Sie planen einen Bachelor im Fach Sinologie? Sie möchten sich über den Studienablauf und die Studieninhalte informieren? Hier erfahren Sie mehr zum Bachelorstudiengang Sinologie.

Prüfling in der Imperialen Akademie, Foto: Merle Schatz
In der Imperialen Akademie wurden u.a. Prüfungen abgelegt, die den Weg in den Staatsdienst eröffneten. Foto: Merle Schatz

Bachelor

Ablauf Bachelor-Arbeit

Vorbereitung

  • Themenfelder und Betreuer überlegen
  • konkrete Themen mit diesen besprechen
  • Antrag auf Bachelor–Arbeit ausfüllen und von Betreuern unterschreiben lassen

Als Erstbetreuer sind möglich:

  • Prof. Philip Clart, Ph.D.
  • Prof. Elisabeth Kaske
  • Dr. Ines Eben von Racknitz
  • Dr. Jörg Henning Hüsemann
  • Adrian Krawczyk

Als Zweitgutachter können Sie auch Personen anderer Institute anfragen.

Anmeldung

Die Termine finden Sie auf der Seite vom Prüfungsamt

Bitte melden Sie sich persönlich bei Corinna Günther im Prüfungsamt

Beethovenstr. 15, Raum 5009
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37308 

Sprechzeiten 
Dienstag
13:00 ­– 17:00 Uhr
Donnerstag 
09:00 – 11:30 Uhr und 13:00 – 15:30 Uhr
(In der vorlesungsfreien Zeit entfallen die Sprechzeiten am Donnerstag!)
 

  • Antragsformular und Nachweis von 120 LP mitbringen
  • Themenübergabe
  • Datum siehe Seite Prüfungsamt
  • persönlich
  • mit Themenübergabe beginnt die Bearbeitungszeit von 23 Wochen
  • B. A.-Arbeiten sollen einen Umfang von 30–40 Seiten haben
  • weitere Anforderungen sind mit den Betreuern abzusprechen
  • Abgabe siehe Seite Prüfungsamt
  • dreifache, gedruckte und gebundene Ausfertigung
  • eine Verlängerung der Bearbeitungszeit ist i.d.R. nicht möglich (Ausnahme: Krankheit unter Vorlage eines ärztlichen Attests)

Bitte beachten Sie immer die Aushänge des Prüfungsamts!

Ein begleitendes B. A.-Kolloquium findet im Sommersemester statt. Nähere Informationen hierzu können Sie dem jeweiligen Vorlesungsverzeichnis des Sommersemsters entnehmen.

ALLGEMEINE HINWEISE

  • Abschluss: Bachelor of Arts
  • Regelstudienzeit 6 Semester
  • Leistungspunkte: 180 Leistungspunkte (LP)
  • Studienbeginn: Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung: keine 
  • Vorraussetzungen für das Studium:

Die Zulassung zum Studium setzt Ihre allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis voraus. Erforderlich sind außerdem Ihr  Nachweis von Kenntnissen in Englisch und Kenntnisse einer weiteren modernen Fremdsprache (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen, Stufe B 1 oder ein äquivalenter Nachweis), mit Ausnahme der chinesischen Sprache. Die Kenntnisse einer weiteren modernen Fremdsprache können durch Lateinkenntnisse, das Hebraicum oder das Graecum ersetzt werden. Deutschkenntnisse werden entsprechend den Anforderungen zur Zulassung vorausgesetzt.

Ausbildungsinhalt:
Das Studium der Sinologie dient der Erforschung der geistigen und materiellen Kultur Chinas, seiner Geschichte, Sprachen, Literaturen, Religionen, Politik, Gesellschaften. Der Bachelorstudiengang ermöglicht zunächst eine grundständige Ausbildung im Fach Sinologie. Neben der Sprachausbildung im modernen und vormodernen Chinesisch werden dazu sowohl grundlegende Kenntnisse Chinas in Vergangenheit und Gegenwart sowie kritische Herangehensweisen und wissenschaftliche Methoden vermittelt. Der Studieninhalt soll dabei sowohl Kenntnisse und Fertigkeiten für die praktische Anwendung in relevanten Berufsfeldern ermöglichen, als auch die mögliche Vertiefung im Masterstudiengang vorbereiten.

AUFBAU DES STUDIUMS:

Neben des Studiums der modernen wie auch vormodernen chinesischen Sprache werden in mehreren Basismodulen Wissen und Methoden in Anwendung auf den Bereich China vermittelt, deren Kenntnisse im dritten Studienjahr in einer Bachelorarbeit nachgewiesen werden.

Ein Schwerpunkt in der Ausbildung des Bachelorstudiengangs liegt auf dem Erwerb aktiver und passiver Kompetenzen in der Verwendung der modernen Chinesischen Umgangssprache (5 Module). Ein mindestens einsemestriger Auslandssprachkurs and einer Hochschule im chinesischsprachigen Ausland ist integraler Bestandteil der Sprachausbildung und wird mit einer weltweit anerkannten Prüfung (HSK, Niveaustufe 4 oder einer äquivalenten TOCFL-Prüfung) abgeschlossen. Der Sprachkurs des vormodernen Chinesisch findet im 2. und 3. Semester statt und rundet die Sprachausbildung ab.

Unter den Fachmodulen vermittelt das „Basismodul Sinologie I: Einführung in die Sinologie“ im 1. Semester Grundkenntnisse zu den Gegenständen, Fragestellungen und Methoden der Chinastudien. Die Sinologie greift auf Methoden und Modelle zahlreicher anderer Disziplinen zurück, etwa Sprachwissenschaften, Ethnologie, Religionswissenschaft, Gender Studies und vielen mehr. Wie das geht und was das für das sinologische Forschungsfeld bedeutet, wird in diesem Einführungskurs gelehrt und eingeübt. Die Basismodule II und III „Geschichte Chinas“ (2./3. Semester) vertiefen die methodischen Fertigkeiten und geben einen Überblick über die Geschichte Chinas von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei soll auch auf Fragestellungen und Methoden einer historischen Chinaforschung sowie der neueren Geschichte und das historische Werden des modernen Chinas sowie auf dessen Rolle in Ostasien und der Welt eingegangen werden. Im 4. Semester besteht die Möglichkeit eines von mindestens drei angebotenen Vertiefungsmodulen zu wählen.

Im 5. Semester bzw. im 5.-6. Semester findet der Auslandsprachkurs an einer chinesischen Hochschule statt. Dieser soll die bis dahin gewonnenen Sprachkenntnisse ausbauen und festigen. Der Sprachkurs kann durch weitere fachliche und methodische Kurse sowie vertiefende Studien in der vormodernen Schriftsprache ergänzt werden. Mehr erfahren

Der Bachelorstudiengang wird durch eine Bachelorarbeit abgeschlossen, deren Konzipierung im Rahmen eines Kolloquiums betreut wird. Fragestellungen, methodische Herangehensweisen und sinnvolle Strukturierung werden hier kritisch in der Gruppe diskutiert.

Wahlbereichsmodule (insgesamt 60 LP) können aus dem Gesamtangebot des sogenannten „Wahlbereichs der Geistes- und Sozialwissenschaften“ gewählt werden, wobei eine Kombination mit Methodenfächern (z.B. Geschichte, Soziologie, Ethnologie, Religionswissenschaft etc.) oder anderen regionalwissenschaftlichen Fächern besonders empfohlen wird. Nach Möglichkeit sollen im Wahlbereich inhaltliche und methodische Schwerpunkte gebildet werden.

Darüber hinaus ist ein allgemeines Modul aus der Gruppe der fakultätsübergreifenden Schlüsselqualifikationen („Berufsqualifizierende Schlüsselqualifikationen“) zu wählen.

Bei einem Teilzeitstudium der Sinologie ist die Konsekutivität des Sprachkurses zu beachten.

Interessenten an Wahlbereichsmodulen des Fachs Sinologie wird empfohlen, alle sechs Wahlbereichsmodule aus der Sinologie zu belegen. In diesem Fall ist auch eine anschließende Bewerbung für den Masterstudiengang Chinese Studies möglich.

1. B. A.: AUSLANDSSEMESTER / PRAKTIKUM 

F: Wie wird ein Auslandsaufenthalt angerechnet und benotet?

A: Nicht-Muttersprachlern wird ein Auslandsaufenthalt von mindestens einem Semester während des 5. Semesters des B. A.-Studiums im chinesischsprachigen Raum empfohlen. Näheres dazu finden Sie hier. Während des Aufenthaltes oder kurz danach ist die Teilnahme an der HSK-Prüfung Stufe 4 vorgesehen, deren Ergebnisse in eine Note für das Modul „Auslandssprachkurs“ (03-SIN-0305) umgerechnet werden. Die Umrechnung der HSK-Ergebnisse erfolgt nach folgender Vorlage
(auf der Tabelle mit der Maus nach rechts scrollen):

Umrechnung von Noten

China System 100 – 60

China 100-96 95-92 91-88 87-84 83-80 79-76 75-72 71-68 67-64 63-60 59-0
Deutschland 1,0 1,3 1,7 2,0 2,3 2,7 3,0 3,3 3,7 4,0 5,0

Diese Umrechnungstabelle ist auf der Grundlage der im anabin (Datenbank zur Bewertung ausländischer Bildungsnachweise) angegebenen Notenskalen entstanden.

F: Was ist zu beachten wenn man ein Jahr ins Ausland geht?

A: Wenn man für ein Jahr ins Ausland geht (5.-6. Semester), sollte man den Ablauf seines Studiums entsprechend organisieren:

  • Die Sprachkurse (Modernes Chinesisch I-IV und Vormodernes Chinesisch I-II) und die Basismodule I-IV sollten im Idealfall abgeschlossen sein.
  • Es wird empfohlen, Zusatzangebote des Sprachinstituts in China wahrzunehmen und diese nach der Rückkehr als Module des Wahlbereichs anrechnen zu lassen. Die Anrechnung ist nur dann möglich, wenn ein Nachweis über die Teilnahme an einem Zusatzangebot und das Bestehen der Abschlussprüfung vorliegt. Nimmt man an keinen Zusatzangeboten in China teil, muss man mit einem oder zwei weiteren Semestern rechnen, in denen die Module des Wahlbereichs abgeschlossen werden müssen.

F: Welche Art von Praktikum kann mit welcher Mindestdauer alternativ gewählt werden? Was gilt für Muttersprachler/ Nicht-Muttersprachler?

A: Nicht-Muttersprachler können ein Praktikum (03-SIN-0306) als eine Alternative für das Auslandssemester (03-SIN-0305) wählen. Muttersprachler müssen ein Praktikum abschließen, da für sie ein Auslandssemester nicht in Frage kommt.

  • Vor dem Beginn des Praktikums wenden Sie sich an Adrian Krawczyk und Liu Zhimin und besprechen mit ihm/ihr die Inhalte und Dokumentation des Praktikums.
  • Die Mindestdauer eines Praktikums beträgt sechs Wochen.
  • Das Praktikum sollte neben eigenen Interessen und Berufsvorstellungen einem eindeutigen Sprachenbezug (Chinesisch–Deutsch) entsprechen und aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Medien und Bildung gewählt werden.
  • Nicht-Muttersprachler sollten ein Praktikum mit China-Bezug, Muttersprachler mit Deutschland-Bezug wählen.
  • Nach Abschluss des Praktikums muss ein Bericht von ca. 10 Seiten geschrieben und von Ihrem Betreuer bewertet und benotet werden.

2. BACHELORARBEIT 

F: Kann sie vom Ausland aus angemeldet werden? Was ist dabei zu beachten?

A: Die Anmeldung zur Abschlussarbeit aus dem Ausland ist mit einem organisatorischen Mehr-Aufwand verbunden. Vor der Abreise sollten folgende Vorbereitungen getroffen werden:

  • Der Antrag auf B. A.-Arbeit  muss ausgefüllt und von beiden Betreuern unterzeichnet werden.
  • Nach Absprache mit dem Prüfungsamt können Sie jemanden bevollmächtigen, die Anmeldung Ihrer Abschlussarbeit durchzuführen. Dabei sind der Antrag und der Nachweis von 120 Leistungspunkten dem Prüfungsamt während der Anmeldephase vorzulegen, sowie einige Wochen danach das Thema entgegenzunehmen.

Dennoch entscheiden sich die meisten Studierenden dafür, sich erst nach Rückkehr zur Abschlussarbeit anzumelden, da das Prüfungsamt in solchen Fällen auch die Anmeldung außerhalb der offiziellen Fristen zulässt.

F: Wie läuft die Bachelorarbeit generell ab (Themenwahl, Betreuer, Zweitkorrektor, Abgabe)?

A: Ein Leitfaden zum Ablauf der B.A.-Arbeit finden Sie hier

F: Welche Angebote gibt es, um mich auf die Bachelorarbeit vorzubereiten?

A: Die Fragen in Bezug auf Thema, Inhalt und Gliederung der Arbeit sollten mit dem Erstbetreuer besprochen werden. Das Bachelor-Kolloquium (03-SIN-0307) ist ein Pflichtmodul für alle B. A.-Kandidaten, die ihre Abschlussarbeit vorbereiten oder verfassen.

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