Die Preisverleihung findet am 22.11.2025 im Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin statt.
Die Jury schreibt:
„Die Studie thematisiert einen Hauptvertreter der Theateravantgarde des frühen 20. Jahrhunderts, Vsevolod E. Meyerhold (1874 - 1940), und zeichnet sich durch eine umfangreiche Erschließung russischer Quellen und Sekundärliteratur aus. Sie verfolgt die Geschichte und Theatergeschichte Russlands im 19. und frühen 20.
Jahrhundert und beleuchtet ihren Einfluss auf Meyerholds Entwicklung in einem beeindruckenden Panorama kultureller Entwicklungen. Mit einer Analyse des vielschichtigen Terminus „uslovnyi teatr“ und seiner Verwendung bei Meyerhold führt sie zu einem neuen Verständnis des künstlerischen Wollens dieser
außergewöhnlichen Theaterpersönlichkeit. Damit wird der Blick auf die Theateravantgarde geschärft und das bisherige Bild Meyerholds korrigiert.“
Die Gesellschaft für Theatergeschichte vergibt den Max-Herrmann-Dissertationspreis 2025 an Maria Koch-Lüdke
Max-Herrmann-Dissertationspreis 2025 geht an die Leipziger Theaterwissenschaft
https://www.gkr.uni-leipzig.de/institut-fuer-theaterwissenschaft/institut/aktuelles/newsdetail/artikel/max-herrmann-dissertationspreis-2025-geht-an-die-leipziger-theaterwissenschaft-2025-11-06
Der jährlich vergebene Preis erinnert an Max Herrmann, den Gründer des Berliner Instituts für Theaterwissenschaft und Vorsitzenden der Gesellschaft für Theatergeschichte, der 1942 im KZ Theresienstadt ums Leben kam.
Die Gesellschaft für Theatergeschichte vergibt den Max-Herrmann-Dissertationspreis 2025 an Maria Koch-Lüdke für ihre Dissertationsschrift „Theaterkunst in Russland zwischen Fin de Siècle und Avantgarde. Meyerholds Begriff des uslovnyj teatr im Kontext“. Die Arbeit entstand am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig. Gutachter:in waren Prof. em. Dr. Gerda Baumbach und Jun.-Prof. Dr. Ingo Rekatzky.