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Die transdisziplinäre Ringvorlesung des Centre of Competence for Theatre zum Themenfeld „Grenzen, Umbrüche,
Transformationen. Künste und Kulturen vor und nach 1989/90“ widmet sich in
der letzten Sitzung dieses Jahres der Musikstadt Leipzig und den
Handlungsspielräumen innerhalb von Kunst- und Kulturinstitutionen.

Referent: Prof. Dr. Stefan Keym
Termin: Dienstag, 16.12.25, 17-19 Uhr, Hörsaal 11, Hörsaalgebäude

In der DDR erhielt der klassische Konzert- und Opernbetrieb eine sehr
großzügige staatliche Förderung. Prominente Musikschaffende hatten
weitgehende Reisemöglichkeiten und trugen so zum internationalen kulturellen
Prestige des Landes bei. Auch an ihren Institutionen verfügten sie zum Teil
über große Gestaltungsspielräume. Inwieweit diese Konstellation
systemstabilisierend oder auch emanzipatorisch wirkte, ist in der Forschung
umstritten.

Diese Frage wird ausgehend vom Leipziger Gewandhaus und seinem langjährigen
Kapellmeister Kurt Masur erörtert, der den Neubau des Konzerthauses
durchsetzte und im Wendeherbst 1989 auch einer breiteren Öffentlichkeit
bekannt wurde. Seinem Wirken wird der Komponist Udo Zimmermann
gegenübergestellt, der die Umbruchsituation der 1990er Jahre nutzte, um als
Intendant die Oper Leipzig zu einem Zentrum des modernen Musiktheaters zu
profilieren.

Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten. 

Informationen zu den weiteren
Terminen finden sich unter cct.gko.uni-leipzig.de/kalender/