Datum/Uhrzeit: bis Uhr
Art: Vorlesung/Vortrag, Präsenz
Ort: Schillerstraße 6, M 102

Satan und die DDR? Wenn Gott schon unerwünscht war, wie soll es dann erst mit dem Teufel sein?

Im Vortrag „Satanismus in der DDR“ beschreibt Alexander Rosenstein wie die Stasi das Phänomen „Satanismus“ in der Spätphase der DDR konstruierte, deutete und bearbeitete. Ausgehend von aktenkundlichen Fällen jugendkultureller Grenzüberschreitungen der Heavy-Metal- und Grufti-Szene wird aufgezeigt, welche Wissensbestände, Deutungsmuster und bürokratischen Abläufe den Umgang der Behörden mit der Erscheinung und den „Rowdies“ prägten.

 

Zur Veranstaltungsreihe

Lachen und Weinen: Religionsparodien und der Umgang mit dem Tod

Auch in diesem Wintersemester bietet das Religionswissenschaftliche Institut wieder eine Vortragsreihe an, welche Einblicke in die Forschung gibt. Thematisch spannt sich der Bogen wieder weit: „Lachen und Weinen“ besteht aus zwei Teilen mit jeweils zwei Vorträgen. Einerseits werden parodistische und lächerlich-machende Gegenstände näher betrachtet: Ist die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters eine Religion oder nicht? Oder: Müssen Religionen immer ernst sein? Und wie ging man in der DDR mit dem Phänomen Satanismus um? Was sollte das überhaupt sein? Andererseits sprechen wir über den Umgang mit Verstorbenen: Wie erinnern die beim Tod von Gemeindemitgliedern geschriebenen Lebensläufe aus Herrnhaag an die Toten? Und was kann man religionswissenschaftlich lernen, wenn man sich Friedhöfe genauer anschaut?

Interessierte sind wie immer herzlich eingeladen, in der religionswissenschaftlichen Forschungswerkstatt vorbeizuschauen!

Die Vorträge finden jeweils freitags, von 11 bis 13 Uhr in der Schillerstraße 6, Raum M 102, statt.