Projekte

Jörn Lang: Zum semantischen Verhältnis von Figur und Ornament in der attischen und unteritalischen Vasenmalerei

Neben den Figuren gehören Ornamente zu den wesentlichen Bestandteilen der griechischen Vasenmalerei. In der Gestaltung von Wirklichkeit durch bildliche Formen bilden sie einen Grenzfall der Darstellung. Auch wenn sie sich bisweilen aus figürlichen Formen ableiten zu lassen scheinen, zeichnen sie sich durch ein extrem verkürztes und durch Repetition geprägtes Repertoire an Formen aus. In ihnen werden durch Reihungen und symmetrische Anordnungen in einprägsamer Weise Muster erzeugt. Durch die regelhafte Verwendung und Verbindung von Ornamenten bildete sich ein kulturspezifisch verbindliches Zeichensystem aus, das über lange Zeiträume stabil bleiben konnte. Sie bilden damit konstante Merkmale sinnlicher Wahrnehmung, sind aber zugleich Abstraktionen einer sinnlich wahrgenommenen Welt.
Ornamente erlauben Rückschlüsse auf eine kulturelle Hierarchisierung der Merkmale und Mechanismen ihrer Wahrnehmung. Dabei hatten sie in der Regel ihnen fest zugewiesene Plätze und besaßen damit eine Funktion als Ordnungsstruktur von Formen, auf die sie appliziert wurden. Zugleich kam es immer wieder zur gegenseitigen Durchdringung der Kategorien, die unter den Begriff „Figur“ und „Ornament“ fallen, sodass die Bildelemente im einzelnen kaum mehr scharf voneinander zu trennen sind. Die Kontinuitäten und Brüche dieses Systems am Beispiel der griechischen Vasenmalerei der archaischen und klassischen Zeit nachzuzeichnen, stellt den Fokus des Projektes dar.

Neben der formalen Analyse der Dekorationssysteme werden die Bedeutungsebenen der Ornamente und die zugrunde liegenden Denksysteme im Sinne einer „figürlichen“ und „ornamentalen“ Wahrnehmung im Mittelpunkt stehen. Dabei soll auch über die Gattungsgrenze der Vasenmalerei hinaus gehend anhand der erhaltenen materiellen Reste überlegt werden, inwiefern sich aus einem formalen Wandel auch eine Verschiebung in den Referenzen des ornamentalen Formenschatzes zu den Kategorien „Figur“ und „Ornament“ ablesen lässt und was dies schließlich über einen möglichen Wandel des semantisches Gehaltes aussagen kann.

Jörn Lang: Alltagsspuren römischer Bildpraxis. Kontrast und Komplementarität weiblicher Bildnisse zwischen Individualität und exemplum

Alltagsspuren römischer Bildpraxis. Kontrast und Komplementarität weiblicher Bildnisse zwischen Individualität und exemplum

Bildnisse gehören zweifellos zu den Grundkonstanten menschlichen Formgebungswillens. Wenngleich sich die Anfänge des Phänomens kaum präzise greifen lassen, begegnen Darstellungen, die auf die bildliche Darstellung von Menschen zielen, seit der Antike. Sie sind spezifische Kategorien von Bild und damit eigenständige Erscheinungen, zeichnen sich jedoch durch einen konkreten Subjektbezug aus. Dieser kann sich in der potenziellen Abbildung von Personen, wie im Lateinischen die Verwendung des Begriffes imago impliziert (z. B. Plin nat. 35, 4), aber auch im Anspruch der Sichtbarmachung von menschlicher Individualität zeigen (z. B. Plin. nat. 35, 2, 9). Für die Antike spiegeln einerseits die literarische Überlieferung andererseits die materielle Hinterlassenschaft diese Sichtweisen deutlich wider. Als Möglichkeit der Darstellung besaßen Bildnisse bereits seit der griechischen Klassik einen festen Stellenwert, zielten von wenigen Ausnahmen abgesehen jedoch auf die Darstellungen von Männern als Protagonisten des öffentlichen Lebens. Seit der Zeit des Hellenismus wurden weibliche Personen zum Bestandteil des Erscheinungsbildes öffentlicher Plätze und erschienen im Kontext mit den hellenistischen Herrschern auch in der Münzprägung oder als Darstellungen in der Kleinkunst. Diese Tradition setzte sich im Imperium Romanum fort, in dem vor allem die Frauen des Kaiserhauses zwar keine institutionell verankerte Rolle besaßen, aber dennoch regelmäßig zur Darstellung kamen. Wenngleich sie nicht die Omnipräsenz des Kaiserbildes oder männlicher Mitglieder lokaler Eliten entfalteten, waren weibliche Bildnisse seit der Zeit der späten Republik regelmäßig präsent, in politisch geprägten, öffentlichen ebenso wie in sakralen oder häuslichen Kontexten.

In der Forschung wurde die antike Bildnisrepräsentation in ihrer gesamten Breite, von den Fragen nach den Anfängen, über das Verhältnis von Bildnis und Individuum, bis hin zu den unterschiedlichen Repräsentationsformen und gesellschaftlichen Funktionen untersucht. Während lange Zeit vor allem der mimetisch-abbildende Charakter der Bildnisplastik betont und diese somit als geeigneter Zugang zu individuellem Aussehen und Charakter von Menschen der Vergangenheit angesehen wurde. In diesem Zusammenhang dienten insbesondere die rundplastischen Bildnisse sowie die offiziellen Zeugnisse der Münzprägung als Basis der Argumentation, Werke der privaten Kleinkunst fanden dagegen kaum Berücksichtigung. Dadurch konnten zentrale mediale Ausformungen des Phänomens Bildnis im Kontext der römischen Gesellschaft beleuchtet werden, wurden zugleich jedoch auf den Bereich der Wirkung offizieller Bildnisse bzw. Bildnisse im öffentlichen Raum eingeengt. Potenzial für eine Erweiterung dieser Perspektive bergen insbesondere Objekte aus dem Bereich der Alltagskultur, da sie einen Blick auf die Divergenz rezeptiver Mechanismen der Darstellungsprinzipien von »Bildnis« in der römischen Gesellschaft abseits öffentlicher Räume erlauben. Zugleich erweitern sie die Sensibilität für die materiellen und funktionalen Bedingtheiten von Bildnissen und ihrer Wahrnehmung in unterschiedlichen Konfigurationen der sie umgebenden Welt, in der Kategorien wie »Bildnis« selbst als Bestandteil sozialer Praktiken immer wieder neu ausgehandelt wurden.

An diesem Punkt setzt das Projekt an. Es geht von einem Bildnisbegriff aus, der sowohl die Möglichkeit mimetischer Darstellungen in Sinne einer konkreten menschlichen imago als auch die Konstruktion von exempla im menschlichen und durch das menschliche Abbild selbst zulässt. Als Fallstudie konzipiert soll untersucht werden, wie weibliche Bildnisse in alltägliche Praktiken eingebunden waren und jenseits festgeschriebener räumlicher Wahrnehmungskontexte in unterschiedlichen Bereichen und sozialen Konfigurationen als Alltagsbilder wirkten. Aufgrund ihrer Mobilität bieten die geschnittenen Steine dazu einen geeigneten Ausgangspunkt. Auf ihnen traten Bildnisse ab dem 3. Jh. v. Chr. auf und besaßen ab dem 1. Jh. v. Chr. einen festen Stellenwert, so dass sich die Entwicklung bis in die Zeit der Severer nachzeichnen lässt. Die Untersuchung wird bewusst auf die Gruppe der weiblichen Bildnisse – identifizierbare Darstellungen aus dem Umfeld der familia Caesaris ebenso wie weibliche, unbenannte Frauen mit Modefrisuren – fokussiert, da für diese eine systematische, diachrone Betrachtung bisher fehlt. Ebenso wenig wurden bisher funktionale Aspekte konsequent berücksichtigt, die hier in Form der Siegeldepots einbezogen werden. Die Basis der Untersuchung wurde durch die umfassenden Materialvorlagen in Form von Katalogen insbesondere europäischer Sammlungen und der zunehmenden Veröffentlichung von geschnittenen Steinen aus Fundkontexten erheblich erweitert. Zudem liegen für diese Gruppe systematische Untersuchungen zur öffentlichen Repräsentation ebenso wie ein literarisch überlieferter Tugendkanon vor, so dass weibliche Bildnisse im Spiegel von als Text ebenso wie als Bild formulierten Vorstellungen und vor dem Hintergrund der Eigenheiten von geschnittenen Steinen als Bildnisträgern in den Blick genommen werden können.

Gefördert durch das Internationale Kolleg Morphomata. Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen.

Amethyst-Intaglio mit Bildnis einer Frau. Sie trägt eine Frisur nach Art der Faustina maior. Berlin, SMB Inv. FG 2336, Foto: J. Lang

J. Lang: Die Ausstattung der Häuser in Solunt und die hellenistisch-römische Wohnkultur auf Sizilien

In Anlehnung an die hinsichtlich ihrer Dokumentation vorzüglichen Bände „Die hellenistische Kunst in Pompeji“, jedoch unter vornehmlich kulturgeschichtlichen Fragestellungen, ist das primäre Ziel des Projektes, die bisher weitgehend undokumentierten und hinsichtlich ihrer Fundkontexte kaum ausgewerteten Gattungen von Hausausstattung (Tischfüße, Puteale, Bronzegeräte etc.) auf Sizilien exemplarisch zu erschließen. Den Ausgangspunkt bilden zunächst die Zeugnisse der architektonisch gut dokumentierten Häuser in Solunt (heute zum Teil in Palermo). Ziel ist es, im Anschluss an die Arbeiten zu Architektur, Flächenkunst und Bauornamentik der Häuser in einem holistischen Ansatz die Wohnkultur der hellenistischen und römischen Zeit durch eine chronologische Fixierung und – soweit möglich – durch Rekontextualisierung der Zeugnisse Rezeptionsmechanismen zu erarbeiten, vor deren Hintergrund eine kulturhistorische Annäherung an das Phänomen hellenistischer Hausausstattung erfolgt. Im Zentrum steht auch die Frage nach einer möglichen Scharnierfunktion Siziliens im Prozess der Rezeption hellenistischer Elemente, die aus dem östlichen Mittelmeerraum kommend ihren Weg auf die italische Halbinsel fanden. Solunt soll dabei als Ausgangspunkt der Materialerschließung dienen, bevor die Untersuchung auf andere Fallbeispiele der ersten römischen Provinz ausgedehnt wird.

Das Projekt wird gefördert durch die Fritz-Thyssen-Stiftung.

Literatur

  • M. De Vos, Pitture e mosaici a Solunto, BaBesch 50, 1975, 195–224.
  • W. von Sydow, Die hellenistischen Gebälke in Sizilien, RM 91, 1984, 239–358.
  • M. Wolf, Die Häuser von Solunt und die hellenistische Wohnarchitektur (2004).
Ansicht von Solunt (März 2012)
Ansicht von Solunt (März 2012)
Solunt, Marmorne Beckenstütze aus der Casa di Leda
Solunt, Marmorne Beckenstütze aus der Casa di Leda

Jörn Lang: Materialität antiker Lebensstile. Wohnen in Pergamon zwischen hellenistischer Residenzstadt und römischer Metropole

Als räumlich hochgradig konzentrierte urbanistische Einheiten ist der Bereich des Wohnens ein sensibler Indikator kultureller Entwicklungen. Denn er umfasst Räume, die ein von Akteuren unmittelbar gestaltetes Umfeld repräsentieren und an denen sich etwa in Form von materiellen Inventaren zahlreiche „kleinste Fakten“ (S. Kracauer) aus dem antiken Leben erhalten haben. In Pergamon wurde erst mit Aufnahme der Stadtgrabung im Jahr 1973 der Blick dezidiert auf die „normalen Leute“ (W. Radt) gelenkt. Durch die primäre Konzentration auf die Erforschung architektonischer Dispositionen einzelner Wohneinheiten wurden ihre Aussagepotenziale für die Rekonstruktion kultureller Entwicklungen aber bisher noch nicht systematisch ausgeschöpft.

Hier setzt das vorliegende Projekt an. Es zielt darauf, in Erweiterung der bisher gewonnenen Einblicke in die urbanen Strukturen Pergamons die bisher bekannte Entwicklung des Stadtorganismus um eine akteurszentrierte, dezidiert auf die Ebene einzelner Wohnstrukturen und -prozesse ausgerichtete Untersuchungsperspektive zu ergänzen. Eine diachrone Betrachtung solcher akteursnahen Räume erlaubt in einer vergleichenden Perspektive nicht allein Aufschlüsse über persistente und veränderliche Elemente hinsichtlich individueller, sondern auch gruppenspezifischer Lebensstile. In Pergamon weisen zahlreiche Häuser ein breites Spektrum an räumlichen Umgestaltungen auf. Diese Gestaltungsprozesse auf der Ebene der Architektur sind vor dem Hintergrund der materiellen Kultur dieser Häuser zu reflektieren. Hier ist beispielsweise zu überlegen, in welchen Formen sich die politische Zugehörigkeit zu Rom ab 133 v. Chr. auf den unterschiedlichen Ebenen materieller Ordnungen des Wohnens niederschlug und welche Szenarien sich für den Umgang mit dem Erbe der hellenistischen Zeit während der römischen Kaiserzeit konkret nachweisen lassen.

Die Rekonstruktion solcher Transformationsprozesse des Wohnens bedarf einer möglichst hohen Informationsdichte. Daher wird die materielle Alltagskultur Pergamons zwischen hellenistischer und römischer Zeit (300 v. Chr. und 300 n. Chr.) in den Blick genommen. Zum einen liegen für diesen Zeitraum hinreichend aussagekräftige Befunde vor, zum anderen deckt sich dieser Untersuchungshorizont mit dem Fokus des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Langfristvorhabens „Die Transformation der Mikroregion Pergamon zwischen Hellenismus und römischer Kaiserzeit“. Durch die Kooperation des vorliegenden Projekts mit dem Langfristvorhaben können die Ergebnisse in den größeren Entwicklungszusammenhang der Region eingebettet werden. Zugleich erweitern sie das gewonnene Bild um einen dezidiert nahsichtigen Blick, der im vorliegenden Projekt aus drei Perspektiven erfolgt.

Ausgangspunkt ist zunächst die Betrachtung von Angehörigen der gesellschaftlichen Elite. Dieser wird die Perspektive einer hinsichtlich der architektonischen Disposition wie auch Nutzungsfläche deutlich bescheideneren Wohnstruktur gegenübergestellt. Da die Evidenz gesellschaftlicher Konstellationen unterhalb der politisch aktiven Eliten nur selten ein differenziertes Bild zulässt, erfolgt nur eine relationale Bestimmung ex negativo. Die in dieser Perspektive in den Blick genommene soziale Konfiguration wird daher zunächst terminologisch als nicht-elitäres Wohnen festgelegt. Ein dritter Blick gilt schließlich dem Konsum- und Wegwerfverhalten. Aus dem Zusammenspiel dieser drei Perspektiven ergibt sich die Erfassung eines möglichst breiten Spektrums von Objekten unterschiedlicher pergamenischer Alltagskulturen in ihren jeweiligen kontextuellen Rahmungen. Die Berücksichtigung dieser Blickwinkel zielt darauf, Lebensstile unterschiedlicher sozialer Konfigurationen in Pergamon zu erfassen. 

Als konkrete Ausgangspunkte für diese Perspektiven wurden drei Fallbeispiele identifiziert, die einer systematischen Auswertung hinsichtlich Dokumentation der Ausgrabungen, Fundobjekten und kontextuellen Rahmungen unterzogen werden: das Haus des Konsuls Attalos, ein kleines Peristylhaus westlich der Treppengasse sowie ein Haus an der Ostgasse mit Zisternenbefunden.

Sie repräsentieren aufgrund ihres jeweiligen architektonischen Befunds und der Fundobjekte exemplarisch unterschiedliche Lebenstile. In ihrer Gesamtheit vereinen sie ein breites Spektrum an Erscheinungsformen und erlauben einen ganzheitlichen Blick auf die materiellen Alltagskulturen der Stadt. Indem in Gebrauch befindliche ebenso wie entfunktionalisierte Gegenstände in die Betrachtung einbezogen werden, berücksichtigen sie einen unterschiedlichen Umgang mit Objekten. In der Vorlage des Materials werden über die Vielfalt von Objektensembles und ihrer räumlichen Rahmungen mikrohistorisch angelegte Synthesen zur Materialität des alltäglichen Lebens in Pergamon zwischen Hellenismus und römischer Kaiserzeit (ca. 300 v. Chr. bis 300 n. Chr.) formuliert. Dies bietet die Möglichkeit, die materielle Dimension der Gesellschaft Pergamons so in den Fokus zu rücken, dass auf Basis von Gleichförmigkeit und Divergenz materieller Inventare der Häuser ein exemplarischer Einblick in unterschiedliche Lebensstile gewonnen werden kann. Vor diesem Hintergrund treten im Spiegel des täglichen Lebens zugleich charakteristische Elemente der spezifischen Physiognomie einer pergamenischen Stadtkultur hervor.

In Kooperation mit der Pergamongrabung, Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul

Das sog. Haus des Konsuls Attalos Am Stadtberg von Pergamon mit dem Anfang des 20. Jh. errichteten Schutzbau. Blick in den Peristylhof.

H.-P. Müller: Erschließung und Nutzbarmachung der Abguss-Sammlung der Universität

Das Projekt hat die Erschließung der rund 650 nach dem Krieg erhalten gebliebenen historisch wertvollen Gipse der Abguss-Sammlung der Universität Leipzig und deren Nutzbarmachung für die Lehre und Forschung zum Gegenstand. Ziel ist die seit Jahrzehnten überfällige, inhaltlich qualifizierte Neuinventarisierung des Bestandes, wobei durch die Anwendung elektronischer Medien die Sammlung anderen Altertumswissenschaftlern leicht zugänglich gemacht werden soll. Im Zusammenhang mit der Wiederherstellung der Abguss-Sammlung ist neben der Reinigung und Restaurierung der Gipse die Wiedergewinnung der authentischen Gipsoberfläche durch Entfernung alter Farbanstriche vorgesehen. Bei der Analyse der Farbanstriche und der Entwicklung von geeigneten Verfahren zu deren Entfernung wird die interdisziplinäre Kooperation mit naturwissenschaftlichen Disziplinen angestrebt.

Literatur

  • H.-U. Cain, Gipsabgüsse. Zur Geschichte ihrer Wertschätzung, in: Realität und Bedeutung der Dinge im zeitlichen Wandel. Werkstoffe: ihre Gestaltung und ihre Funktion, Akten der interdisziplinären Tagung Nürnberg 6.-8.10.1993, Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1995, 200-215 Abb. 1 – 13
  • H.-P. Müller, Das Akademische Gypsmuseum. Zur Geschichte einer vergessenen Skulpturensammlung, in: Leipziger Blätter 27 (1995) 56 – 59
  • H.-U. Cain, Interpretierende Linien und das Ethos eines ehrlichen weißen Gipses, in: Faszination der Linie. Griechische Zeichenkunst auf dem Weg von Neapel nach Europa, hg. v. H.-U. Cain - H.-P. Müller - St. Schmidt, Ausstellungskatalog Antikenmuseum der Universität Leipzig 2004/05 (Leipzig 2004) 33 – 36. 58 (Lit.) Abb. 28 – 30
  • H.-U. Cain, Arbeiten in Gips. Zu einer schöpferischen Methode der Archäologie, in: H.-U. Cain (Hrsg.), AUREA AETAS. Die Blütezeit des Leipziger Antikenmuseums zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Begleitheft zu einer Sonderausstellung des Antikenmuseums anlässlich des 600-jährigen Juniläums der Universität Leipzig 2009 (Leipzig 2009) 16-21 Abb. 11 – 18
Reinigungsproben an einer Porträtbüste mit Farbüberzug.
Reinigungsprobe am Sockel und Fuß einer Porträtstatue.

H.-P. Müller: Klassische Archäologie an der Universität Leipzig (18.-20. Jahrhundert)

Ausgehend von Johann Friedrich Christ (1701 – 1756) wurde 1735 in Leipzig das Studium der Klassischen Archäologie an deutschsprachigen Universitäten begründet und damit eine der Voraussetzungen für ihre weitere Entwicklung zu einer modernen Wissenschaft geschaffen. Entscheidende Impulse für die weitere Entwicklung der Archäologie an der Leipziger Universität gab die Gründung einer archäologischen Lehr- und Studiensammlung im Jahre 1840. Ihre umfangreichen Bestände an griechischen, etruskischen und römischen Originalwerken sowie Gipsabgüssen antiker Skulpturen verdankt sie namhaften Archäologen wie Wilhelm Adolf Becker (1796 – 1846), Otto Jahn (1813 – 1869), Johannes Overbeck (1826 – 1895) und Franz Studniczka (1860 – 1929), die seit 1840 den systematischen Ausbau der Sammlung vorangetrieben und sie zu einer der bedeutendsten an deutschsprachigen Universitäten ausgebaut hatten.

Die Sammlungsgeschichte spiegelt nicht nur Entwicklung des Faches Klassische Archäologie an der Universität Leipzig wieder. Zu Beginn waren es vor allem Gelehrte, die die Sammlung systematisch erweiterten. Seit dem späten 19. Jahrhundert war der weitere Aufbau ohne die enge Verflechtung von Universität und Öffentlichkeit nicht denkbar gewesen. Durch ihr großzügiges Engagement und namhafte Spenden bereicherte die Leipziger Bürgerschaft den Bestand um bedeutende Stück. Aus einer zunächst vornehmlich akademischen Zwecken dienenden Sammlung wurde so ein bis heute lebendiges Museum für breite Bevölkerungsschichten. In neueren Studien sollen Geschichte und Entwicklung der Klassischen Archäologie an der Leipziger Universität als Instituts-, Sammlungs- und Personengeschichte untersucht und dabei auch die kulturelle Wechselwirkung mit der Region einbezogen werden.

Literatur:

  • H.-P. Müller, Das Akademische Gypsmuseum. Zur Geschichte einer vergessenen Skulpturensammlung, Leipziger Blätter Heft 27, 1995, 56 – 59.
  • H.-P. Müller, Johann Friedrich Christ. Zum 250. Todestag am 2. September 2006, in: Jubiläen 2006. Personen. Ereignisse, Herausgegeben vom Rektor der Universität Leipzig (Leipzig 2006) 109 – 114.
  • H.-P. Müller, Zur Geschichte der Leipziger Vasensammlung, in: CVA Leipzig (3) 13 – 19.
  • H.-P. Müller, Griechische Keramik am Antikenmuseum der Universität Leipzig: Sammlungs- und Restaurierungspolitik am Beispiel einer universitären Lehr- und Studiensammlung, in: M. Bentz - U. Kästner (Hrsg.), Konservieren oder Restaurieren. Die Restaurierung griechischer Vasen von der Antike bis heute (München 2007) 69 – 75 (= Beihefte zu Corpus Vasorum Antiquorum; 3).
  • H.-P. Müller, Klassische Archäologie, in: U. von Hehl - U. John - M. Rudersdorf (Hrsg.), Geschichte der Universität Leipzig 1409-2009 Bd. 4,1 (Leipzig 2009) 197 – 219.
  • H.-U. Cain (Hrsg.), AUREA AETAS. Die Blütezeit des Leipziger Antikenmuseums zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Begleitheft zu einer Sonderausstellung des Antikenmuseums anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der Universität Leipzig 2009 (Leipzig 2009) 64 S. mit 59 meist farb. Abb.
  • H.-P. Müller, Christ, Johann Friedrich, in: H. Cancik – M. Landfester – H. Schneider (Hrsg.), Der Neue Pauly. Supplemente, Band 6. Geschichte der Altertumswissenschaften. Biographisches Lexikon (Stuttgart 2012)  Sp. 224 – 228.
  • H.-U. Cain, Overbeck, Johannes, ebenda Sp. 913 – 916.
  • H.-U. Cain, Studniczka, Franz, ebenda Sp. 1202 – 1204.
Blick in den Oberlichtsaal des Antikenmuseums mit den Abgüssen hellenistischer und römischer Bildwerke, um 1900.

H.-P. Müller: Rezeption - Transformationen - Mutationen der Antike und Wissenschaftsgeschichte der Klassischen Archäologie

Ausgehend vom reichen Sammlungsbestand des Antikenmuseums werden einzelne Aspekte der Antikenrezeption in der Kunst und Kulturgeschichte der Neuzeit und der sich entwickelnden wissenschaftlichen Beschäftigung mit der antiken Kunst untersuchen.

Ausstellung des Antikenmuseums "Faszination der Linie. Griechische Zeichenkunst auf dem Weg von Neapel nach Europa" 2004 in der Universitätsbibliothek Bibliotheca Albertina

Literatur

  • H.-U. Cain, Den Freunden der Natur und Kunst – Athena, Apollo und die neun Musen im Pantheon des Gartenreichs Dessau-Wörlitz, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst 3. Folge, 62, 2011 (2012) 7–51 Abb. 1 – 67.
  • H.-U. Cain, Das Leipziger Panorama ROM 312 von Yadegar Asisi - Zentrum eines zeitgenössischen Medienensembles, in: H.-U. Cain - A. Haug - Y. Asisi (Hrsg.), Das antike Rom und sein Bild, Transformationen der Antike 21 (Berlin - Boston 2011) 3 – 22 Taf. 1 – 7.
  • ¿Teuer und nichts wert? Fälschern griechischer Keramik auf der Spur. Begleitheft zu einer Sonderausstellung des Antikenmuseums der Universität Leipzig 2011, hg. v. H.-U. Cain – J. Lang – H.-P. Müller – W. Geominy (Leipzig 2011).
  • AUREA AETAS. Die Blütezeit des Leipziger Antikenmuseums zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Begleitheft zu einer Sonderausstellung des Antikenmuseums anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der Universität Leipzig 2009, hg. v. H.-U. Cain (Leipzig 2009).
  • Renaissance der Etrusker. Vom Mythos zur Wissenschaft. Begleitheft zur Sonderausstellung vom 21.10.2006 bis 28.1.2007, hg. v. H.-U. Cain - H.-P. Müller - D. Steuernagel (Leipzig 2006).
  • Faszination der Linie. Griechische Zeichenkunst auf dem Weg von Neapel nach Europa. Begleitheft zur Sonderausstellung vom 21.10.2004 bis 20.1.2005, hg. v. H.-U. Cain - H.-P. Müller - St. Schmidt (Leipzig 2004).
  • Pompeji wiederbelebt! Entdeckung, Nachleben und Rekonstruktion eines antiken Wohnhauses, hg. v. H.-U. Cain – F. Pirson, Ausstellungskatalog Antikenmuseum der Universität Leipzig 2001 (Leipzig 2001).
  • H.-U. Cain, Gipsabgüsse. Zur Geschichte ihrer Wertschätzung, in: Realität und Bedeutung der Dinge im zeitlichen Wandel. Werkstoffe: ihre Gestaltung und ihre Funktion, Akten der interdisziplinären Tagung Nürnberg 6.-8.10.1993, Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1995, 200-215 Abb. 1 – 13.

H.-P. Müller, M. Pfanner: Praxis neuzeitlicher Restaurierung und Konservierung

Die Konservierung, Sammlungsbetreuung und restauratorische Pflege der Original- und Gipsabguss-Sammlung zählen zu den wichtigen Aufgaben des Antikenmuseums der Universität Leipzig. Bei der Anwendung aktueller Methoden der Konservierung und Restaurierung werden häufig archäologische Fragestellungen berührt. So ist die Geschichte der Restaurierung antiker Keramik in den letzten Jahrzehnten immer mehr in den Mittelpunkt von Diskussionen und Forschungen gerückt. Im historisch gewachsenen Bestand des Leipziger Antikenmuseums befinden sich zahlreiche Beispiele, an denen sich die Restaurierungsproblematik von der Antike über das 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert sowohl in Fallbeispielen als auch unter übergreifenden Aspekten darstellen lässt. 

Athena mit dem Haupt der Gorgo Medusa auf einem apulisch rotfigurigen Glockenkrater (Inv. T 83).
Während der Neurestaurierung von 1994 wurde die Übermalung ihres Schmuckes aus dem frühen 19. Jahrhundert abgenommen.

Grundlage einer zeitgemäßen Praxis der Konservierung und Restaurierung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern naturwissenschaftlicher Institutionen in und außerhalb der Universität. An der Schnittstelle zwischen Geistes- und Naturwissenschaften geben Ergebnisse z.B. der Materialanalytik Auskunft über das verwendete Material und die Herstellungstechnik, woraus sich für Einzelobjekte oft neue Erkenntnisse gewinnen lassen oder, wie bei der Beschichtung von Gipsabgüssen, Strategien ihrer Restaurierung abgeleitet werden können. Angesichts des großen Aufwands und wissenschaftlicher Fortschritte in Restaurierungstechniken und Materialforschung wird immer dringlicher, den Zustand vor und nach der Restaurierung umfassend zu dokumentieren und wenigstens für die bedeutendsten archäologischen Denkmäler in einer interaktiven Bilddatenbank allgemein zugänglich zu machen.

Attisch rotfigurige Kylix des Makron-Malers Inv. T 3367, um 480 v. Chr.
Die Aufnahme in digitaler Luminiszenzradiographie macht die an weißen Punkten kenntlichen Bohrungen für eine antike Reparatur sichtbar. Aufnahme: Prof. Dr. Frank Schmidt, Universitätsklinik Leipzig

Literatur

  • A. Fendt, Archäologie und Restaurierung. Die Skulpturenergänzungen in der Berliner Antikensammlung des 19. Jahrhunderts (Berlin, Boston 2012) = H. Böhme u.a. (Hrsg.), Transformationen der Antike, Bd. 22. Die Dissertation wurde an der Universität Bielefeld und Universität Leipzig von Uwe Walter und Hans-Ulrich Cain betreut.
  • H.-U. Cain - M. Pfanner, Marmor in Rom – Verfall und die Aura der Originale, mit einem Beitrag zur Marmorbestimmung des Titusbogens von G. Lehrberger, in: Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.), Denkmalgesteine – Festband zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. W.-D. Grimm. Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften 59, 2008, 226-248.
  • H.-P. Müller, Griechische Keramik am Antikenmuseum der Universität Leipzig: Sammlungs- und Restaurierungspolitik am Beispiel einer universitären Lehr- und Studiensammlung, in: M. Bentz - U. Kästner (Hrsg.), Konservieren oder Restaurieren. Die Restaurierung griechischer Vasen von der Antike bis heute (München 2007) 69 – 75 = Beihefte zu Corpus Vasorum Antiquorum; 3.
  • S. Pfisterer-Haas, Der Leipziger Euphronios-Stamnos. Fragmente eines athenischen Meisters und ein Lehrstück der Restaurierung, in: ebenda S. 147 – 150.
  • P. Cain - M. Pfanner,  Der falsche Augustus. Katalog der Sonderausstellung vom 27.6. – 31.8.2000, hg. v. H.-U. Cain (Leipzig 2000).
  • S. Pfisterer-Haas, Wenn der Topf aber nun ein Loch hat... Restaurierung griechischer Keramik in Antike und Neuzeit, Begleitheft zur Sonderausstellung Leipzig 1998 (Leipzig 1998).

 

Jörn Lang: Die Gemmensammlung des GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig

Ausgehend von der gemeinsamen Ausstellung „Schätze einer Bürgerstadt" im Jahr 2015 werden sukzessive die Bestände geschnittener Steine des GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig publiziert und als Katalog zugänglich gemacht.

Von den ursprünglich 506 Gemmen konnten bisher 115 Objekte photographiert, dokumentiert und vermessen werden. In diesem Zuge wurden auch erste Recherchen zur Provenienz durchgeführt, aus denen sich ergab, dass einige Objekte nachweislich aus den Sammlungen in Rom stammen. Das weitere Schicksal wurde bisher nur in Ansätzen erschlossen. Bisher ist einzig nachgewiesen, dass eine kleinere Anzahl an Intagli über die Leipziger Kaufmannsfamilie von Bose in die Antikensammlung nach Berlin gelangte.

Karneol-Intaglio mit Büste des Apollon, Ende 1. Jh. v. Chr. – Anfang 1. Jh. n. Chr. Leipzig, GRASSI Museum für Angewandte Kunst Inv. 1952.055/505 (Photo M. Wenzel)
Sonderausstellung "Gemmen - Lehrreiche Schätze einer Bürgerstadt".

Qualifizierende Arbeiten

Habilitationen

  • Lang, Jörn: Zum semantischen Verhältnis von Figur und Ornament in der attischen und unteritalischen Vasenmalerei

Dissertationen

  • Fohgrub, Anne: Monumentalgräber mit Tonnengewölbe in Anlehnung an den Typ der Makedonischen Kammergräber auf dem Balkan, in Kleinasien und im Schwarzmeergebiet
  • Völkel, Sandra: Urbane Wirtschaftsräume in der Mikroregion Pergamon im Vergleich mit ausgewählten Poleis in Kleinasien. Eine Untersuchung der Wirtschafts- und Handelsbauten unter besonderer Berücksichtigung der epigraphischen Quellen

Habilitationen

  • Tombrägel, Martin: Griechische Städteneugründungen im 4. Jahrhundert v. Chr. Regionale Veränderungserscheinungen in der östlichen Mittelmeerwelt (abgeschlossen 2014)
  • Haug, Annette: Das Bild des Körpers als kulturelle Selbstbeschreibung. Körperkonzeptionen im Athen des 8. und 7. Jh. v. Chr. (abgeschlossen 2009; erschienen unter dem Titel Die Entdeckung des Körpers. Körper- und Rollenbilder im Athen des 8. und 7. Jh. v. Chr., Berlin - New York 2012)
  • Pirson, Felix: Ansichten des Krieges. Kampfreliefs klassischer und hellenistischer Zeit im Kulturvergleich (abgeschlossen 2005; erschienen unter dem Titel Ansichten des Krieges. Kampfreliefs klassischer und hellenistischer Zeit im Kulturvergleich, Wiesbaden 2014)

Dissertationen

  • Feige, Michael: Die Landwirtschaftsanlagen römischer villae rusticae in Mittelitalien vom 2. Jh. v. Chr. bis 2. Jh. n. Chr. (im Druck)
  • Böttcher-Ebers, Jessica: Der Bogen als visuelles Zeichen im römischen Stadtbild. Zum Bedeutungswandel eines Architekturelements in der späten Republik (abgeschlossen 2007; erschienen in ANTIQUITATES - Archäologische Forschungsergebnisse, Band 57, 2012)
  • Fendt, Astrid: Archäologie und Restaurierung. Die Ergänzung der Großplastik in der Berliner Antikensammlung des 19. Jahrhunderts (betreut in Leipzig und Bielefeld, abgeschlossen in Bielefeld 2009; erschienen Berlin - New York 2012)

Masterarbeiten

2018

  • Zentile, Sandra: Städtisches Wohnen in Pergamon: Perspektiven der Erforschung vor dem Hintergrund aktueller Forschungstendenzen

2016

  • Bertram, Jennifer: Tanagräerinnen im Antikenmuseum der Universität Leipzig
  • Puchta, Anja: Das Parisurteil in der attischen Vasenmalerei
  • Schakat, Romy: Das Isis-Heiligtum in Pompeji

2015

  • Hielscher, Adrian: Neue Ausgrabungsbefunde frühkaiserzeitlicher Wandmalerei aus der Umgebung von Rom
  • Schmid, Dominique: Die Rolle der Frauen in griechischen Symposienbildern des 6. und 5. Jh. v. Chr.

2014

  • Christoffersen, Victoria: Die Antoninus Pius-Säule auf dem Marsfeld in Rom (Kritischer Forschungsbericht)
  • Fritschka, Helen: Hellenistische Ringergruppen
  • Kreiser, Jane: Mythologische Darstellungen auf Dachterrakotten republikanischer Wohnbauten in Mittelitalien. Untersuchung zu Herkunft, Funktion und stilistischer Entwicklung
  • Krüger, Anna-Lena: Die Olpetta. Form und Funktionsbereiche einer republikanischen Gefäßgruppe

2013

  • Pasieka, Paul: Zisternen im Suburbium von Rom

2012

  • Dreßen, Anne-Sophie: Bilder von Philosophen und Dichtern im Kontext pompejanischer Wohnhäuser
  • Feige, Michael: Die landwirtschaftliche Erschließung und Gliederung des Suburbiums von Rom in republikanischer Zeit. Aktuelle Perspektiven der archäologischen Forschung
  • Kutzsche, Herbert: Die choregischen Weihgeschenke in Athen – ein kritischer Forschungsbericht
  • Siebert, Mandy: Klassische und orientalische Komponenten in den Bilderzyklen der Synagoge von Dura-Europos
  • Skibbe, Katrin: Herakles Mousikos und Herakles im Bürgergewand im römischen Ambiente

2011

  • Köhler, Leona: Thermen und Bäder im Stadtbild der römischen Kaiserzeit. Ein Überblick zu den Städten im Westen des Imperium Romanum
  • Müller, Asja: Vergleichende Studien zum hellenistisch-römischen Grabkult (Petra – Paphos – Alexandria)

Bachelorarbeiten

2018

  • Al Jarad, Sarah: Kaiserzeitliches Wohnen am Beispiel der Casa de la Exedra im Kontext der nova urbs (Itálica)
  • Armonies, Frederike: Repräsentatives Wohnen in Griechenland. Das Beispiel der Peristylhäuser
  • Götz, Marlene: Die Casa di Sallustio in Pompeji als Beispiel römischer Wohnkultur

2017

  • Neubauer, Cornelia: Das Bildprogramm von Sant’Apollinare Nuovo in Ravenna
  • Scholz, Johanna: Herakles und der nemeische Löwe in der Vasenmalerei des 6. bis 4. Jhs. v. Chr.
  • Werner, Stephanie: Der Arestempel auf der Agora von Athen

2016

  • Bigalke, Katharina: Das Reiterrelief Albani
  • Blechschmidt, Marco: Das Forum von Ostia in flavischer bis hadrianischer Zeit
  • Glunk, Heiko Michael: Pacheis. Somatische Erscheinungsbilder in der ostionischen Bildkunst archaischer Zeit
  • Pollakowski, Ariane: Transformatuon des Mythos in spätarchsicher und klassicher Zeit. Die Bilder des Theseus und Minotauros
  • Thiele, Anna Christiane: 'Der Raub des Hylas' im Opus sectile-Bild der Iunius Bassus-Basilica

2015

  • Krug, Tobias: Die Stadtmauern von Pergamon. Überlegungen zu Funktion und Erscheinungsbild im historischen Wandel
  • Zentile, Sandra: Hellenistische Gruppen in der Glyptik
  • Strecke, Adrian: Statuen sitzender Dichter und Denker des 3. Jhs. v. Chr. (Studien zur Ikonographie und Chronologie)

2014

  • Bertram, Jennifer: Die Marc Aurel-Säule. Stilistischer Habitus und mediale Aussagekraft.
  • Friebel, Matthias: Die Venus Genetrix
  • Netzband, Ramona: Die dynastische Idee in der Neugestaltung Roms unter Augustus
  • Puchta, Anja: Die Theseus-Minotauros-Bilder in der schwarzfigurigen Vasenmalerei Athens
  • Steglich, Julika: Die Stadtgeschichte von Solunt im 3. Jh. v. bis zum 1. Jh. n. Chr.

2013

  • Haase, Astrid: Der Pasquino
  • Hielscher, Adrian: Der Palazzo delle Colonne in Ptolemais
  • Müller, Katharina: Die Weißpappelbasis vom Marsfeld in Rom
  • Schakat, Romy: Die Skylla-Gruppe von Sperlonga
  • Schwarz, Anja: Griechische Kultorte im römischen Paestum
  • Walther, Stefanie: Römische Girlandendekoration in cäsarisch-augusteischer Zeit

2012

  • Fritschka, Helen: Der sogenannte Jüngling von Eretria
  • Gutowsky, Paul: Das Relief des Archelaos von Priene
  • Jasmer, Madeline: Zur Eleganz der Intellektuellen auf römischen Sarkophagen
  • Kant, Viktoria: Das Pompeiustheater in Rom
  • Kretschmar, Susanne: Der säkulare Gehalt mythologischer Wandbilder in pompejanischen Wohnhäusern
  • Winkler, Sindy: Hellenistische Bibliotheken – archäologische Befunde und literarische Quellen

2011

  • Bartholomäus, Marion: Funktion und Interpretation von Kouroi
  • Kreiser, Jane: Die Öffentlichen Thermen von Pompeji in architektursoziologischer Perspektive
  • Krüger, Anna-Lena: Die Thermen von Kyrene in ihrem urbanistischen Kontext. Überlegungen zur kommunikativen Qualität römischer Architektur
  • Schmidt, Carla: Die Statuenausstattung der Trajansthermen in Kyrene. Körper und Räume im medialen Diskurs
  • Wiemert, Robert: Die Hydrotechnik römischer Thermen

2010

  • Bauer, Iris: Die Baugeschichte der Casa del Criptoportico (I 6, 2-4) und das Motiv der versenkten Bogenportikus in Pompeji
  • Dreßen, Anne-Sophie: Die Casa dei Postumii VIII 4, 4.49 und ihre Funktion in der letzten Phase von Pompeji
  • Feige, Michael: Die Datierung der ersten Bauphase der Casa del Fauno im Spiegel der neuesten Forschungen
  • Kames, Maria: Speiselokale am Golf von Neapel. Murecine und die Suburbanen Thermen im Vergleich
  • Müller, Gregor: Funktion und Datierung der Bauten an der Südseite des Forums von Pompeji

2009

  • Golub, Binia: Tiere und Mischwesen in athenischen Grabbezirken des 4. Jhs. v. Chr. – Ausstattungselemente und Fragen zur Bedeutung
  • Köhler, Leona: Die archäologischen Grundlagen zur Benennung der römischen Kaiserporträts am Beispiel von Nero und Trajan
  • Kutzsche, Herbert: Die Rolle des Gymnasions in griechischen Poleis hellenistischer Zeit. Eine archäologische Studie am Beispiel von Pergamon, Olympia und Eretria
  • Müller, Asja: Die griechischen Nekropolen von Alexandria ad Aegyptum. Ein kritischer Forschungsbericht zu rezeptionsästhetischen Aspekten
  • Siebert, Mandy: Urbanistischer Wandel der Hafenstadt Ostia vom 1. Jh. v. bis zum 2. Jh. n. Chr.

Magisterarbeiten

2017

  • D’Agostino, Natalie: Die Darstellung von Kindern auf ostgriechischen Grabreliefs. Studien zur Ikonographie und Bedeutungsgeschichte

2012

  • Nickel, Tobias: Seleukeia am Tigris als hellenistische Residenzstadt
  • Walther-Dunkel, Franziska: Der römische Kaiserkult in Pergamon und Ephesos

2011

  • Dallinger, Marcel: Siedlungshygiene in römischen Städten. Eine Untersuchung  anhand der Beispiele Rom, Pergamon und Pompeji
  • Eicks, Christine: Schiffsdarstellungen auf römischen Sarkophagen. Funktion und Bedeutung im Kontext der Bilder
  • Kriegelstein, Jasmin: Wasserluxus in römischen Stadthäusern
  • Külbel, Loreen: Die Fora in den römischen Städten der Nordwestprovinz – ein kritischer Forschungsbericht
  • Raatzsch, Renè: Hafen-Stadt, Hafenanlagen der frühen und mittleren Kaiserzeit und ihr Einfluss auf die Stadtentwicklung anhand der Beispiele von Ephesos, Ostia/Portus und Caesarea Maritima
  • Thorak, Raphael: Das Marsfeld  in der Spätantike

2010

  • Böhme, Caroline: Die Ritualdarstellungen auf der François-Vase zwischen Mythos und Lebenswelt
  • Grimm, Alexander: Ikonographie und Bedeutung von Nilbildern in römischen Wohnhäusern
  • Keweloh, Anneke: Befund, Fund und Interpretation. Die beiden „Traditionsgrabungen“ Pergamon und Ephesos im Vergleich
  • Macheleid, Anja: Die Ikonographie der Artemis in spätklassischer und hellenistischer Zeit
  • Weigel, Linda: Die Horrea von Rom. Urbanistische Lage, architektonische Gestaltung und ökonomische Funktion (2010)

2009

  • Neumann, Philip: Die Tempel der Athena in griechischen Städten. Zur Rolle der Göttin in archaischer und klassizistischer Zeit
  • Werner, Anica: Hat Raoul Schrott Recht? Eine Bestandsaufnahme der Argumente pro und contra „Homers Heimat. Der Kampf um Troja und seine realen Hintergründe“

2008

  • Franke, Vinzenz: Damnatio Memoriae. Aspekte und Ergebnisse der jüngeren archäologischen Forschung
  • Maltusch, Sven: Der Telephosfries des Pergamonaltars. Rekonstruktion, Grundlagen der Datierung, Deutung

2007

  • Kolbe, Evelyn: Waffenweihungen in griechischen Heiligtümern
  • Vetterlein, Gregor:  Die Gruppe „Aphrodite mit Eros und Psyche“ im Dresdner Albertinum (Hm 183). Studien zu hellenistischen Eros- und Psyche-Bildern

2006

  • Khan, Nicole: Die Welt der Lebenden und der Toten auf attischen Grabreliefs. Ein kritischer Forschungsbericht  
  • Meyer, Martina: Das Stadtbild von Glanum zwischen römischer Republik und Kaiserzeit

2005

  • Wetzig, Saskia: Der Musenzyklus aus dem Odeion der Villa Hadriana

2004

  • Daniel, Ilonka: Zur Ikonographie und Deutung von Campanaplatten mit Darstellungen aus dem römischen Staatskult
  • Heinritz, Mareike: Der Niobidenmythos als Thema römischer Sarkophage im Bosporanischen Reich
  • Schuhmann, Axel: Sacella in römischen Theatern – ihre Funktion und Bedeutung im Rahmen des Herrscherkults
  • Tzanini, Marios: Gestaltung und Ausstattung des Philippsgrabes in Vergina – ein „Prunkgrab“ in spätklassischer Zeit 

2003

  • Fendt, Astrid: „Im Gewand der Amazonen“. Zur Ikonographie eines antiken Identifikationsmodells

2002

  • Langer, Stephanie: Die kunsttheoretischen Passagen bei Plinius d. Ä., Naturalis Historia XXXIV
  • Petzholtz, Verena: Die figürlichen Sarkophagappliken aus Gips im Antikenmuseum der Universität Leipzig  

2001

  • Böttcher-Ebers, Jessica: Das Motiv des Bogens in der spätrepublikanischen Architektur
  • Erkmen, Tûbâ: Herakles im Garten der Hesperiden. Ikonographie und Bildersprache in archaischer und klassischer Zeit
  • Golde, Steffen: Römische Fora. Ergebnisse und Tendenzen der Forschung
  • Helmert, Angelika: Der Typus der sogenannten Aspasia (Sosandra, Europa). Kopienkritik, Datierung, Interpretation
  • Landschreiber, Nadine: Der Stellenwert des italo-korinthischen Kapitells in architektonischem und städtebaulichem Kontext

1998

  • Moritz, Regina: Das Alexandermosaik. Kritische Bestandsaufnahme der Forschungsgeschichte

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