Vorlesung/Vortrag am

Veranstaltungsort: Zoom

Vortrag von Dr. Thomas Weller (Mainz/Erlangen-Nürnberg) zu transatlantischen Biographien im iberischen Atlantik

Mit der Entdeckung des amerikanischen Kontinents durch Europäer gewannen Mobilität und Migration eine neue, globale Dimension. Der iberische Atlantik verband alle bis dahin bekannten Erdteile. Das südspanische Sevilla, seit 1503 Monopolhafen für den Amerikahandel, entwickelte sich m 16. Jahrhundert zum Knotenpunkt der Weltwirtschaft und fungierte als »Tor zur Neuen Welt«. Doch nur gebürtige Spanier und sogenannte »naturalisierte« Ausländer durften mit den spanischen Besitzungen in Übersee Handel treiben, und nicht jedem war es offiziell erlaubt, den Atlantik zu überqueren. Wer dies tun wollte, musste u.a. nachweisen, dass er selbst und seine Vorfahren katholische Christen waren. In der Praxis gab es jedoch vielfältige Möglichkeiten, die obrigkeitlichen Handels- und Reisebeschränkungen zu umgehen. Anhand von ausgewählten transatlantischen Biographien geht der Vortrag dem Zusammenhang zwischen Mobilität und Zugehörigkeiten aus akteurszentrierter Perspektive nach.

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Erstellt von: Julia Schmidt-Funke