Die Tagung „Subversive Klänge“ widmet sich historischen und zeitgenössischen Beispielen musikalischen Protests und zeigt, wie Klang zum Medium politischer Artikulation werden kann.
An zwei Tagen präsentieren die Vortragenden ihre aktuellen Arbeiten zu musikalischen Strategien des Widerstands: von szenischer Kammermusik in der DDR über Free Jazz, Punk und New Wave, kirchenmusikalische Praktiken im Sozialismus bis hin zu jüdischer Musik im Stalinismus, Umgehung von politischer Zensur im 19. Jahrhundert oder widerständigen Kompositionen im „Dritten Reich“ und im Exil.
Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum mit Interesse an Musik, Politik und Zeitgeschichte.
Organisation: Linus Hartmann-Enke, Stefan Keym und Ruprecht Langer
Programm
22. Januar 2026
14:30–14:50 Uhr
Begrüßung und einführende Worte
14:50–15:30 Uhr
Katrin Stöck (Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH): Szenische Kammermusik in der DDR: Intention und Wirkung. Am Beispiel von Friedrich Schenkers Kammerspiel II „Missa nigra“.
15:30–16:10 Uhr
Maria Ekert (Universität Leipzig): Resistenz, Persistenz, Resilienz: Zur Kirchenmusik in der DDR.
16:10–16:30 Uhr
Pause
16:30–17:10 Uhr
Claudia Helmert (Universität Leipzig): Klang des Protests?! (Free) Jazz in der DDR.
17:10–17:50 Uhr
Florian Lipp (Universität Hamburg): „Aus den Wildschweinen werden Haussäue“ – Punk und New Wave in der DDR zwischen Repression und Förderung.
23. Januar 2026
9:00–9:40 Uhr
Wolfgang Fuhrmann (Universität Leipzig): „Die Freiheit war gekommen, und wir hatten – kein Lied.“ Der März 1848 im Habsburgerreich.
9:40–10:20 Uhr
Stefan Keym (Universität Leipzig): „Unter Blumen eingesenkte Kanonen“? Instrumentalmusik als Medium politisch subversiver Botschaften im 19. und 20. Jahrhundert.
10:20–11:00 Uhr
Jascha Nemtsov (HfM Weimar): Jüdische Musik im Stalinismus.
11:00–11:20
Pause
11:20–12:00 Uhr
Friedrich Geiger (HfM München): Musikalischer Widerstand im „Dritten Reich“ und im Exil.
12:00–12:40 Uhr
Yvonne Wasserloos (Universität Mozarteum Salzburg): „Wölfe im Schafspelz“. Subversion durch Kulturkaperung und Reframing.
12:40–13:15 Uhr
Abschlussdiskussion