Am Institut für Ethnologie gibt es in den Lehrangeboten und darüber hinaus Projekte wie Lehrexperimente und Museumsarbeit, in die Studierende eingebunden sind. Lehrende und Studierende arbeiten mit medialen Formaten wie Podcasts oder erstellen Publikationen. Ziel ist es, wissenschaftliche Praxis mit anderen Formen des Denkens und Handelns zu verbinden. Wir unterstützen Studierende in der Durchführung studentischer Projekte, die diese selbst konzipieren und umsetzen und stehen studentischen Initiativen offen gegenüber. Auf dieser Seite findet sich eine Auswahl an Projekten.

Podcast "Pandemic Perspectives"

Auf einer Tastatur liegen Kopfhörer, Stifte und weitere Büroartikel
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Theorie in Bildern

Ein Mann steht auf einem Stuhl, daneben eine Frau tiefer auf dem Boden. Links hält jemand das Wort "Ware" ins Bild.
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Museum on the Couch

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100 Jahre Ethnologie in Leipzig

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Podcast: Pandemic Perspectives

Studierende aus verschiedenen Ländern bearbeiten Fragen um die Covid-19 Pandemie. Sie zeigen die Pandemie als einen Moment tiefer Brüche und Unsicherheiten, aber auch von Experimentieren und Kreativität. Die Podcasts entstanden im Rahmen des Master-Seminars “Anthropology and Crisis Communication” unter der Leitung von Claudia Lang.
Im Seminar beschäftigten wir uns aus anthropologischer Perspektive mit der Pandemie und ihrer öffentlichen Repräsentation. Dabei stand zum einen die kritische Analyse der Pandemie und des gesellschaftlichen und politischen Umgangs mit ihr im Mittelpunkt, zum anderen die Relevanz von Sozialwissenschaften in pandemischen und anderen Krisen. Wir danken Lena Löhr für das Intensivtraining zum Erstellen von Podcasts!

Locked in Lockdowns

Locked in Lockdowns

Wie können Lockdowns als gesellschaftliche Experimente verstanden werden? In diesem Podcast begrüßt Jess drei Studierende im Master Ethnologie: Jun aus Südkorea, Hynek aus der Tschechischen Republik und Sophie aus den USA. Lassen Sie sich als Hörerin und Hörer dazu anregen, Ihre eigenen Erfahrungen mit uns zu reflektieren.

Von Hynek Bečka, Pakak Sophie Boerner, Jun Hyeok Lee und Jessica Ajejandra Lopez

Ein Mann hält auf der Straße ein Schild mit der Aufschrift "Stay Home"
The great equalizer?

The great equalizer?

lorem ipsum... Podcast in Englisch

Sind wir vor Covid-19 alle gleich? Während Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner mit ökonomische Notlagen kämpfen müssen, diskutieren Prominente, wie Covid-19 uns alle betrifft oder sogar gleich stellt. Allerdings stellt Covid-19 uns nicht gleich. Es ist viel mehr ein Vergrößerungsglas, das Risse im System immer deutlicher sichtbar werden lässt.

Von Alicia Kleer, Paul Müntnich, Isa Morelli Perlin, Suzanna Powers und Johannes Schmidt

Museum on the Couch

»Museum on the Couch« beschreibt ein Workshop-Seminar, in dem sich Studierende dialogisch und praktisch in kritische Museumsarbeit einbringen. Museum on the Couch besteht aus einer Reihe verschiedener Aktivitäten: lehren, experimentieren, netzwerken – die darauf abzielen, im Herzen des ethnographischen Museums einen interaktiven Ort der konstruktiven Diskussion zu errichten. Im Zentrum steht dabei die Reflektion über Erfolge, Fehler und kreative Lösungen des ethnographischen Museums allgemein und vor Ort. Abschluss des Workshop-Seminars bildet eine von Studierenden organisierte Ausstellung, die Arbeiten der Seminarteilnehmenden als Interventionen in der Dauerausstellung zeigt. Das Projekt wurde in Kooperation zwischen dem GRASSI Museum für Völkerkunde und dem Institut für Ethnologie zwischen 2015 und 2019 insgesamt fünfmal umgesetzt.

In einem Museum hängt ein Poster neben einer kleinen Hütte.
Vor einer Museumsvitirine stehen Boxen zum sitzen mit aufgedruckten Fragen.
Performance "HERAKLES2 or OVER-DETERMINED" von Mona Hempel, Museum on the Couch 2017, Foto: Antje Baecker
Interaktion Feedback bei Museum on the Couch, Leipzig 2017, Foto: Antje Baecker

Theorie in Bildern

 „Theorie in Bildern“ ist der Titel eines Lehr-Lern-Projektes, das wir seit Sommersemester 2017 in unserem Modul „Systematische Ethnologie: Körper, Verwandtschaft, Geschlecht“ umsetzen. Studierende übersetzen Theorie in Bilder, das heißt sie nähern sich mittels visueller, akustischer oder performativer Formate den theoretischen Aussagen von Texten an. Wie genau sie das tun, ist freigestellt und wird in studentischen Teams entwickelt. In den vergangenen Jahren bestanden die Interventionen unter anderem aus Collagen, räumlichen Arrangements im Seminarraum, Spielen, Zeichnungen und Mindmaps. Theorie in Bildern ist der Versuch, "embodied learning" umzusetzen, also auch sinnliche und emotionale Facetten des Lernens einzufangen und mittels dieser ein vertieftes Verständnis von Theorieinhalten zu erreichen.

Auf der Seite der ethnologischen Zeitschrift Cultural Anthropology finden Sie eine englischsprachige Reflektion sowie Bilder zu dem Projekt.

Visualisierung im Seminar zu Körper, Verwandtschaft und Geschlecht, Leipzig 2017, Foto: Stefanie Mauksch

Vom Wissen der Objekte: Studentische Mitentwicklung einer Ausstellung

Altes neu und anders zur Anschauung zu bringen, war das Ziel der Ausstellung „Vom Wissen der Objekte. Ethnologische Konstellationen" im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig. Wir haben das 100-jährige Jubiläum des Instituts zum Anlass genommen, um gemeinsam mit Studierenden über Fachgeschichte, Sammlungs- und Ausstellungspraktiken, über globale Machtbeziehungen und über das Verhältnis von Kunst und Ethnografika zu reflektieren und neue Arrangements von Objekten zu entwickeln. Ziel der Ausstellung war es, Objekte unterschiedlichster Gegenden der Welt in ungewöhnlichen Konstellationen anzuordnen, zur sinnlichen Auseinandersetzung mit ihnen einzuladen und ein Verständnis für verschiedene Traditionen des musealen Zeigens und des ethnologischen Deutens zu ermöglichen. Wie schauen Ethnologen und was sehen sie? Welches Wissen entlocken sie den Objekten und welche Folgen hat dies für unsere Wahrnehmung von Kultur? Die Suche nach Antworten auf diese Fragen verdichteten sich in einer Ausstellung, in der Gegenstände nach unterschiedlichen Prinzipien sortiert, gezeigt, ausgestellt und interpretiert wurden. In ihren unterschiedlichen Kontexten offenbaren Objekte jeweils andere Wahrheiten.

In unserem Blog zur Ausstellung finden Sie Bilder, Gästebuch, Begleitheft, einen Kurzfilm und eine Gesprächskollage. Studierende waren an vielen Stellen eingebunden, z.B. Recherche in Archiven, Ideenentwicklung, Arrangement von Begleitobjekten, Koautorschaft von Begleitheft, sowie einer studentischen Publikation anlässlich des Jubiläums.

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