In der letzten Woche der Vorlesungszeit im Sommersemester 2022, vom 11.-14. Juli 2022, findet wieder eine Projektwoche am Institut für Theaterwissenschaft statt. Dort haben Sie als Studierende die Möglichkeit, ausgewählte Inhalte Ihrer Lehrveranstaltungen mit allen anderen Theaterwissenschafts-Studierenden zu teilen.

Programm Sommersemester 2022

Celan, Staatstheater Mainz 2003, Foto: Karen Stuke

10:15-12:30 Uhr studentische Präsentation von Theaterfotografien (entfällt leider wegen Krankheit)

Die Präsentationen finden ca. im Viertelstundentakt statt. Ein Besuch ist jederzeit möglich.

Seminar Isa Wortelkamp, Großer Seminarraum

Was dokumentiert eine Fotografie vom Theater? Welche Geschichte erzählt eine Foto­grafie über die Geschichte des Theaters hinaus? Studierende des Seminars stellen anhand selbst ausgewählter Bildbeispiele ihren Umgang mit der Fotografie als Dokument des Theaters vor.

Filmstill aus Stilles Land Foto: Thomas Spikermann
Filmstill aus Stilles Land, Foto: Thomas Spikermann

15:00-18:00 Uhr Wendegeschichten, Film und Diskussion
Seminar Micha Braun, Großer Seminarraum

Im Seminar ‚Wendegeschichten erzählen – Theater als Medium von Erinnerung, Trauer und Reflexion‘ sollte eine Bestandsaufnahme und kritische Analyse dazu erfolgen, wie sich eine Generation nach den politischen und kulturellen Umwälzungen von 1989/90 die Erinnerungsformen und Erinnerungsorte verändern und auf welche Weise theatrale Praktiken in den Prozess der Reflexion und Verarbeitung der Transformationserfahrung eingebunden sind. Ein wesentliches Medium war dabei neben Theater und Literatur der sogenannte ‚Wendefilm‘.

Ein besonderes Beispiel haben wir uns dabei für den Abschluss aufgehoben: Das Spielfilmdebüt von Andreas Dresen STILLES LAND (1992) spielt in den bewegten Herbsttagen des Jahres 1989. Während sich die politischen Ereignisse der Wendezeit überschlagen, herrscht in der Provinz noch Stille. Den jungen ambitionierten Regisseur Kai verschlägt es an das kleine Theater Anklam im hohen Norden – eine wesentliche Station übrigens auch in der Biografie Frank Castorfs. Während draußen die DDR zusammenbricht, versucht er mit dem in der DDR lange verbotenen Stück Warten auf Godot neuen Schwung in das resignierte Ensemble und die triste Kleinstadt zu bringen.

Das Programm wird komplettiert durch den Kurzfilm ZUG IN DIE FERNE Dresens von 1989 sowie eine gemeinsame Diskussion der Anwesenden mit den Seminarteilnehmer:innen. Geplante Gesamtdauer max. 3 Stunden.

11:00-13:00 Uhr: round table, Modul 03-TWL-0202 (Theater/Anthropologie)
Vorlesung Ingo Rekatzky, Großer Seminarraum

15:00-17:00 Uhr: Schauplätze des Eigensinns
Seminar Veronika Darian, Raum 116

Link zur Anmeldung: https://yopad.eu/p/EigenSinn

Trostfrauenprojekt, Foto: Stefan Hopf
Trostfrauenprojekt, Foto: Stefan Hopf

17:00-18:00 Uhr: Trostfrauen-Projekt Präsentationen der Arbeiten aus dem „DenkLabor“ und Rundgang näherer Stadtraum
Treff: 17 Uhr im Innenhof

Studierende unterschiedlicher Institute der Universität Leipzig haben gemeinsam performative und visuelle Aktionen für den Leipziger Stadtraum und die Stadtgesellschaft entwickelt, die sich mit Fragen zum Umgang mit kolonialer Vergangenheit und Kriegs-Traumata am Beispiel der sogenannten Militär-‚Trostfrauen‘ auseinander setzen. Angeregt wurden diese
künstlerischen Arbeiten durch das in der Japanologie veranstaltete Seminar „(Nicht nur das popkulturelle) ‚Japan goes global‘“ sowie durch die hier organisierte interdisziplinäre Ringvorlesung „Postkoloniale Erinnerungsarbeit und transnationaler Feminismus“. JProf. Veronika Darian und Dr. Janine Schulze-Fellmann nahmen diese Thematik zum Anlass, in Kooperation mit der Japanologie (Prof. Steffi Richter und Dorothea Mladenova) und der studentisch organisierten Gruppe MaDiThea (Vertreten durch Hanna Haupt und Hannah Probst) zu treten und mit einem DenkLabor den Rahmen für diese überfachliche kreative Transferarbeit zu bieten. Wir möchten nun alle Studierenden und Mitarbeitenden des Instituts
einladen, sich am Dienstag, den 12.7.2022, vor der gemeinsamen Preview, in der Zeit von 17.00 bis 18.00 Uhr selbst ein Bild von den erarbeiteten und inzwischen vielfach im öffentlichen Raum (in Leipzig und Berlin) aufgeführten und präsentierten Arbeiten zu machen. Alle Interessierten treffen sich um 17.00 Uhr im Hof der Ritterstraße 16, wo wir eine kleine Einführung in die Thematik des „DenkLabors“ und einen Einblick in die Arbeitsweisen geben, bevor wir uns mit den Aktivist:innen des Seminars in den näheren Stadtraum bewegen werden. Pünktlich um 18.00 Uhr werden wir wieder zur Preview im Institut sein.

Spuren im Schnee
Spuren, Foto: Patrick Primavesi

18:00 Uhr: P/Review
Institut für Theaterwissenschaft, Großer Seminarraum

Aufgrund der besonderen Lage ist geplant, die P/Review hybrid stattfinden zu lassen. Wer nicht die Möglichkeit hat, vor Ort im Institut zu sein, kann sich digital einwählen unter:

Zoom-Meeting beitreten
https://uni-leipzig.zoom.us/j/68961544425?pwd=dmIrSUVPOEdaaklGTVk3TUwzb20wZz09

Meeting-ID: 689 6154 4425
Kenncode: 600853

Das Institut, das CCT und der Fachschaftsrat Theaterwissenschaft laden Sie hiermit herzlich ein, gemeinsam einen Rückblick auf das Semester zu unternehmen und die Erfahrungen damit auszutauschen, gerne auch konstruktive Kritik und Wünsche zu äußern. Dabei wollen wir zugleich einen Ausblick auf die kommenden Monate geben, auf anstehende Ereignisse, Projekte, Vorhaben etc. und auch darüber mit Ihnen ins Gespräch kommen. Erscheinen Sie also bitte zahlreich!

Die Grafik zeigt einen Bühnenabgang oder -aufgang, ein Mikrofon und Kopfhörer. In der linken unteren Ecke befindet sich der Schriftzug "erinnerungsbühne:ost".
Gestaltung: Meike Schulenburg

11:00-13:00 Uhr: Erinnerungsbühne Ost
verantwortlich: Lara Wenzel, Hanna Haupt, Hannah Probst, Meike Schulenburg, Emilie Haus, Svea Meyer-Nixdorf und Lena Gramsch
Großer Seminarraum

Wie hat sich die Theaterlandschaft nach 1989 in Ostdeutschland verändert? Eine Audioinstallation gibt Einblick in 20h Interviewmaterial, in dem Theatermacher:innen von ihren Erfahrungen berichten. Außerdem stellt die studentische Arbeitsgruppe das online Archiv vor, das sie während ihrer Forschungsresidenz am WUK Theaterquartier erarbeitet. Wir empfehlen ein Handy mit QR-Scanner und Kopfhörer mitzubringen!

ab 16:00 Uhr: Meet & Greet Absolvent:innen-Treffen
Innenhof, gegenüber der Treppe zum Durchgang Goethestraße 6

Silberne Brosche aus dem Spätmittelalter in Form einer Vulva, die als Pilgerin mit Hut, Pilgerstab und Rosenkranz dargestellt ist.
Silberne Brosche aus dem Spätmittelalter in Form einer Vulva, die als Pilgerin mit Hut, Pilgerstab und Rosenkranz dargestellt ist.

17:00-19:00 Uhr: Historische Merkwürdigkeiten & Curiositäten
Konzept & Organisation: Judit Baer, Anna Maria Beck
Großer Seminarraum

Vulva-Broschen aus dem Spätmittelalter, medizinische Tipps aus dem 18. Jahrhundert ‒ was findet und liest man nicht alles, wenn man sich ins historische Quellenmaterial stürzt! Schade nur, dass es diese teils kuriosen Fundstücke dann oft doch nicht in die Haus- oder Abschlussarbeit schaffen oder falls doch, durch die gebotene Analysearbeit an Unterhaltungswert einbüßen… Dem möchten wir mit dieser Veranstaltung Abhilfe schaffen: Kommiliton:innen aus dem Master öffnen ihre Wunderkammern und präsentieren in kurzen Beiträgen schräge, merkwürdige oder unterhaltsame Funde aus ihrer historischen Arbeit, die einfach mal mehr Aufmerksamkeit verdienen.

19:00 Uhr: Absolventen:innen-Feier
Institut für Theaterwissenschaft, Großer Seminarraum

11:00-13:00 Uhr Tanz digital / Musikvideos, Modul 03-TWL-0208 (Transmedialität)
Vorlesung Patrick Primavesi, Großer Seminarraum

13:00-15:00 Uhr: performative Rauminstallation zur Schreibwerkstatt Tanz digital:
Seminar Melanie Gruß, Kleiner Seminarraum

In einer performativen Rauminstallation präsentieren wir die Ergebnisse der Schreibwerkstatt.

Unter folgendem Link könnt Ihr Euch auch in die digitale Version unserer Schreibwerkstatt - eine hyperrealen Raum-Installation - einwählen:

https://Voxels.com/s/SCHREIBWERKSTATT_goes_d-i-g-i-t-a-l

Geoportal "Berlin um 1800"
Geoportal "Berlin um 1800"

15:00-17:00 Uhr: Mapping das Dispositiv Amateurtheater
Seminar Stephan Schnell, Großer Seminarraum

Inspiriert von Gilles Deleuze sind über ein Dutzend Landkarten zu sehen, die Orientierungen im Dispositiv des Amateurtheaters um 1800 und heute geben. Mit ihnen suchen wir nach archäologischen Spuren von Unregierbarkeit Amateurtheater hier und dort, damals und heute.

ab 20.15 Uhr: der Chor der Theaterwissenschaft Leipzig präsentiert Sommer-Konzert
„Nur die Füller, keine Knüller!“ Die große Comeback-Revival-Tribute-Reunion-Show

Innenhof, bei den Treppenstufen zum Durchgang Goethestraße 6

danach: Party

Nach zwei leidvollen und freudlosen Jahren ohne Chorproben und -auftritte freuen wir uns, endlich wieder unsere zarten Stimmen erklingen zu lassen, um die unterschätztesten musikalischen Nummern der vergangenen 300 Jahre chorisch zu präsentieren. Unter dem Motto "Nur die Füller, keine Knüller" spannen wir einen musikalischen Bogen von Happy Heartcore über 80s-Trash, frechen Techno, Schlager bis hin zu beseeltem Liedgut des 18. Jahrhunderts. Auch Hits aus der youtube-Hölle dürfen nicht fehlen - wir freuen uns also auf euer zahlreiches Kommen und Blumenwürfe!

 

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