beginnt mit den 2014 restaurierten und neu aufgestellten Fragmenten klazomenischer Tonsarkophage. Objekte aus den Grabungen Heinrich Schliemanns führen den Besucher in die Zeit der mykenischen Kultur. Griechische Terrakottafiguren und Keramikgefäße repräsentieren die frühe griechische Kleinkunst aus verschiedenen Kunstlandschaften von Attika über Kleinasien bis nach Zypern.
Das Kabinett mit einem Teil unserer barrierefreien Angebote. Der Raum weist noch eine originale Holzbalkendecke aus dem 16. Jahrhundert auf.
Blick in Raum 3 - den Saal der attischen Vasen.
Raum IV ist der Marmorplastik griechischer und römischer Zeit gewidmet. Die griechische Kultur ist mit mehreren Fragmenten attischer Grabreliefs vertreten. In der kleinen Porträtgalerie treten dem Besucher die Bildnisse griechischer Dichter und Denker, eines römischen Kaisers und unbekannter Privatpersonen gegenüber. Ergänzt wird der Bestand durch 3 Porträts in Gips, die mit den Händen gesehen – also ertastet – werden dürfen und sollen.
Den zweiten Schwerpunkt in Raum 4 bilden die antiken Kulturen des italischen Raumes. In mehreren Vitrinen wird Keramik und Kleinkunst verschiedener Landschaften Unteritaliens, wie z.B. Apulien, Kampanien und Sizilien, aber auch der etruskischen Kultur präsentiert. Einblicke in die römische Wohnarchitektur und Bauplastik schließen den Rundgang ab. Anhand zweier Modelle der „Casa del Poeta Tragico“ in Pompeji sowie der Kopie eines Wandgemäldes desselben Hauses werden die wichtigsten Bestandteile und Charakteristika römischer Wohnhäuser und ihrer Ausstattung vorgestellt. Erweiterung erfährt dieses Thema durch Tastmodelle von drei Kapitellen und einem Puzzle einer Tempelfront.

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