Veranstaltung am

Veranstaltungsort: GfZK, Karl-Tauchnitz-Str. 9-11

Ausstellungsbesuch und Einführung mit Vera Lauf / Veranstaltung zur Ringvorlesung "(de)colonial practices in/across academia" des Instituts für Ethnologie und Instituts für Afrikastudien im Sommersemester / Mit unserer Veranstaltung wollen wir die Grenzen des diskursiven Raums der Universität überschreiten – auch physisch (siehe Info zum Veranstaltungsort)

Die Frage danach, wie eine dekolonialisierende Praxis aussehen kann, bestimmt gegenwärtig auch eine zentrale Debatte an Kunstmuseen. An eine Einführung in die (mögliche) Bedeutung dekolonialer Ansätze für die Arbeit der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig schließt sich ein Rundgang durch die Ausstellung Offener Prozess an. Die Ausstellung widmet sich dem NSU-Komplex und nimmt dabei die Ost-Deutsche Realität, insbesondere in Sachsen, zum Ausgangspunkt. Sie erzählt eine Geschichte des NSU-Komplexes, die von Migration, den Kontinuitäten rechter und rassistischer Gewalt und vom Widerstand dagegen handelt. Mit dem Ansatz eines “lebendigen Erinnerns” rückt sie marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt. Zuhören wird hier als eine politische Praxis verstanden.