Prof. Dr. Andrea Behrends

Prof. Dr. Andrea Behrends

Institutsleiterin

Institut für Sozial- und Kulturanthropologie
Institutsgebäude
Schillerstraße 6, Raum 419
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 - 37221

Prof. Dr. Andrea Behrends

Prof. Dr. Andrea Behrends

Universitätsprofessorin

Sozial- und Kulturanthropologie
Institutsgebäude
Schillerstraße 6, Raum 419
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 - 37221

Kurzprofil

Prof.'in Dr. Andrea Behrends ist Institutsleiterin und Universitätsprofessorin am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie. Der Fokus ihrer Forschung liegt auf dem Zusammenhang von Lebenwelt und Krise. In diesem Rahmen forscht sie zu Mobilität, Flucht, Konflikt und Intervention, Umwelt und Ressourcen, Transformationsprozessen und Zukunftsperspektiven. Sie forscht, publiziert und lehrt zu allgemeinen Themen der Sozial- und Kulturanthropologie, insbesondere in den BA Modulen "Politik und Globale Vernetzungen" sowie "Körper, Verwandtschaft, Geschlecht".

Sie leitet das Forschungskolloquium "Lifeworlds in Crisis" für Doktorand*innen und PostDocs. Das gleichnamige Buch ist Anfang 2024 bei Hurst (London) und Oxford University Press (USA) erschienen.



Berufliche Laufbahn

  • seit 10/2023
    Institutsleitung und Professur am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie an der Universität Leipzig
  • 01/2022 - 09/2023
    Vizedekanin für "Early Career and Equal Opportunity" im Africa Multiple Cluster of Excellence (DFG) der Universität Bayreuth
  • 04/2019 - 09/2023
    Professur für Sozial- und Kulturanthropologie mit Fokus Afrika an der Universität Bayreuth
  • 10/2017 - 03/2019
    Gastprofessur am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Freien Universität Berlin (FU)
  • 10/2016 - 07/2017
    Gastprofessur am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien
  • 10/2014 - 07/2015
    Vertretungsprofessur am Seminar für Ethnologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 10/2013 - 03/2014
    Vertretungsprofessur am Institut für Ethnologie der Universität Hamburg
  • 04/2012 - 10/2016
    Projektleiterin des von der DFG geförderten Forschungsprojekts zu „Erdöl und sozialer Wandel in Niger und Tschad“, SPP 1448: Adaptation and Creativity in Africa - Technologies and Significations in the Production of Order and Disorder
  • 01/2008 - 07/2008
    Teamleiterin eines Forschungsprojekts zu “Ursprünge von Gewalt, Konfliktmediation und Wiedergutmachung: eine sozialanthropologische Studie über Dar Sila“ (mit Dr. Christine Pawlitzky, Dr. Babett Jànszky und Prof. Stephen P. Reyna), gefördert durch die Europäische Kommission im Tschad
  • 10/2006 - 03/2011
    Wissenschaftliche Koordinatorin und Forscherin in einem kooperativen Forschungsprojekt zu „Reisenden Modellen im Rahmen des Konfliktmanagements“, gefördert durch die VolkswagenStiftung, in Anbindung an das Seminar für Ethnologie der Universität Halle-Wittenberg http://www.scm.uni-halle.de/forschung/ergebnisse/travelling_models/

Ausbildung

  • 07/2018
    Habilitation: "Staying. Displacement, Emplacement and Aid in the Chad-Sudan borderlands" (in Englisch)
  • 01/2000 - 01/2006
    Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Abteilung I: Konflikt und Integration http://www.eth.mpg.de/3578595/project_behrends
  • 01/1995 - 01/2000
    Promotion in Ethnologie (magna cum laude)"Drahtseilakte. Frauen aus Nordghana zwischen Bildung, Beruf und gesellschaftlichen Konventionen", Freie Universität Berlin
  • 01/1987 - 01/1995
    Studium Ethnologie (Hauptfach), Entwicklungssoziologie (Nebenfach), und Stadt- und Regionalplanung (Nebenfach), Freie Universität Berlin und Technische Universität Berlin

Gremien Mitgliedschaften

  • seit 10/2025
    Mitglied des Wissenshaftlichen Beirats des Maria Sibylla Merian Institutes für weiterführende Studien in Afrika (MIASA)https://miasa.ug.edu.gh/
  • 07/2022 - 10/2024
    Präsidentin der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland (VAD)
  • seit 01/2011
    Mitglied der LOST-Forschungsgruppe https://lost-research-group.org/staff/andrea-behrends/

Andrea Behrends forscht seit mehr als 20 Jahren zu Mobilität, Flucht, Konflikt und Intervention, wobei die lebensweltliche Bewältigung von sogenannten Krisensituationen (Lifeworlds in Crisis) in afrikanischen Kontexten einen besonderen Forschungsschwerpunkt bildet.

Mit wissenstheoretisch/politisch/ökonomischen Ansätzen betrachtet sie Wachstum und Entwicklung bezüglich afrikanischen Ressourcenreichtums und ökonomischer Umverteilungsprozesse, insbesondere in Hinsicht auf die Ressourcenproduktion sowie auf urbane/rurale Transformationsprozesse und Zukunftsperspektiven.

Neben Konflikten und Gewalt geht es in ihrer Forschung auch darum, das Potential der Vielfalt des Zusammenlebens zu erforschen. Explizit untersucht sie die temporale, relationale und räumliche Kontingenz gesellschaftlicher Kategorien und die Art und Weise der Zugehörigkeits- und Abgrenzungsbestrebungen ihrer ‚Mitglieder’. Diesbezüglich hat sie z.B. die Bereiche der Geschlechterforschung und der feministischen Anthropologie und der sozialwissenschaftlichen Wissenschafts- und Technikforschung (STS) in ihrer Lehre, in Übungsforschungen und der Betreuung von Abschlussarbeiten sehr erfolgreich miteinander verbunden und thematisch ausgebaut.

Neben der anthropologischen Theoriegeschichte ist ihr theoretischer Zugang von den Ansätzen der kritischen Praxistheorie geprägt.



  • Pflanzen und Politik
    Müllner-Riehl, Alexandra Nora; Ille, Enrico; Behrends, Andrea
    Laufzeit: 03.2024 – 03.2026
    Mittelgeber: Haushaltsmittel (TG51, Overhead)
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Ethnologie
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weitere Forschungsprojekte

  • Behrends, A.
    Lifeworlds in crisis: making refugees in the Chad–Sudan borderlands
    London: Hurst & Company. 2024.
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  • Behrends, A.
    Renegotiating humanitarian governance : challenging invisibility in the Chad–Sudan borderlands
    In: Bjarnesen, J.; Turner, S. (Hrsg.)
    Invisibility in African Displacements : From Structural Marginalization to Strategies of Avoidance. New York: Zed Book Press. 2020. S. 19–35.
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  • Behrends, A.
    Die Verwandlung von sudanesischen Geflüchteten in tschadische Flüchtlingsbürger:innen : Eine bürokratische Statuspassage.
    In: Dizdar, D.; Hirschauer, S.; Paulmann , J.; Schabacher, G. (Hrsg.)
    Humandifferenzierung : Disziplinäre Perspektiven und empirische Sondierungen.. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft. 2021. S. 106–132.
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  • Behrends, A.; Hoinathy, R.
    The Devil's Money : A Multi-level Approach to Acceleration and Turbulence in Oil-Producing Southern Chad
    Social Analysis. 2017. 61 (3). S. 56–72.
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  • Behrends, A.; Rottenburg, R.; Park, S.-J.
    Travelling Models : Introducing an Analytical Concept to Globalisation Studies
    In: Behrends, A.; Rottenburg, R.; Park, S.-J. (Hrsg.)
    Travelling Models in African Conflict Management. . Leiden: Brill. 2014. S. 1–40.
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weitere Publikationen

Andrea Behrends unterrichtet sowohl im Bachelor als auch im Masterstudiengang 'Sozial- und Kulturanthropologie' bzw. 'Anthropology' grundlegende Seminare wie die 'Einführung in die Sozial- und Kulturanthropologie' (BA), 'Themenfelder der SKA' (BA) und 'Aktuelle Debatten' (MA), 'Anthropology and Communication' (MA). In einer begleitenden Schreibwerkstatt im Master beschäftigen sich Studierende mit der Verbindung zwischen empirisch erhobenen (eigenen) Datensätzen und deren theoretischer Analyse.

  • Anthropologische Themenfelder III: Politik und Globale Vernetzungen (Bachelor)

    In diesem Modul werden aktuelle Fragen und historische anthropologische Debatten miteinander in Verbindung gebracht. Die Vorlesung greift kritische Betrachtungen globaler Ungleichheiten ebenso auf wie lokale und kontextübergreifende Imaginationen von Moderne, Entwicklung und Zugehörigkeit. Die Vielschichtigkeit, Gleichzeitigkeit und gegenseitige Beeinflussung unterschiedlicher Lebenswelten werden hervorgehoben und aus anthropologischer Sicht vermittelt.

  • Kultur und Technologie (Master)

    Das Modul führt Studierende in aktuelle akademische Debatten zur kulturellen Relevanz von Technologie ein. Es werden anhand von Fallstudien aus verschiedenen Ländern soziale Dynamiken reflektiert. Die dazugehörige Übung ist als Lektürekurs organisiert. Anhand ausgewählter Texte werden Hoffnungen und Ängste erörtert, die mit der Einführung neuer Technologien verbunden sind und konkrete soziale Erfahrungen im Umgang mit neuen Techniken und Technologien analysiert.

  • Forschungsmethoden (Master)

    Das Seminar führt Studierende in aktuelle Debatten über ethnologische Forschungsmethoden ein und trainiert ihre Fähigkeiten ein eigenes Forschungsprojekt zu entwickeln, dessen Umsetzung zu planen, adäquate Forschungsmethoden auszuwählen und praktisch anzuwenden. Die Studierenden werden ihre eigenen Projekte mit Blick auf kontroverse Diskussionen im Fach reflektieren. Die Übung ist als Schreibwerkstatt organisiert, darin arbeiten die Studierenden an ihren Projektentwürfen.

  • Systematische Ethnologie II: Körper, Verwandtschaft und Geschlecht (Bachelor)

    In diesem Modul diskutieren wir die Bedeutung von Ritualen für die Organisation von Übergängen wie Geburt, Pubertät und Tod und beschäftigen uns und mit Formen von biologischer und fiktiver Verwandtschaft. Das Themenspektrum reicht vom Inzestverbot, über die Regulierung von Sexualität durch Heirat, bis hin zu Organtransplantation. Schließlich thematisieren wir Rollenverteilungen zwischen Männern und Frauen, Formen von Transgender, sowie postkoloniale Abneigungen feministischen Ideengutes.

  • Aktuelle Debatten in der Ethnologie (Master)

    Das Seminar beschäftigt sich mit aktuellen Debatten der Ethnologie, Studierende vertiefen ihr Wissen über Kerndiskussionen im Fach durch die vertiefende Lektüre und Diskussion aktueller Veröffentlichungen. Themen sind Debatten über Natur/Kultur, Global/Lokal, gegenwärtige Formen des Kapitalismus, Krieg/Frieden, Körper/Rasse, Materialität, Rechtspluralismus. Die dazugehörige Übung ist als Schreibwerkstatt organisiert.

  • Einführung in die Ethnologie (Bachelor)

    Dieses Modul führt Studierende in die Grundlagen der Ethnologie ein und bietet Training in wichtigen wissenschaftlichen Arbeitstechniken.

    Die Vorlesung beschäftigt sich mit Theorien der sozialen Praxis, Forschungsmethoden und bietet einen Ausblick auf aktuelle Strömungen im Fach. In der Übung diskutieren Studierende vorlesungsbegleitend ethnologische Texte, trainieren wissenschaftliches Lesen, lernen den Umgang mit wissenschaftlicher Literatur und erweitern ihre englischen Lesekenntnisse.