Veranstaltung am

Veranstaltungsort: Universitätsbibliothek Albertina, Vortragssaal

August der Starke entsandte gegen Ende seiner Regierungszeit eine Expedition nach Afrika, um dort „alles Merckwürdige der Natur und Kunst“ untersuchen zu lassen. Dafür schickte er zwei Leipziger Professoren mit einem Team aus Wissenschaftlern und Zeichnern auf die Reise. Geplant war, den immer noch weitgehend unbekannten Kontinent von der Mittelmeerküste über Guinea bis an das Kap der Guten Hoffnung zu erkunden. Weiter als Nordafrika kamen die Forscher aber nicht. Nach dem Tod des Kurfürsten 1733 beorderte sie sein Sohn und Nachfolger August III. zurück nach Sachsen. Die sächsische Afrika-Expedition zeugt vom Interesse an fernen, exotischen Welten und vom Versuch, diese nach Sachsen zu bringen. Sie steht aber zugleich für die Bestrebungen der europäischen Mächte der Zeit, sich diese Welt anzueignen und sie sich zu unterwerfen. Diese verschiedenen Facetten der frühneuzeitlichen Globalisierung sollen im Vortrag diskutiert werden.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Professur für Sächsische und Vergleichende Landesgeschichte (Prof. Dr. Enno Bünz) statt. Interessierte sind herzlich willkommen. Bitte beachten Sie die geltenden Hygienerichtlinien der Universitätsbibliothek Albertina.

Erstellt von: Niels Lohse