Semestervorbesprechung
für alle Lehrveranstaltungen mit allen Studierenden des Faches
am 07.10.2025 um 10 Uhr, KHH 601
Begrüßung der Studienanfänger:innen, Vorstellung der Lehrveranstaltungen und ggf. Festlegung von Unterrichtszeiten.
Lehrveranstaltungen in Präsenz
Keile und Könige. Eine Geschichte Babyloniens und Assyriens, erzählt nach herausragenden Keilschrifttexten
Prof. Dr. Michael P. Streck
Die Vorlesung behandelt die Geschichte Babyloniens und Assyriens im Alten Mesopotamien, der zentralen Region des Alten Orients vom 3. zum 1. Jt. v. Chr. Im Einzelnen werden folgende historische Perioden anhand zentraler Keilschriftquellen vorgestellt:
15.10. Was ist der Alte Orient?
22.10. Scharru-ken und Naram-Su’en begründen das erste Großreich der Geschichte (2316– 2170 v. Chr.)
29.10. Schamschi-Adad (1799–1767 v. Chr.) erzieht seine Söhne: Das Reich von Mari I
5.11. Sesshafte und Nomaden teilen sich ein Reich (ca. 1802–1754 v. Chr.): Das Reich von Mari II
26.11. Freud und Leid im königlichen Harem (ca. 1802–1754 v. Chr.): Das Reich von Mari III
27.11. Hammu-rapi (1784–1742 v. Chr.): Sein Reich und seine Gesetzgebung
3.12. Ägypten liegt nicht in der Nähe: Internationale Diplomatie in der mittelbabylonischen Zeit (14. Jh. v. Chr.)
10.12. Eine Supermacht führt Krieg (714 v. Chr.): Assyrien und Urartu
17.12. Assyrien und Babylonien, eine Hassliebe (704–669 v. Chr.)
7.1. Astronomen, Ärzte, Vorzeichenkundige: Gelehrte am assyrischen Königshof (7. Jh. v. Chr.)
14.1. Nabu-kudurri-usur II. (604–562 v. Chr.), Eroberer und Erbauer
21.1. Nabu-na’id (555–539 v. Chr.), der Rätselhafte, in Nordarabien
28.1. Babylonien als persische Provinz (ca. 520 v. Chr.)
Einführung in die Vorderasiatische Archäologie III
Dr. Claudia Beuger
Das Seminar bietet neben einer Einführung in die Arbeitsweisen der Vorderasiatischen Archäologie einen Überblick über die soziokulturellen Entwicklungen in Mesopotamien und den angrenzenden Regionen von der Jungsteinzeit bis in die Mitte des ersten Jahrtausends v. Chr. Die Studierenden befassen sich im Rahmen von Kurzreferaten jeweils mit den wichtigsten archäologischen Fundplätzen und -gattungen der einzelnen Epochen.
Einführung in die akkadische (babylonisch-assyrische) Literatur und Sprache sowie Keilschrift I
Dr. Hannes Leonhardt
Das Akkadische mit seinen Hauptdialekten Babylonisch und Assyrisch ist die älteste bezeugte semitische Sprache (ca. 2350 v. Chr. – 100 n. Chr.). Durch ihre weite geographische Verbreitung und ihren großen Umfang stellt sie die wichtigste Sprache des Alten Orients, d. h. Mesopotamiens und seiner Nachbargebiete, dar. Die Übung vermittelt grundlegende Kenntnisse der Grammatik auf Basis der altbabylonischen Sprachstufe. Gleichzeitig wird in die Keilschrift eingeführt, eine komplexe, antike Wort-Silbenschrift.
Einführung in die antiken Sprachen und Schriften
Prof. M. P. Streck, H. Kockelmann u. a.
Die Ringvorlesung behandelt die antiken Schriften und Sprachen des Alten Orients, Ägyptens, Griechenlands und Roms vor.
Methoden und ausgewählte Themen antiker Sprachen und Schriften
Prof. Dr. Michael P. Streck
Die Übung bespricht methodische Fragen der Erschließung antiker Sprachen und Schriften: Wie ist das Verhältnis von Schrift zu Sprache? Was bedeutet das Fehlen von Sprechern für die Erschließung der alten Sprachen? Wie wurden die alten Schriften entziffert und die Sprachen erschlossen? Ein weiteres Thema ist die philologische und grammatische Terminologie, die mit Unterschieden im Detail in allen mit alten Schriften und Sprachen arbeitenden Wissenschaftsdisziplinen gebraucht wird.
Die akkadischsprachige Korrespondenz des ägyptischen Pharaos mit den Königen Babyloniens, Assyriens und Mittanis in der Amarna-Zeit
Prof. Dr. Michael P. Streck
Die im ägyptischen Amarna gefundenen Briefe beleuchten die internationale Diplomatie in Vorderasien und Ägypten im 14. Jh. v. Chr. Wir lesen die Texte in akkadischer Sprache.
Babylonien–Ägypten:
EA 1: Amenophis III. an Kadaschman-Enlil
EA 3: Kadaschman-Enlil an Amenophis III.
EA 4: Kadaschman-Enlil an Amenophis III.
EA 5: Amenophis III. an Kadaschman-Enlil
EA 7: Burnaburiasch II. an Amenophis IV.
EA 8: Burnaburiasch II. an Amenophis IV.
EA 9: Burnaburiasch II. an Tutankhamun
Assyrien–Ägypten:
EA 15: Aššur-uballiṭ I. an Amenophis IV.
EA 16: Aššur-uballiṭ I. an Amenophis IV.
Mittani-Ägypten:
EA 19: Tuschratta an Amenophis III.
EA 20: Tuschratta an Amenophis III.
EA 23: Tuschratta an Amenophis III.
EA 27: Tuschratta an Amenophis IV.
Literatur: Edition: A. F. Rainey, The El-Amarna Correspondance (= HdO 110). Leiden 2015. Übesetzung: W. L. Moran, The Amarna Letters. Baltimore 1992.
Einführung in das Hethitische
Clement Hazan M. A.
Hethitisch ist die früheste bezeugte indogermanische Sprache und war die Sprache eines Staates, der zwischen dem 17. und 12. Jahrhundert v. Chr. über große Teile Kleinasiens und Nordsyriens herrschte. Etwa 35 000 Tafeln und Fragmente auf Hethitisch wurden an verschiedenen Orten in Anatolien, insbesondere in der Hauptstadt Ḫattuša, gefunden und geben wertvolle Einblicke in die Kultur, Geschichte und Religion des hethitischen Königreichs.
Dieses Seminar ist eine Einführung in die hethitische Sprache und verfolgt drei Hauptziele: die Aneignung der Grundlagen der hethitischen Grammatik und des Wortschatzes, das Erlernen der elementaren Keilschriftzeichen, die in den hethitischen Tafeln vorkommen und das Vertrautmachen mit dem Textkorpus sowie mit den digitalen Werkzeugen, die heute in der Hethitologie verwendet werden.
Einführungsliteratur in die hethitische Sprache:
Rieken, E. 2021. „Hethitisch“. In Streck, M.P. (ed.), Sprachen des Alten Orients. Darmstadt: wbg Academic, 103–157.
Rieken, E. 2022. Einführung in die hethitische Sprache und Schrift. Lehrbücher orientalischer Sprachen I / 2.3. Tecklenburg: Ugarit-Verlag.
van den Hout, Th. 2011. The Elements of Hittite. Cambridge: Cambridge University Press.
Das Seminar wird auf Englisch abgehalten. Es gibt keine Voraussetzung. Interessenten melden sich bei der Vorbesprechung beim Dozenten an.
Von Assur nach Babylon: ein Podcast des Altorientalischen Instituts
Prof. Dr. Michael P. Streck; Dr. Hannes Leonhardt; Dr. Janine Wende
Das Seminar führt den Podcast „Von Assur nach Babylon“ des Altorientalischen Instituts fort. Aus keilschriftlichen Primärquellen sowie wissenschaftlicher Fachliteratur zu ausgewählten Themenbereichen wird ein mehrteiliges Podcast-Script erarbeitet und Podcastfolgen werden produziert. Ziel ist die Vermittlung eines gelungenen Transfers von wissenschaftlichen Themen für eine breitere Öffentlichkeit.
Altorientalistisches Forschungspraktikum
Prof. Dr. Michael P. Streck
Interessenten melden sich bei der Vorbesprechung beim Dozenten an.