Wir verbinden in Forschung, Lehre und Praxis Gegenwartstheater und Theatergeschichte. Leitend sind für uns dabei transdisziplinäre und transkulturelle Perspektiven sowie der Transfer mit Kulturinstitutionen der Region und darüber hinaus.

Blick von außen auf die gläserne Eingangsfassade zum Projekt "Das beste Theater der Welt"
"Das beste Theater der Welt", ein Projekt im Rahmen der Bertolt Brecht Gastprofessur von Michael von zur Mühlen (Sommer 2019), Foto: Patrick Primavesi

Erweiterter Theaterbegriff

Grundlegend für unsere Arbeit ist ein erweiterter Theaterbegriff. Wir untersuchen Theater als Praxis, Kunstform und Institution ebenso wie Theater als elementaren Bestandteil von Kulturen mit spezifisch historischen und regionalen Ausdifferenzierungen in vielfältigen Strukturen, Formen und Funktionen.

Dabei betrachten wir alle Spezifikationen von Theater wie Oper, Tanz, Schauspiel, Puppenspiel und Performance ebenso wie theatrale Praktiken außerhalb des institutionalisierten Theaters. Dazu gehören die Inszenierung des Politischen, die Ästhetisierung des Alltags in den Medien, Formen der gesellschaftlichen Selbstdarstellung und der Ritualisierung, Re-enactments historischer Ereignisse und öffentliche Spektakel.

Forschungs- und Untersuchungsfelder

Wir erforschen theatrale Praktiken, die zum jeweiligen Kommunikationsgefüge europäischer und anderer Kulturen, Gemeinschaften und Gesellschaften ebenso beitragen wie zu deren wechselseitigem Austausch. An diesen Praktiken analysieren wir die Entwicklung und Überschreitung kultureller Identität und die Dynamik transkultureller Prozesse. Schwerpunkte der Arbeit am Institut bilden Perspektiven der Theater-Historiographie und historischen Anthropologie, exemplarische Wechselverhältnisse von Theatergeschichte und Gegenwartstheater, sowie die Inter- bzw. Transmedialität von Theater.

Lehre und Studium

Das Studium der Theaterwissenschaft in Leipzig ist gut vernetzt mit anderen Fächern und vermittelt Grundelemente einer transkulturellen Theaterbildung. Wir bieten folgende Studiengänge an:

Forschung und Lehre an unserem Institut basieren gleichermaßen auf der Praxis, die mit verschiedenen Elementen in das Studium integriert ist. Das reicht von szenischen Projekten im Rahmen der Gastprofessur Bertolt Brecht der Stadt Leipzig über vielfältige Veranstaltungen zum Theorie-Praxis-Transfer in Kooperation mit dem Centre of Competence for Theatre (CCT) und zahlreichen Theaterinstitutionen in Leipzig und der Region, bis hin zu den Praktika und eigenen Projekten der Studierenden, die durch ein Projektforum, Workshops und weitere Angebote unterstützt werden.

Zur Infrastruktur des Instituts gehört neben Probebühne, Bibliothek und Videothek auch ein Archiv mit Programmheften, Theaterzetteln und Rezensionen.

Profilschwerpunkte

In der Lehre, in vielfältigen Buch- und Beitragspublikationen sowie in der erfolgreichen Drittmitteleinwerbung äußern sich die Merkmale und profilbildenden Stärken der Leipziger Theaterwissenschaft: 

  • ► ein breites Spektrum an Forschungsfeldern und Arbeitsschwerpunkten, welche historische Perspektiven und Gegenwartsbezug in der Lehre wie auch im sonstigen Veranstaltungsangebot inhaltlich und methodisch verknüpfen
  • ► nationale und internationale Ausstrahlung und Vernetzung, durch die der neueste Forschungsstand sichtbar mitgeprägt wird
  • ► erfolgreicher Theorie-Praxis-Transfer, der wechselseitige Bezugnahmen von Künsten und Wissenschaften reflektiert und in Laborsituationen auch wissenschaftliches Arbeiten als eine kulturelle Praxis erfahrbar macht
  • ► nachhaltige Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch seine Einbindung in ein attraktives Umfeld aus praxisbezogener Lehre und Forschung
  • ► Orientierung auf aktuelle und zukünftige Berufsfelder, die sich in einer großen Nachfrage von Seiten des Arbeitsmarktes niederschlägt und zugleich die Aufnahme selbständiger Tätigkeiten in unterschiedlichen beruflichen Feldern fördert

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