Im letzten Jahr erschien das neue „Handbuch Umweltethnologie“ (2025), herausgegeben von Kathrin Eitel und Carsten Wergin. Darin erschien auch ein Artikel von Andrea Behrends, zusammen mit Prof. Asta Vonderau: "Datafizierte (Um)Welten".
Anhand zweier empirischer Beispiele – eins aus Nordschweden und eins aus dem Osten des Tschad – diskutiert dieses Kapitel Möglichkeiten der anthropologischen Erforschung von komplexen sozio-technologischen und ökologischen Beziehungen und Verflechtungen, welche im Zuge von Digitalisierungsprozessen entstehen und wirksam werden. Unter dem Begriff „datafizierte (Um)Welten“ zusammengefasst, werden diese Verflechtungen als dynamisch, vielfältig wirksam und generativ verstanden. „Datafiziert“ weist dabei auf ihren immer nicht nur digitalen Charakter hin und betont ihre materiellen sowie lokalen Dimensionen und Effekte. Anthropologie datafizierter (Um)Welten wird entsprechend weniger als ein eigenständiges Forschungsfeld konzipiert, sondern vielmehr als eine Linse und Perspektive die zur Erforschung von verschiedenen (nicht bloß digitalen) Prozessen und Phänomenen eingesetzt und durch das hier vorgeschlagene methodologische Vorgehen des „follow the wire“ realisiert werden kann.