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Veranstaltungsort: Seminargebäude, S 202

Gastvortrag von Dr. Frederik Schröer

Gefühle sind elementar Bestandteile unseres Denkens und Handelns. Sie helfen uns entscheiden, verbinden uns mit einander, treiben uns an und treiben uns um. Aber haben Gefühle auch eine Geschichte? Die Geschichte der Gefühle bejaht diese Frage und geht der Variabilität und Wirkungsmacht der Gefühle nach. Religionen, darunter der Buddhismus, bieten hierbei besondere Forschungsfelder, in denen sich prägnant die kulturelle und historische Verschiedenheit der Gefühlspaletten und -praktiken zeigt. Gleichsam fordern sie dazu auf, eurozentrische Begriffe kritisch zu hinterfragen. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte der Gefühle als interdisziplinäres Forschungsfeld und erkundet die Besonderheiten, welche sich in der Emotionsgeschichte des Buddhismus offenbaren. Was sagt die Waldangst über den frühen Buddhismus des Pali Kanons? Wie lassen uns Mitgefühl, Hoffnung, Leid und Wut die tibetische Diaspora besser verstehen? Anhand konkreter Forschungsbeispiele geht dieser Vortrag Fragen von Quellen, Akteuren und Analysebegriffen nach.

Dr. Frederik Schröer forscht am Center for the History of Emotions am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.mpib-berlin.mpg.de/mitarbeiter/93471.

Erstellt von: Cornelia Meinig