Prof. Dr. Stefan Rohdewald

Prof. Dr. Stefan Rohdewald

Universitätsprofessor

Geschichte Ost- und Südosteuropas
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 5.202
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37072

Prof. Dr. Stefan Rohdewald

Prof. Dr. Stefan Rohdewald

Institutsleiter

Historisches Seminar
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Kurzprofil

Prof. Dr. Stefan Rohdewald hat seit 2020 den Lehrstuhl für Ost- und Südosteuropäische Geschichte in Leipzig inne. Studium, Assistent und Promotion in Zürich (2004). Mitarbeiter und Akademischer Rat in Passau 2003–2012. 2013–2020 Professor für Südosteuropäische Geschichte in Gießen. Schwerpunkte: Verflechtungsgeschichte zwischen Osteuropa und dem Nahen Osten, Stadtgeschichte, Erinnerung, Transkonfessionalität. Sprecher des DFG SPP Transottomanica: Osteuropäisch-osmanisch-persische Mobilitätsdynamiken (2017–2023). Ausgewählte (Mit-)Veröffentlichungen: „Vom Polocker Venedig“. Kollektives Handeln sozialer Gruppen einer Stadt zwischen Ost- und Mitteleuropa (2005: Open Access); Götter der Nationen. Religiöse Erinnerungsfiguren in Serbien, Bulgarien und Makedonien (2014); Lithuania and Ruthenia. Studies of a Transcultural Communication Zone (2007: Open Access); Das osmanische Europa (2014); Transottomanica – Osteuropäisch-osmanisch-persische Mobilitätsdynamiken (2019: Open Access).

Berufliche Laufbahn

  • seit 04/2020
    W3-Professur für Ost- und Südosteuropäische Geschichte an der Universität Leipzig
  • 04/2013 - 03/2020
    W2-Professur für Südosteuropäische Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 11/2008 - 03/2013
    Akademischer Rat auf Zeit am Fachbereich Geschichte der Universität Passau
  • 11/2003 - 10/2008
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte des östlichen Europa und seiner Kulturen der Universität Passau
  • 11/2002 - 10/2003
    Promotionsstipendiat der Max-Planck-Gesellschaft an der International Max Planck Research School des MPI für europ. Rechtsgeschichte in Frankfurt und der Goethe Universität Frankfurt a.M.
  • 11/2001 - 10/2002
    Wiss. Mitarbeiter am SNF (Schweizerischer Nationalfonds) Projekt: Thurgauer Namenbuch
  • 07/1998 - 11/2001
    Wiss. Assistent am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte des Historischen Seminars der Universität Zürich

Ausbildung

  • 11/2005 - 12/2012
    Habilitation an der Universität Passau
  • 02/1998 - 11/2005
    Promotion an der Universität Zürich
  • 10/1992 - 01/1998
    Lizentiatsstudium der Osteuropäischen Geschichte, Slavischen Literaturwissenschaft, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Zürich
  • Verflechtungsgeschichte des östlichen Europa und des Nahen Ostens
  • Erinnerungsdiskurse
  • Stadtgeschichte
  • Sport-, technik- und wissensgeschichtliche Verflechtungen zwischen Ost und West
  • Transkulturalität, Transkonfessionalität



  • Konfessionelle Minderheiten als Sicherheitsproblem in der Frühen Neuzeit (B03): Versicherheitlichung in Grenzräumen zwischen dem Osmanischen Reich und dem Habsburgerreich.
    Rohdewald, Stefan
    Laufzeit: 01.2018 - 12.2021
    Mittelgeber: DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Geschichte Ost- und Südosteuropas
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  • Koordinationsprojekt im DFG-Schwerpunktprogramm Transottomanica: Osteuropäisch-osmanisch-persische Mobilitätsdynamiken
    Rohdewald, Stefan
    Laufzeit: 10.2017 - 09.2023
    Mittelgeber: DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Geschichte Ost- und Südosteuropas
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  • Teilprojekt im DFG-Schwerpunktprogramm Transottomanica mit Prof. Dr. Johann Büssow (Universität Bochum): (Christliche) Araber und (russländische) Juden: Identitätsentwürfe und Zionismusdebatten in der transosmanischen Migrationsgesellschaft Palästinas (18
    Rohdewald, Stefan
    Laufzeit: 10.2017 - 09.2020
    Mittelgeber: DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Geschichte Ost- und Südosteuropas
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  • SPP 1981: Transottomanica: Osteuropäisch-osmanisch-persische Mobilitätsdynamiken
    Rohdewald, Stefan
    Laufzeit: 10.2017 - 09.2023
    Mittelgeber: DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Geschichte Ost- und Südosteuropas
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  • Teilprojekt im LOEWE Schwerpunkt Konfliktregionen im östlichen Europa: Makedonien als internationale (Des-)Integrationslandschaft (Landesmittel Hessen).
    Rohdewald, Stefan
    Laufzeit: 02.2017 - 01.2021
    Mittelgeber: Ministerien anderer Bundesländer (ohne Sachsen)
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Geschichte Ost- und Südosteuropas
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weitere Forschungsprojekte

  • Rohdewald, S.
    Vid als Prometheus der Adria, Titan und Kriegsgott: Antikenverweise in Diskursen über religiöse Erinnerungsfiguren der orthodoxen Südslawen im 19. Jahrhundert
    In: Maner, H.-C.; Zelepos, I. (Hrsg.)
    Antike und Byzanz als historisches Erbe in Südosteuropa vom 19.–21. Jahrhundert. Berlin: Peter Lang. 2020. S. 53-68
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  • Rohdewald, S.
    Umstrittener Aufsatz zum Zweiten Weltkrieg: Wer war Schuld am Zweiten Weltkrieg? Wie Putin die Geschichte umdeutet
    MDR Zeitreise. 2020
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  • Rohdewald, S.
    Institutionen, Identität und Gerichtsbarkeit im mehrsprachigen Wandel: Gemengesituationen und Übersetzungsvorgänge ostslawischer, polnischer und deutscher Sprache und Schriftlichkeitspraktiken im Großfürstentum Litauen
    Mehrsprachigkeit in Ostmitteleuropa (1400-1700). Kommunikative Praktiken und Verfahren in gemischtsprachigen Städten und Verbänden. Marburg: Herder Institut. 2020. S. 109-125
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  • Rohdewald, S.
    "Пра Полацкую Венецыю". Калектыўныя дзеянні сацыяльных груп горада паміж Усходняй і Цэнтральнай Еўропай (Сярэднявечча, ранні Новы час, ХІХ ст. - да 1914 г.) 632 Seiten
    Мінск: Лімарыус. 2020
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  • Riedler, F.; Rohdewald, S.
    Migration and Mobility in a Transottoman Context (publ. 2020)
    Radovi Zavoda za hrvatsku povijest. Journal of the Institute of Croatian History. 2020. 51 (2019) (1). S. 201-219
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weitere Publikationen

  • Überblicke zur Geschichte des östlichen Europa einschließlich der Türkei/des Osmanischen Reiches


Vertiefungen z.B. zu:


  • Erinnerungsdiskursen
  • Dekonstruktionen nationaler Entwürfe
  • Migrationsgeschichte
  • (Il)Liberalen Modernitäten
  • Konsum-, Sport-, Alltagsgeschichte




  • Memory at War? Erinnerungen an die Weltkriege, Kommunismus und Faschismus nach 1980

    Ziel der Lehrveranstaltung ist es, länderübergreifend erinnerungskulturelle Bezüge auf die Weltkriege sowie Faschismus und Kommunismus in den Ländern des östlichen Europa einschließlich der Türkei von 1980 bis in die Gegenwart analysieren. Über die Betrachtung einzelner Länder wie Russland, Polen, Ukraine, Bulgarien, Serbien und der Türkei sollen Parallelen und Unterschiede bzw. Verflechtungen der Erinnerungskulturen Ost-, Mittel-, und Südosteuropas aufgezeigt werden.

  • (Südost)Europäische Migrationsgesellschaften im 20. Jh.

    Migration und Mobilität prägen moderne Gesellschaften. Zu- und Abwanderung in Städte oder aus wirtschaftlichen Peripherien in regionale und überregionale Zentren innerhalb von und über Staatsgrenzen hinaus sind zentrale Vorgänge (süd)osteuropäischer Geschichte einschließlich der Türkei im europäischen Zusammenhang im 20. Jahrhundert. Im Seminar sollen Zugänge im regionalen und gesamteuropäischen Kontext erarbeitet und diskutiert werden.

  • Kommunismus, Kemalismus und Faschismus: Illiberale Modernitäten im östlichen Europa des 20. Jh. von der Sowjetunion bis zur Türkei

    Die Vorlesung stellt die durch den Ersten Weltkrieg entstandenen Staaten UdSSR, Jugoslawien sowie die Türkei in einen Zusammenhang und fragt nach Strukturen und Verflechtungen zwischen 1918 und 2000. Dem Entwurf von (il)liberaler gesellschaftlicher Modernität und dem Zweiten Weltkrieg folgten neue Versuche des Staatssozialismus/Kemalismus und nach 1989 postsozialistische/postkemalistische gesellschaftliche, kulturelle und politische Umbrüche.