GKR – Die Universität im Kleinen

Porträt von Prof. Dr. Rose Marie Beck, Dekanesprecherin

Willkommen an der GKR

GKR – Die Universität im Kleinen mit Blick auf das globale Ganze. Die Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften steht für eine der wohl vielfältigsten Fakultäten der Universität Leipzig.

Das sind wir

Vielfalt hat bei uns Tradition

Fächervielfalt schreiben wir uns auf die Fakultätsfahnen.

13

Institute

3000

Studierende

40

Professorinnen und Professoren

44

Studiengänge

5

Museen & Sammlungen

188

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Grußwort Dekanin

Herzlich willkommen an unserer Fakultät!

Wir leben in bewegenden Zeiten, in einer interessanten Welt.
Diese Welt und Ihre Bewegungen zu sehen, zu entschlüsseln, zu benennen und sie letzthin damit zu gestalten, ist Aufgabe der Universität. Die besondere Fächervielfalt unserer Fakultät ermöglicht, unser Sein in regionaler Breite, historischer Tiefe und nach jeglichen kulturellen Ausdrucksformen zu erforschen. Dieses Wissen stellen wir zur Verfügung.

Gelebte Vielfalt, die sich an der Wertschätzung der an der Fakultät versammelten Disziplinen und Personen manifestiert, sind für unsere Ansprüche unabdingbar. Ich habe in den letzten zweieinhalb Jahren die Erfahrung machen dürfen, dass es nachgerade Spaß macht, eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Ziel zu entwickeln: die Fakultät in Forschung, Lehre und Transfer gezielt voranzubringen und damit zur Profilierung der Universität Leipzig beizutragen.

Ein Zeichen setzten wir, als wir am 7. Juli 2020 einen Antrag ans Rektorat der Universität Leipzig auf Umbenennung der Fakultät stellten. Sie wird demnächst „Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften“ heißen. Damit dokumentieren wir kritische Distanz zur Geschichte der mit der Kolonialzeit entstandenen und mit dem Kolonialismus historisch eng verschränkten Fächern unserer Fakultät (Ethnologie, Religionswissenschaften, Japanologie, Sinologie, Indologie, Zentralasienwissenschaften, Afrikastudien, Arabistik und Orientalistik, Ägyptologie, Altorientalistik). Mithin zeigen wir an, dass sich die genannten Fächer im Kontext der Universität Leipzig dynamisch zu Regionalwissenschaften entwickelt haben, die zur Globalisierungsforschung beitragen, indem sie den Zugang zu regional spezifischen Wissensbeständen ermöglichen. Schließlich weist die von der gesamten Fakultät getragene Entscheidung auf den Konsens hin, die Ausrichtung der Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität Leipzig auf Globalisierung und deren Effekte an der Fakultät mitzutragen.

Prof. Dr. Rose Marie Beck

Dekanin der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften

Auf einem Blick

  • Fächervielfalt
  • Säulenstruktur
  • Einheit von Lehre und Forschung
  • Teil der Lehramtsausbildung
  • Transfer als Schlüsselkompetenz

Fächervielfalt

Die Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften (GKR) ist die wohl vielfältigste Fakultät der Universität Leipzig. Zu ihr gehören insgesamt 13 Institute und 3 Museen (Ägyptisches Museum-Georg Steindorff, Antikenmuseum und Museum für Musikinstrumente), die zum Teil auf eine lange Tradition innerhalb der Universität Leipzig verweisen. Mit ihrer breiten Ausrichtung lebt die GKR die für die Leipziger Universität traditionelle Vielfalt.

Säulenstruktur

Die GKR lässt sich in drei „Säulen“ einteilen: das Historische Seminar, die Kunstsäule (Kunstgeschichte, Kunstpädagogik, Musikwissenschaft und Theaterwissenschaft) sowie die Regionalwissenschaften (Ägyptologie, Altorientalisches Institut, Institut für Afrikastudien, Institut für Ethnologie, Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften, Orientalisches Institut, Ostasiatisches Institut sowie das Religionswissenschaftliche Institut). Hinzu kommen seit 1995 noch zwei An-Institute: Das Geisteswissenschaftlich Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. und das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e.V.

Lehre und Forschung

In Forschung und Lehre befragen, überprüfen und aktualisieren wir etablierte Schwerpunkte und entwickeln innovative Themen, Ansätze und Methoden im Kontext von Globalisie­rung und Digitalisierung. Die spezifische Kombination der an der GKR versammelten Disziplinen, die breitgefächerte historische Grundlagenforschung sowie die Erschließung heterogener Wissensbestände auch und gerade in nicht-europäischen Sprachen tragen substantiell zu einem kritischen Wissen über globale Dynamiken in Gegenwart und Vergangenheit bei. Anhand systematisch reflektierter Fragestellungen und synoptischer, geschichtsbasierter Gesamtentwürfe entwickelt sie methodische und theoretische Perspektiven von zukunftsweisender Bedeutung. So wird auch der Digitalität und ihrer Tragweite für die Transformationen von textuellen, symbolischen, kulturellen und künstlerischen Praktiken, Wissensordnungen, Gesellschaftsformationen und historischen Strukturen Rechnung getragen.

Mit der historischen und künstlerischen Bildung ist die Fakultät auch am Lehramt beteiligt.

Transfer

Ein besonderes Potential der GKR sind die intensiven Aktivitäten im Transfer, vor allem bei der Wissensvermittlung, künstlerischen Bildung, Expertise, bei Ausgründungen und Start-Ups, etc. Zu diesem Transfer in die Zivilgesellschaft tragen auch die der Fakultät zugeordneten Einrichtungen von überregionaler Bedeutung und Wirkung bei: das Musikinstrumentenmuseum, das Ägyptische Museum, das Antikenmuseum, das Tanzarchiv und weitere kleinere Sammlungen, sowie das CCT (Centre of Competence for Theatre).

 

Die Fakultät in Zahlen und Schwerpunkten

Die Fakultät hat 13 Institute, 40 Professoren (inkl. JunProfs), 53,75 wissenschaftliches Personal (davon 20 entfristet/LfbA), 29,5 nichtwissenschaftliches Personal. 13,25 Stellen wurden seit 2014 gestrichen.

An der Fakultät studieren über 3.000 Studierende in 44 Studiengängen.

Der Fakultät zugeordnet sind das Musikinstrumentenmuseum, das Ägyptische Museum, das Antikenmuseum, das Tanzarchiv und weitere kleinere Sammlungen, sowie das CCT (Centre for Competence of Theatre). Die Fakultät ist darüber hinaus institutionell über gemeinsame Berufungen oder Kooperationsvereinbarungen mit den Leibniz-Instituten GWZO, Simon-Dubnow-Institut, dem MPI für Ethnologie in Halle (ab 2020), der HMT (Musikwissenschaft) sowie dem Konfuzius-Institut (Sinologie) verbunden.

Das Drittmittelaufkommen der Fakultät (DFG/BMBF, SAW, Stiftungen, Wirtschaft) ist mit rund 14 Millionen € hoch. Als Folge davon ist zum Beispiel die Anzahl Mitarbeiter*innen über Drittmittel fast verdoppelt (48,25).

Die Fakultät ist in der Universität, in Stadt und Bundesland, national, international sehr gut vernetzt und sichtbar. Sie beteiligt sich an den wichtigen Verbünden. Fast alle Professuren sind in den Forschungsprofilen „Global Connections and Comparisons“ und „Humanities in a Digital Age“ der Universität Leipzig eingebunden: mit dem SFB 1199 Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen, der Forschergruppe Multiple Secularities, prestigeträchtigen Langzeitprojekten (SAW), Digital Humanities mit internationaler Wirkung (eAQUA, Online-Korpora aus Altorientalistik und Ägyptologie, TASTEN am MIMUL).

Darüber hinaus ist das Engagement der Fakultät im Unibund Leipzig-Halle-Jena, dem Forum for the Study of the Global Condition und der letzten Exzellenzinitiative zu erwähnen.  In der Fakultät wird intensiv sowohl in Einzel- als auch Verbundprojekten geforscht; es entstehen ständig neue Projekte und Projektanträge.

Nachwuchsförderung findet in verschiedenen Kontexten und Formen statt. Zur Zeit gibt es eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe (Theaterwissenschaft), eine Heisenbergstelle (Theaterwissenschaft), eine Heisenbergprofessur (Religionswissenschaft). Die Graduiertenschulen der RAL (GSGAS) werden ausgebaut und auf Postdocs und deren Bedürfnisse ausgeweitet.

Das akkreditierte Qualitätsmanagement wird an allen Institute als Entwicklungsaufgabe wahrgenommen um Lehre in Bezug auf die Attraktivität der Studiengänge zu verbessern.  Alle Studiengänge sind in das fakultätseigene und damit in das universitär akkreditierte Qualitätsmanagement eingebunden und werden laufend neuen didaktischen, inhaltlichen und personellen Bedingungen angepasst. Die Studierendenzahlen entsprechen insgesamt den Zielvereinbarungen 2018-2019, wobei stark unterschiedliche Belastungen zwischen und teilweise auch innerhalb der Institute zu vermerken sind. Insbesondere in der Lehrerbildung sowie gegenwartsbezogenen Studiengängen ist die Last hoch. Die Lehre in der Fakultät ist gut verzahnt, flexibel und gesellschaftlich engagiert.

Aus der AG Transfer ergibt sich, dass die GKR einerseits eine hohe Transferleistung hat, ihr Transferpotential aber besser gebündelt bzw. sichtbar gemacht werden soll. Weiteres ist der Transferstrategie der GKR zu entnehmen.

In Bezug auf Gleichstellung und Internationalisierung übertrifft die Fakultät die geforderten Ziele mit einem Geschlechterverhältnis von 34:66 bei den Professor*innen, 50:50 im Mittelbau und 60:40 bei den Studierenden.

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