MaDiThea ist im Sommersemester 2018 entstanden und bietet seitdem studentische Austausch- und Lernräume für Studierende an, die sich kritisch mit strukturellen Diskriminierungsformen in Theater und Theaterwissenschaft auseinandersetzen wollen. Hierbei versteht es sich als ein Curriculum ergänzendes Angebot, welches durch alle Teilnehmenden mitgestaltet werden kann.

Schriftzug MaDiThea auf schwarzem Hintergrund

Studentisches Kolloquium und Hochschulgruppe

Die Gruppe versteht sich als vertrauliche Plattform für ein gemeinsames Nachdenken über den strategischen Umgang mit Diskriminierungserfahrungen und Zeugenschaft in künstlerischen Arbeitsprozessen und als verstärkende Stimme für studentische Anliegen in der Etablierung einer diskriminierungskritischen Lehr- und Lernpraxis am Institut. Wer Lust hat sich inhaltlich und organisatorisch zu beteiligen oder auch nur mal „vorbei zu schnuppern“, kann jederzeit zu den ca. alle drei Wochen stattfindenden Treffen dazukommen.

Workshops/Blockseminar

Die Hochschulgruppe plant wieder externe Künstlerinnen und Künstler, Aktivistinnen und Aktivisten sowie Lehrende für Vorträge und Workshops einzuladen. In der Vergangenheit fanden Übersichtsseminare zu den bisher behandelten Schwerpunkten statt, sowie Workshops und Gastvorträge von Expertinnen und Experten zu den Themenfeldern Inklusion am Theater (mit Jana Zöll, Schauspielerin; Anne-Cathrin Lessel (LOFFT) und Anna Weyrosta (TdJW)), Transfeminismus (Performance Lecture zu Transfeminismus von Alex Alina Chamberland), Schwarzer und intersektionaler Feminismus (von Jenifa Simon, Filmregisseurin und Lindiwe Breuer, Kulturwissenschaftlerin) und ein "How to be an ally"-Workshop zu strukturellem Rassismus in der Kulturbranche (Initiative für Solidarität am Theater mit Azeret Koua und Julia*n Meding). Zudem gestaltet die MaDiThea-Hochschulgruppe einen Podcast, der noch Unterstützerinnen und Unterstützer sucht! Bei diesem werden Interviews mit Theatermacherinnen und Theatermachern sowie Aktivistinnen und Aktivisten geführt, welche an öffentliche Diskurse und Problematiken im Theater anschließen.

Da das Programm aus studentischer Initiative geplant wird, ist es leider nicht möglich hierfür Modulpunkte zu vergeben. Trotzdem hoffen die Organisatorinnen auf eine große Zahl von Teilnehmenden, welche gemeinsame Erkenntnisse und kritische Sichtweisen in andere Lehrveranstaltungen der Theaterwissenschaft weitertragen können. Bei Fragen oder Anmerkungen, kontaktiert uns gern! Wir freuen uns auf euch!