Datum/Uhrzeit: bis, 14:30 Uhr
Art: Tagung/Symposium, Präsenz
Ort: Deutsche Nationalbibliothek Leipzig

Wir laden Sie ein zu einer Kooperationsveranstaltung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums, des Deutschen Musikarchivs und des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig.

Im Rahmen der Reihe "Mediengeschichte des Protests" findet in der Deutschen Nationalbibliothek am 22. und 23. Januar 2026 die Tagung "Subversive Klänge? Musik als Medium von politischem Protest" statt.

Termin: 22.1.2026, 14:30 bis 23.1.2026, ca. 13:15
Veranstaltungsort: Vortragsraum, Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig, Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig
Kosten: Eintritt frei

Die Tagung „Subversive Klänge“ widmet sich historischen und zeitgenössischen Beispielen musikalischen Protests und zeigt, wie Klang zum Medium politischer Artikulation werden kann.
An zwei Tagen präsentieren die Vortragenden ihre aktuellen Arbeiten zu musikalischen Strategien des Widerstands: von szenischer Kammermusik in der DDR über Free Jazz, Punk und New Wave, kirchenmusikalische Praktiken im Sozialismus bis hin zu jüdischer Musik im Stalinismus, Umgehung von politischer Zensur im 19. Jahrhundert oder widerständigen Kompositionen im „Dritten Reich“ und im Exil.
Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum mit Interesse an Musik, Politik und Zeitgeschichte. 

Eine Kooperationsveranstaltung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums, des Deutschen Musikarchivs und des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig.

Organisation: Linus Hartmann-Enke, Stefan Keym und Ruprecht Langer

 

Programm

22. Januar 2026

14:30–14:50 Uhr 
Begrüßung und einführende Worte

14:50–15:30 Uhr 
Katrin Stöck (Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH): Szenische Kammermusik in der DDR: Intention und Wirkung. Am Beispiel von Friedrich Schenkers Kammerspiel II „Missa nigra“.

15:30–16:10 Uhr 
Maria Ekert (Universität Leipzig): Resistenz, Persistenz, Resilienz: Zur Kirchenmusik in der DDR.

16:10–16:30 Uhr 
Pause

16:30–17:10 Uhr 
Claudia Helmert (Universität Leipzig): Klang des Protests?! (Free) Jazz in der DDR.

17:10–17:50 Uhr 
Florian Lipp (Universität Hamburg): „Aus den Wildschweinen werden Haussäue“ – Punk und New Wave in der DDR zwischen Repression und Förderung.
 

23. Januar 2026

9:00–9:40 Uhr 
Wolfgang Fuhrmann (Universität Leipzig): „Die Freiheit war gekommen, und wir hatten – kein Lied.“ Der März 1848 im Habsburgerreich.

9:40–10:20 Uhr 
Stefan Keym (Universität Leipzig): „Unter Blumen eingesenkte Kanonen“? Instrumentalmusik als Medium politisch subversiver Botschaften im 19. und 20. Jahrhundert.

10:20–11:00 Uhr 
Jascha Nemtsov (HfM Weimar): Jüdische Musik im Stalinismus.

11:00–11:20 
Pause

11:20–12:00 Uhr 
Friedrich Geiger (HfM München): Musikalischer Widerstand im „Dritten Reich“ und im Exil.

12:00–12:40 Uhr 
Yvonne Wasserloos (Universität Mozarteum Salzburg): „Wölfe im Schafspelz“. Subversion durch Kulturkaperung und Reframing.

12:40–13:15 Uhr 
Abschlussdiskussion